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* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Steinmetze/Steinmetzinnen stellen aus Natur- und Kunststein verschiedene Produkte für den Garten-, Friedhofs- und Baubereich her (z.B. Mauer- und Fassadenverkleidungen, Pfeiler-, Portal- und Treppenverkleidungen, Heizkörper- und Kaminverkleidungen, Grabsteine und Grabeinfassungen, Grüfte, Pflanzentröge, Brunnen und Terrassenbeläge). Eine weitere wichtige Aufgabe der Steinmetze/Steinmetzinnen ist die Restaurierung und Konservierung (Schutz vor Witterungseinflüssen) alter Steinbauten wie z.B. von Kirchen, Schlössern oder Denkmälern.

Sie bearbeiten Natur- und Kunststein unter Verwendung von Handwerkszeugen und/oder Maschinen. Ihre Hauptwerkzeuge sind Hammer (Schlegel) und Meißel. Dazu kommen noch Werkzeuge wie Spitzeisen, Trennscheiben, Schleif-, Polier-, Steinfräs-, Steingraviermaschinen, Hebewerkzeuge und Gerüste. Nach der Bearbeitung transportieren sie die fertig bearbeiteten Werkstücke zum Montageort, passen die Steine ein oder stellen sie auf (Versetzen) und verankern sie. Obwohl zahlreiche technische Hilfsmittel zur Verfügung stehen, ist die Tätigkeit der Steinmetzen/Steinmetzinnen anstrengend.

Bei der Auftragsübernahme besprechen die Steinmetze/Steinmetzinnen mit den KundInnen die Gestaltung des Steines und fertigen danach Entwurfskizzen und Werkzeichnungen an. Sie wählen nach Wunsch der KundInnen das Rohmaterial aus und zerteilen den unbearbeiteten Stein mit einem großen Schlegel ("Matz" oder "Butzmatz"), vielfach auch durch Eintreiben von Eisenkeilen. Danach schneiden sie den zerkleinerten massiven Rohblock mit einer Kreis- oder Gattersäge auf das erforderliche Rohmaß zu. Dabei berücksichtigen sie die Wachstumsrichtung des Gesteins. Sie stellen zuerst die ebene Lagerfläche und hierauf die zu dieser im rechten Winkel stehenden übrigen Flächen her. Zur weiteren Bearbeitung heben sie den Steinquader händisch oder mit einem Kran auf eine Werkbank oder auf Holzböcke. Für die Herstellung von Profilen oder geschwungenen Flächen verwenden sie Schablonen in Originalgröße, mit deren Hilfe sie auf der zu bearbeitenden Fläche mit einer Reißnadel das Profil markieren ("Anreißen"). Hierauf arbeiten sie die Risse mit einem Beizeisen stärker heraus und schlagen dann mit Schlegel, Sprengeisen und verschiedenen Schlageisen den Stein bis auf die Risse ab. Mit Spitzeisen und Stockhammer beseitigen sie kleinere Unebenheiten und führen abschließend, je nach gewünschter Oberfläche, Schleif- und Polierarbeiten durch.

Statt der Handwerkzeuge können die Steinmetze/Steinmetzinnen auch Pressluftwerkzeuge verwenden, die in ihrer Funktion den einzelnen Handwerkzeugen entsprechen. Arbeiten, die besondere Maßgenauigkeit und exakte Gestaltung erfordern, führen sie jedoch unter Anwendung der traditionellen handwerklichen Techniken mit Spreng-, Schlag- und Spitzeisen aus.

Vor allem bei der Herstellung von Grabsteinen, Grüften und Gedenktafeln entwerfen die Steinmetze/Steinmetzinnen auch Inschriften und Symbole, die sie in den Stein gravieren und danach durch Einfärben oder Vergolden besonders zur Geltung bringen.

Steinmetze/Steinmetzinnen stellen aus Natur- und Kunststein verschiedene Produkte für den Garten-, Friedhofs- und Baubereich her (z.B. Mauer- und Fassadenverkleidungen, Pfeiler-, Portal- und Treppenverkleidungen, Heizkörper- und Kaminverkleidungen, Grabsteine und Grabeinfassungen, Grüfte, Pflanzentröge, Brunnen und Terrassenbeläge). Eine weitere wichtige Aufgabe der Steinmetze/Steinmetzinnen ist die Restaurierung und Konservierung (Schutz vor Witterungseinflüssen) alter Steinbauten wie z.B. von Kirchen, Schlössern oder Denkmälern.

Sie bearbeiten Natur- und Kunststein unter Verwendung von Handwerkszeugen und/oder Maschinen. Ihre Hauptwerkzeuge sind Hammer (Schlegel) und Meißel. Dazu kommen noch Werkzeuge wie Spitzeisen, Trennscheiben, Schleif-, Polier-, Steinfräs-, Steingraviermaschinen, Hebewerkzeuge und Gerüste. Nach der Bearbeitung transportieren sie die fertig bearbeiteten Werkstücke zum Montageort, passen die Steine ein oder stellen sie auf (Versetzen) und verankern sie. Obwohl zahlreiche technische Hilfsmittel zur Verfügung stehen, ist die Tätigkeit der Steinmetzen/Steinmetzinnen anstrengend.

