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HydrotechnikerIn

Berufsbereiche: Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.590,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Während sich Wasserbau oft stärker mit der Konstruktion von Bauten befasst, beschäftigt sich die Hydrotechnik stark mit der Erhebung und Analyse von Messdaten.

Tätigkeitsmerkmale

HydrotechnikerInnen sind spezialisiert auf die Suche, Erschließung, Förderung, Aufbereitung und den Transport aller Arten von Wasser wie Trinkwasser, Thermalwasser, Mineralwasser, Nutzwasser sowie (gelösten) Salzen.

HydrotechnikerInnen erforschen die Bildung ober- und unterirdischer Gewässer sowie deren physikalische, chemische und biologische Eigenschaften.

Sie erheben Messdaten und übernehmen deren (computergestützte) Analyse, Auswertung und Aufbereitung. Mit Hilfe von Spezialsoftware konfigurieren sie automatisierte Prüfabläufe z.B. in Brunnenschächten und Grundwässern.

Siehe auch die Berufe GeotechnikerIn, WasserbautechnikerIn, MontangeologIn und ÖkosystemwissenschaftlerIn.

  • Freude an Biologie und Physik: Thermik, Thermodynamik, Mechanik, Schall
  • Analytisches Denkvermögen
  • Schwindelfreiheit
  • Körperliche Ausdauer und Belastbarkeit (Arbeiten erfolgen teilweise unter Tag oder in klimatisch besonders belastenden Zonen)
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Rasche Reaktionsfähigkeit

Einsatzmöglichkeiten bieten der Tiefbau (z.B. Tunnelbauarbeiten), Wassergewinnung und Wassertransport, Pipeline- und Rohrleitungsbau, Infrastrukturplanung sowie Forschungs- und Lehrtätigkeit an Universitäten.

Zunehmende Bedeutung wird die Hydrogeologie erlangen, da die Beschäftigung mit der Ressource Grundwasser auch in Österreich an Relevanz gewinnt.

Teilweise besteht eine kritische Abhängigkeit von Rohstofflieferanten in politisch instabilen Ländern. In der Forschung und vor allem in der universitären Ausbildung (mit Ausnahme von Erdöl und Erdgas) wurde in den vergangenen Jahren relativ wenig geboten. Inzwischen werden seit 2016 wieder Erdwissenschaftliche Studien mit diversen Fachbereichen angeboten (Universitäten Wien, Innsbruck und Graz).

Die Montanuniversität Leoben bietet Bachelor- und Masterstudien im Bereich Angewandte Geowissenschaft. Diese Studienrichtung umfasst unter anderem Angewandte Geophysik, Erdölgeologie und Lagerstättenkunde. Verwandte Studienrichtungen sind Petroleum Engineering und Rohstoff-Ingenieurwesen (vgl. Erdwissenschaften: „Spannender als jeder Krimi" auf diepresse.com).

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "GeowissenschafterIn", dem der Beruf "HydrotechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Während sich Wasserbau mit der Konstruktion von Bauten befasst, beschäftigt sich die Hydrotechnik stark mit der Erhebung und Analyse von Messdaten.

Studiengänge im Bereich Kulturtechnik und Wasserwirtschaft oder Bauingenieurwesen vemitteln üblicherweise entsprechende Kenntnisse. Nähere Infos bieten die AnprechpartnerInnen der Universitäten!

Masterstudiengänge sind z.B. Bauingenieurwesen (mit Vertiefungen Konstruktiver Ingenieurbau; Geotechnik, Infrastruktur; Wasser & Ressourcen), Water Management-Environmental Engineering, Natural Resources Management and Ecological Engineering.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen unter anderem in den Bereichen Projektmanagement, Qualitätssicherung, Sicherheitstechnik und im Bereich Umwelttechnik (Klär- und Betriebswasseraufbereitung, Recyclingtechnik), in der Bautechnische Abwicklung internationaler Großprojekte, sowie in der raumbezogenen Informatik, z.B. Geoinformation und Umwelt (Ausbildung vermittelt Kenntnisse über räumliche Wissensverarbeitung sowie Informatik von Geografischen Informationssystemen - GIS.

Universitätslehrgänge: Z.B. Life-Cycle and Sustainability of Civil Infrastructure and Protection Systems (BOKU), Sprengtechnik (Boku und Montanuni) sowie nternational Mining Engineer oder NATM Engineer (beide Montanuni).

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als IngenieurkonsulentIn.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Montanistik (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
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