RomanistIn

Berufsbereiche: Wissenschaft, Bildung, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.780,- bis € 2.960,- *
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Romanistik ist der Überbegriff für die Wissenschaften von den romanischen Sprachen. RomanistInnen beschäftigen sich mit romanischen Sprachen, Literaturen und Kulturen der entsprechenden Länder.

Zu den romanischen Sprachen zählen all jene, die nach dem Niedergang des Römischen Reiches aus dem Lateinischen entstanden sind. Die meistgesprochenen davon sind Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Katalanisch und Rumänisch, daneben auch die Sprachen Mittel- und Südamerikas. Mit einer sprachbezogenen Ausbildung können RomanistInnen in unterschiedlichen Projekten mitwirken, z.B.

  • Bei wissenschaftlichen Forschungsprojekten mitarbeiten
  • Dokumente für Archive sammeln
  • Alte Handschriften und Dokumente (z.B. Verträge) übersetzen
  • Kommunikation in Import- und Exportabteilungen
  • Übersetzungen (Produktbeschreibungen, Reiseführer) korrekturlesen
  • Interviews für TV-Beiträge führen
  • Socia Media-Texte gestalten
  • Kulturveranstaltungen und Ausflüge organisieren
  • Freude an der Sprache und Kultur
  • Grundlegende interkulturelle Kompetenz
  • Gutes Hör- und Sprechvermögen: Ein phonetisches Gehör ist von Vorteil, weil man verschiedene Laute gut unterscheiden muss
  • Gute Allgemeinbildung
  • Analytisches Denkvermögen

RomanistInnen sprechen zwei oder mehrere Sprachen und kennen die jeweilige Kultur (absolvierte Auslandsaufenthalte). Aufgabenfelder bestehen dort, wo spezifische Länderkompetenz, Regionalkompetenz oder wo eine romanische Sprache als Fach- oder Wirtschaftssprache erforderlich ist, z.B.

  • Institutionen der Sozial- und Integrationsarbeit
  • Nationale und internationale Organisationen, z.B. Entwicklungszusammenarbeit
  • Kulturinstitutionen
  • Medienarbeit (Verlage, Nachrichtenagenturen, Journalismus)
  • Tourismus
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Verwaltung
  • Bibliotheken, Archive, Museen

Berufliche Aussichten bestehen zum Teil im Rahmen von internationalen politischen Veranstaltungen und Konferenzen, auch als ÜbersetzerIn (z.B. Fachtexte, Gebrauchsanweisungen, Arzneimittel-Beipackzettel) oder DolmetscherIn - etwa vor Gericht, bei Behörden, politischen Organisationen oder Radio und TV-Anstalten. Um in diesen Bereichen besser Fuß fassen zu können, empfehlen sich einschlägige Zertifikate und Abschlüsse.

Workshops und detaillierte Informationen bietet auch die UNIVERSITAS Austria - Berufsverband für Dolmetschen und Übersetzen, URL: www.universitas.org.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Philologe/Philologin", dem der Beruf "RomanistIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Universitäten Wien, Salzburg und Graz bieten entsprechende Bachelor- und Masterstudiengänge. Im Bachelorstudium erlernen Studierende zwei Sprachen (eine Schwerpunktsprache sowie Grundkenntnisse in einer zweiten romanischen Sprache).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Postgraduale Programme ermöglichen den Erwerb fachübergreifender, berufsbezogener und ergänzender Zusatzqualifikationen. Besonders gefragt sind digitale Kompetenzen sowie Zusatzqualifikationen im Bereich Organisation und Moderation.

Es gibt ein vielfältiges Angebot an Lehrgängen, Masterprogrammen und Zertifikatskursen, z.B.

  • Online-Kommunikation
  • Gestalten von Werbemitteln und Newsletter
  • Medienauswertung, Lexikografie
  • Kongress- und Konferenzmanagement
  • Sprach- und Kulturmittlung (Translation): Übersetzen, Dolmetschen
  • Spracherkennung/Computerlinguistik
  • Literarische Übersetzung: Filmsynchronisation und Untertitelung
  • Gerichtsdolmetschen

 

Auslandsaufenthalte sollten bereits während des Studiums stattfinden! Feldstudien sowie die Teilnahme an Fachkongressen und Workshops bieten ebenso die Möglichkeit, Kenntnisse zu erweitern und sich über neueste Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.

Engagierte Fachleute können beratend, leitend oder auf selbstständiger Basis für entsprechende Abteilungen und Organisationen tätig sein. Je nach weiterer Befähigung können sie im Kulturtourismus, als FremdenführerIn oder ReiseleiterIn srbeiten (Infos bietet die WKO) oder in der Politikberatung und Koordinierung bei spezifischen Fragestellungen.

Eine Tätigkeit im gehobenen auswärtigen Dienst kann ebenso angestrebt werden; über die Aufnahmevoraussetzungen informiert die Website des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten: BMEIA.

In leitender Position oder freiberuflich können sie publizistische, administrative und organisatorische Tätigkeiten übernehmen, Veranstaltungen moderieren oder Interviews koordinieren. Ebenso bietet der Bereich Fundraising oder Marketing (Social Media RedakteurIn, Communications ManagerIn, ÜbersetzerIn) berufliche Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten.

Für eine selbstständige Tätigkeit, z.B. als UnternehmensberaterIn, bestehen gesetzliche Regelungen. Infos zur selbstständigen Berufsausübung im Rahmen eines Gewerbes bietet z.B. die Wirtschaftskammer Österreich WKO.

Die aktuelle bundeseinheitliche Liste der freien Gewerbe sowie die Liste der reglementierten Gewerbe ist jeweils auf der Website des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) abrufbar.

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