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ByzantinistIn, NeogräzistIn

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.780,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: sinkend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Neogräzisten/Neogräzistinnen befassen sich mit der griechischen Kultur vom Ausgang der Antike bis zur Gegenwart, mit Abläufen und Zusammenhänge der Geschichte, Sprache, Literatur und Lebenswelt des byzantinischen Reiches und des neuzeitlichen Griechentums.

In der Byzantinistik geht es um die Geschichte, Sprache, Literatur, Kulturgeschichte, Gesellschaft und Recht des Byzantinischen Reiches* von 324 bis 1453 n. Chr. von der Antike bis zur Gegenwart. Byzanz (Oströmisches Reich) war die „Supermacht“ des Mittelalters und wurde zum politischen und kulturellen Zentrum des Mittelmeeres. Es entstand im Verlauf der Spätantike nach der Teilung aus der östlichen Hälfte des Römischen Reiches.

Die Byzantiner nannten sich selbst „Römer”, denn sie lebten auch im oströmischen Reich, das sich im Jahr 395 vom römischen Reich abspaltete. Das Großreich Byzanz erstreckte sich während seiner größten Ausdehnung Mitte des sechsten Jahrhunderts von Italien und der Balkanhalbinsel bis zur Arabischen Halbinsel und nach Nordafrika.

Fachleute aus der Neogräzistik und Byzantinistik befassen sich besonders mit der griechischen Sprache des Mittelalters und der Neuzeit sowie mit Texten in griechischer Sprache seit der Spätantike. Sie arbeiten zum Beispiel im Bildungs- und Kulturvermittlungsbereich, in der Kommunikations- und Tourismusbranche oder im Bibliotheks- und Verlagswesen. Im Bereich Kulturwissenschaften sind sie in der Kulturförderung, in Kulturverwaltungen, bei Dokumentationsstellen, Museen und Sponsoring-Abteilungen tätig.

Fachleute können in Import- und Exportabteilungen, als DolmetscherIn, ÜbersetzerIn oder im internationalen Marketing tätig sein.

Zur Byzantinistik existieren Hilfswissenschaften wie etwa die "Diplomatik" (Lehre von den byzantinischen Urkunden), "Metrologie" (Lehre von den Maßen und Gewichten), "Epigraphik" (Lehre von den inschriften).

Siehe auch die Berufe DolmetscherIn, SprachwissenschafterIn/LinguistIn oder DiplomatikerIn.

 

*Byzantinisches Reich (verkürzt Byzanz): Kaiserreich im östlichen Mittelmeerraum; es wird aufgrund der historischen Herkunft als Oströmisches Reich bzw. Ostrom bezeichnet.

Neogräzisten/Neogräzistinnen befassen sich mit der griechischen Kultur vom Ausgang der Antike bis zur Gegenwart, mit Abläufen und Zusammenhänge der Geschichte, Sprache, Literatur und Lebenswelt des byzantinischen Reiches und des neuzeitlichen Griechentums.

In der Byzantinistik geht es um die Geschichte, Sprache, Literatur, Kulturgeschichte, Gesellschaft und Recht des Byzantinischen Reiches* von 324 bis 1453 n. Chr. von der Antike bis zur Gegenwart. Byzanz (Oströmisches Reich) war die „Supermacht“ des Mittelalters und wurde zum politischen und kulturellen Zentrum des Mittelmeeres. Es entstand im Verlauf der Spätantike nach der Teilung aus der östlichen Hälfte des Römischen Reiches.

Die Byzantiner nannten sich selbst „Römer”, denn sie lebten auch im oströmischen Reich, das sich im Jahr 395 vom römischen Reich abspaltete. Das Großreich Byzanz erstreckte sich während seiner größten Ausdehnung Mitte des sechsten Jahrhunderts von Italien und der Balkanhalbinsel bis zur Arabischen Halbinsel und nach Nordafrika.

Fachleute aus der Neogräzistik und Byzantinistik befassen sich besonders mit der griechischen Sprache des Mittelalters und der Neuzeit sowie mit Texten in griechischer Sprache seit der Spätantike. Sie arbeiten zum Beispiel im Bildungs- und Kulturvermittlungsbereich, in der Kommunikations- und Tourismusbranche oder im Bibliotheks- und Verlagswesen. Im Bereich Kulturwissenschaften sind sie in der Kulturförderung, in Kulturverwaltungen, bei Dokumentationsstellen, Museen und Sponsoring-Abteilungen tätig.