Bei der Auftragsübernahme besprechen die Steinmetze/Steinmetzinnen mit den KundInnen die Gestaltung des Steines und fertigen danach Entwurfskizzen und Werkzeichnungen an. Sie wählen nach Wunsch der KundInnen das Rohmaterial aus und zerteilen den unbearbeiteten Stein mit einem großen Schlegel ("Matz" oder "Butzmatz"), vielfach auch durch Eintreiben von Eisenkeilen. Danach schneiden sie den zerkleinerten massiven Rohblock mit einer Kreis- oder Gattersäge auf das erforderliche Rohmaß zu. Dabei berücksichtigen sie die Wachstumsrichtung des Gesteins. Sie stellen zuerst die ebene Lagerfläche und hierauf die zu dieser im rechten Winkel stehenden übrigen Flächen her. Zur weiteren Bearbeitung heben sie den Steinquader händisch oder mit einem Kran auf eine Werkbank oder auf Holzböcke. Für die Herstellung von Profilen oder geschwungenen Flächen verwenden sie Schablonen in ...

  • Kräftiger Körperbau: Transportieren von Werkstücken, Heben und Wenden der Steine und Platten
  • physische Ausdauer: Montagearbeiten im Freien
  • Handgeschicklichkeit: Herstellen von Profilen
  • Fingerfertigkeit: Gravieren
  • Tastsinn: handwerkliches Gestalten der Steinoberfläche
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Restaurieren, Gestalten der Werkstücke
  • gestalterische Fähigkeit: Entwerfen und Gestalten von Werkstücken, Restaurieren

Steinmetze/Steinmetzinnen sind vor allem in Klein- und Mittelbetrieben des Steinmetzgewerbes beschäftigt. Einige arbeiten in Mittel- und Großbetrieben der Hartstein- und Marmorindustrie. Die Industriebetriebe befinden sich in ganz Österreich, vor allem in Salzburg, Oberösterreich und im Waldviertel.

Generell können die Berufsaussichten für Steinmetze/Steinmetzinnen derzeit als günstig eingeschätzt werden. Im Gewerbe, in dem der Großteil der Steinmetze/Steinmetzinnen beschäftigt ist, besteht zur Zeit Bedarf an qualifizierten FacharbeiterInnen, weil sich Umweltschäden, die durch Steinreinigung und Steinkonservierung behoben werden müssen, häufen. Aus diesem Grund steigt die Anzahl der Aufträge in Bereichen wie Altstadtsanierung, Pflege und Instandhaltung historischer Gebäude usw., ein Umstand, der sich auch positiv auf das Lehrstellenangebot auswirkt.

Allerdings kommt es auch in diesem Beruf, wie in den meisten Bauberufen, zu einer Saisonabhängigkeit der Arbeitskräftenachfrage: Während in den Wintermonaten, in denen kaum Außenarbeiten durchgeführt werden, die Anzahl der Arbeitsuchenden regelmäßig ansteigt, herrscht in der warmen Jahreszeit oft ein Mangel an Arbeitskräften.

Wegen der relativ hohen körperlichen Anforderungen wird der Beruf vorwiegend von Männern ausgeübt.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "SteinmetzIn", dem der Beruf "SteinmetzIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

SteinmetzIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Steinmetzgewerbe (Arbeiter) 01.05.2017
Stein- und keramische Industrie - SALZBURGER MARMORINDUSTRIE (Arbeiter) 01.05.2017
Stein- und keramische Industrie - OBERÖSTERREICHISCHE HARTSTEININDUSTRIE (Arbeiter) 01.05.2017
Stein- und keramische Industrie - WALDVIERTLER HARTSTEININDUSTRIE (Arbeiter) 01.05.2017
SteinmetzIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 135 150 148 144 124 125 115 109 97 85
weiblich 4 4 5 6 5 3 6 8 9 4
gesamt 139 154 153 150 129 128 121 117 106 89
Frauenanteil 2,9% 2,6% 3,3% 4,0% 3,9% 2,3% 5,0% 6,8% 8,5% 4,5%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
SteinmetzIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Bildhauer/in nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Fachschule für Steinmetzerei; Fachschule für Kunsthandwerk, Ausbildungszweig "Bildhauerei"; Höhere Lehranstalt für Kunst und Design, Ausbildungszweig "Plastisches Design", Themenbereich "Plastische Formgebung".

Das Ausbildungszentrum Bundesdenkmalamt Kartause Mauerbach/NÖ bietet Kurse über Handwerkstechniken an. Im Fortbildungszentrum in Hall/Tirol finden Kurse u.a. über Schriftenzeichnen, Schriftenhauen und Restaurieren statt.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs sind vor allem die Bauhandwerkerschule für Steinmetze in Hallein/Salzburg (3 Wintersemester), die Meisterschule für Kunst und Gestaltung, Ausbildungszweig "Bildhauerei" (2 Jahre) in Graz und die Werkmeisterschule für Berufstätige mit den Fachrichtungen "Bauwesen" und "Holztechnik" (2 Jahre, Abendunterricht).

In größeren Betrieben können Steinmetze/Steinmetzinnen zu VorarbeiterInnen und zu SteintechnikerInnen aufsteigen.

Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für SteinmetzInnen im Handwerk "Bildhauer" (Voraussetzung: Meisterprüfung) sowie im Gewerbe "Steinmetzmeister einschließlich Kunststeinerzeugung und Terrazzomacher" (Voraussetzung: Befähigungsprüfung nach mindestens zweijähriger fachlicher Tätigkeit). Weiters können SteinmetzInnen folgendes Teilgewerbe (Voraussetzung: Lehrabschlussprüfung) ausüben: "Betonbohren und -schneiden".

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Kunsthandwerk (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Bau und Gebäudeservice, Seite 37
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