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Sozialpädagog(e)in

Berufsbereiche: Soziales, Kinderpädagogik und Bildung
Ausbildungsform: Schule
∅ Einstiegsgehalt: ab € 2.250,- bis k.A. * Arbeitsmarkttrend: steigend

Tätigkeitsmerkmale

Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen unterstützen Menschen in Prozessen der Lebensbewältigung und Persönlichkeitsentwicklung. Sie helfen, unterstützen, motivieren und beraten Menschen bei Prozessen der Lebensbewältigung und Persönlichkeitsentwicklung.

Sie betreuen Jugendliche oder Kinder in Internaten, Lehrlings- und Schülerheimen, Tagesheimen und Pensionaten. Sie versuchen, Probleme mit ihnen aufzuarbeiten und helfen bei Hausaufgaben oder Schulproblemen. Sie suchen den Kontakt mit den Eltern und informieren diese über die Entwicklung des Kindes.

Arbeitsfelder von Sozialpädagogen/Sozialpädagoginnen sind vor allem folgende Bereiche:

Sozialpädagogische Arbeit im Hort (Nachmittagsbetreuung): Arbeit mit Kindern, die nach der Schule am Nachmittag betreut werden sollen. Zu den Aufgaben gehören Lernbetreuung, Freizeitgestaltung, Unterstützung bei der Entwicklung der Persönlichkeit sowie die Elternarbeit.

Sozialpädagogische Arbeit im Jugendwohlfahrtsbereich: Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die auf Grund familiärer Schwierigkeiten eine Zeitlang einer Fremdunterbringung bedürfen (z.B. Wohngemeinschaft). Zu den Aufgaben in diesem Tätigkeitsfeld gehören Kontakt mit Familie, Schule/Lehrstelle, Behörden, Gestalten des Lebensalltags, Krisenarbeit, Beratung, Konfliktlösung und Persönlichkeitserziehung.

Sozialpädagogische Arbeit im Sonderbereich: Arbeit mit Menschen, die auf Grund körperlicher und/oder geistiger Besonderheiten eine spezielle Betreuung benötigen. Aufgaben sind das Training von Alltagsroutine und lebenspraktischem Tun, Pflegetätigkeiten, Unterstützung bei der Entwicklung individueller Förderprozesse und Integrationsarbeit.

Freie Jugendarbeit: Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Jugendzentren oder anderen außerschulischen Einrichtungen von Vereinen und privaten Trägern, Betreuung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen wie z.B. im Gesundheitsbereich (Rehabilitation, bei Arbeitslosigkeit oder anderen Schwierigkeiten.

Freude und Befähigung zum Umgang mit Kindern und Jugendlichen, Empathie, Geduld, psychische Stabilität sowie

  • Organisationsgeschick (Organisation von Veranstaltungen und gemeinsamen Aktivitäten)
  • Kommunikative Kompetenzen (Betreuung von Kindern und/oder Jugendlichen Beratung von Erziehungsberechtigten, Führen von Diskussionen und Gesprächen)
  • Selbständiger Arbeitsstil (Erstellen und Durchführen von Programmen)
  • Weiterbildungsbereitschaft (laufend verändernde Formen der Kinder/Jugendkultur etc.)

SozialpädagogInnen arbeiten im gesamten sozialpädagogischen Arbeitsfeld (Horte, Heime, Wohngemeinschaften, Tagesbetreuungseinrichtungen, Förderzentren, Kriseneinrichtungen, Jugendzentren und mobile Jugendarbeit).

Berufliche Möglichkeiten bestehen auch im Therapiebereich, zum Teil auch im Tourismussektor (Kinderbetreuung, Jugendveranstaltungen). Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen bei betrieblichen Betreuungseinrichtungen, wie Betriebskindergärten.

 

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Sozialpädagoge/-pädagogin", dem der Beruf "Sozialpädagog(e)in" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Ausbildung bietet das Kolleg für Sozialpädagogik - auch als berufsbegleitende Ausbildung mit öffentlich-rechtlich anerkanntem Abschluss und 120 ECTS. Mit einem öffentlich-rechtlichen Diplom ist es österreichweit möglich, im gesamten sozialpädagogischen Berufsfeld sowohl bei öffentlichen, als auch bei privaten Trägerinstitutionen zu arbeiten - Infolink zum Kolleg für Sozialpädagogik Wien.

Es gibt auch das einschlägige Studium "Sozialpädagogik" oder "Sozial- und Integrationspädagogik".

Die Pädagogischen Hochschulen sowie Schulungsträger wie z.B. Donau-Universität Krems, BFI, NÖ-Landesakademie und IFF bieten Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Kursen, Lehrgängen und Universitätslehrgängen.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten z.B. Bereiche wie Projektmanagement, Sozialmanagement, Traumapädagogik, Wirtschaftspädagogik, Politische Pädagogik, Zirkuspädagogik, Recht & Sozialmanagement oder Supervision.

Pädagogische Hochschulen bieten Lehrgänge, Praxisseminare und Masterprogramme in unterschiedlichen Bereichen, wie etwa Lernbegleitung, Gesundheit, Freizeitpädagogik, Gestaltpädagogik, Ausdruck und Bewegung, Theater- und Medienpädagogik oder Inclusive Eduction (MSc). 

Entwicklungsmöglichkeiten bestehen z.B.. in den Bereichen Bildungspolitik, Bildungsverwaltung und Sozialmanagement sowie im Aus- und Weiterbildungsbereich (inkl. Erwachsenenbildung und Freizeitpädagogik).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Menschen, Kinder, Kommunikation, Seite 104
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