Fachleute können in Import- und Exportabteilungen, als DolmetscherIn, ÜbersetzerIn oder im internationalen Marketing tätig sein.

Zur Byzantinistik existieren Hilfswissenschaften wie etwa die "Diplomatik" (Lehre von den byzantinischen Urkunden), "Metrologie" (Lehre von den Maßen und Gewichten), "Epigraphik" (Lehre von den inschriften).

Siehe auch die Berufe DolmetscherIn, SprachwissenschafterIn/LinguistIn oder DiplomatikerIn.

 

*Byzantinisches Reich (verkürzt Byzanz): Kaiserrei…

  • Freude an der Sprache und Kultur
  • Grundlegende interkulturelle Kompetenz
  • Gutes Hör- und Sprechvermögen
  • Gute Allgemeinbildung
  • Analytisches Denkvermögen

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen etwa als MitarbeiterIn in Unternehmen, die mit dem jeweiligen Kulturraum Verbindungen unterhalten, weiters in

  • österreichischen Institutionen der Sozial- und Integrationsarbeit
  • nationalen und internationalen Organisationen, z.B. Entwicklungszusammenarbeit
  • diplomatischen Dienst
  • Planung und Organisation von wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen
  • Medienarbeit (Verlage, Nachrichtenagenturen, Journalismus)
  • Tourismus
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Verwaltung
  • Wissenschaft, Lehre und Forschung (Hochschulen, Bibliotheken, Archive, Museen)
  • Unterricht an Institutionen der Erwachsenenbildung
  • u.v.a.

Engagierte AbsolventInnen können in der Betreuung von Abteilungen und Organisationen im Bereich Wirtschaftsbeziehungen mit Südosteuropa oder dem Nahen Osten tätig sein. Je nach Interesse und Qualifikation kannn zudem eine Tätigkeit im Bereich Übersetzen und Dolmetschen angestrebt werden.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Philologe/Philologin", dem der Beruf "ByzantinistIn, NeogräzistIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Neogräzistik oder Byzantinistik kann man als eigenständiges Fach oder als Schwerpunkt bzw. Spezialisierung von sprach-, kultur- oder geschichtswissenschaftlichen Studiengängen studieren.

Im Bachelorstudium Byzantinistik und Neogräzistik (UNI Wien) erwerben Studierende Kenntnisse über die byzantinische bzw. griechische Kultur vom Ausgang der Antike bis zur Gegenwart.

Studiengänge im Bereich Byzantinistik und Neogräzistik werden auch als Erweiterungscurricula im Lehramtstudium ngeboten.

Beispiel für weiterführende Studiengänge: Neugriechische Sprache und Kultur. Byzantinische Geschichte und Kultur. Sprachwissenschaft. Angewandte Kulturwissenschaft weiters werden Kunst- und kulturwissenschaftliche Studien angeboten.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterführende Ausbildungen bestehen vor allem in Form von Kursen, Lehrgängen und Masterprogrammen, z.B. Orientalistik, Kulturmanagement, Altertumswissenschaften, Classica et Orientalia, Angewandte Kulturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Lehrgang Kultur und Organisation, Philosophien und Religionen Asiens.

Für Tätigkeiten bei Forschungsprojekten sind z.B. häufig Zusatzkenntnisse im Projektmanagement nötig.

Auslandsaufenthalte sollten bereits während des Studiums stattfinden! Feldstudien sowie die Teilnahme an Fachkongressen und Workshops bieten ebenso die Möglichkeit, Kenntnisse zu erweitern und sich über neueste Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.

Berufliche Möglichkeiten bestehen im Verlagswesen, im Wissenschafts-, Kultur- und Bildungsmanagement sowie in der Kulturpolitik.

Akademische Berufsfelder im Bereich Byzantinistik und Neogräzistik eröffnen sich in allen Bereichen, die mit Kulturvermittlung zusammenhängen bzw. in denen spezifische Länderkompetenz, Regionalkompetenz sowie Sprachkompetenz (Griechenland, Ostmittelmeerraum sowie Griechisch als Fachsprache und als eine der EU-Sprachen) erforderlich sind.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Sprachen (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Philologisch-kulturkundliche Studienrichtungen
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