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GermanistIn

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.780,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: sinkend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Germanisten und Germanistinnen beschäftigen sich mit den verschiedenen Erscheinungsformen der deutschen Sprache in der Literatur und im Alltag. Dazu erschließen das sprachliche, literarische und kulturelle Profil des deutschsprachigen Kulturraumes.

Sie untersuchen deutschsprachige Schriften bzw. Texte mittels linguistischer und philologischer Methoden (z.B.Textklassifikation). Darüber hinaus analysieren sie die verschiedenen Literaturgattungen im Hinblick auf historische Entwicklungen oder auf aktuelle Fragestellungen.

Die Ergebnisse der Forschungen werden in Form von Aufsätzen in einschlägigen wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht. Sie werden auch vor wissenschaftlichen Gremien präsentiert oder im Rahmen von Lehrtätigkeiten an Universitäten verwendet.

GermanistInnen können in Import- und Exportabteilungen oder im internationalen Marketing tätig sein.

Siehe auch die Berufe SprachwissenschaftlerIn, GerichtsdolmetscherIn und MedienlinguistIn.

  • Freude an der Sprache und Kultur
  • Grundlegende interkulturelle Kompetenz
  • Gutes Hör- und Sprechvermögen: Ein phonetisches Gehör ist von Vorteil, um verschiedene Laute gut zu unterscheiden
  • Gute Allgemeinbildung
  • Analytisches Denkvermögen

Als Kommunikationsprofis sprechen Germanistin mindestens zwei Sprachen. Aufgabenfelder bestehen zu Teil an Universitäten oder Forschungsinstituten, in Linguistikinstituten, in der Softwareindustrie und in computerlinguistische Forschungslabors, im Verlagswesen, in öffentlichen Bildungs- und Kulturinstitutionen.

Es eröffnen sich - je nach Qualifikation im Schwerpunktbereich - verschiedene Möglichkeiten:

  • Gesprächsberatung, Kommunikationstraining: Rhetorik, Public Relations
  • Textproduktion in Unternehmen: Werbung, Marketing Social Media
  • Bibliothekswesen: Analyse historischer Texte
  • Literatur- und Kulturmanagement: Ausstellungen, Literaturhäuser, Kulturreisen
  • Translatorische und transkulturelle Tätigkeiten: z.B. Tourismus, kommunale Einrichtungen
  • Sprachtraining: Deutsch als Fremdsprache
  • Computerlinguistik: Entwicklung von sprachbezogener Software, Digitalisierung von Texten

Fachleute können - je nach Qualifikation und Interesse - eine Karriere im Bereich Lehre und Forschung anstreben. Sie können in der Bildungspolitik oder forschend und lehrend im Medienbereich und in der unternehmensbezogenen Kommunikation.

Unternehmensbezogene Kommunikation wird von Unternehmen mit KundInnen, MitarbeiterInnen, Stakeholdern oder anderen Zielgruppen geführt. Aufgaben bestehen darin, Informationen zu transportieren, das Unternehmen von anderen abzugrenzen und ihm zu einer eigenständigen Unternehmensidentität (Corporate Identity) zu verhelfen.

Zum Teil ergeben sich Möglichkeiten zu Forschungs-, Führungs- und eigenverantwortlichen Projekttätigkeiten. Forschungsvorhaben bestehen in der Sprachheilkunde (klinische Linguistik), Computerlinguistik und Medienlinguistik. Aufträge bestehen auch in der öffentlichen Verwaltung oder im diplomatischen Dienst.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Philologe/Philologin", dem der Beruf "GermanistIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Universitäen bieten verschiedene Studiengänge, z.B. Deutsche Philologie/Germanistik.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterführende Ausbildungen bestehen in Form von Kursen, Lehrgängen und Masterprogrammen, z.B. Linguistik/Sprachwissenschaft, Vergleichende Literaturwissenschaft, Lehrgang Kultur und Organisation, Angewandte Kulturwissenschaft, Historische Sprachwissenschaft (z.B. Syntax von Corpussprachen), Dolmetschen und Qualitätsmanagement.

Es existiert eine Menge an wissenschaftlicher Fachliteratur. Die Teilnahme an Kongressen ist ebenfalls zu empfehlen. Für Tätigkeiten bei Forschungsprojekten sind z.B. häufig Zusatzkenntnisse im Projektmanagement nötig. Auch Kenntnisse im Bereich Moderation und Übersetzen können sich als Vorteil erweisen.

Auslandsaufenthalte sollten bereits während des Studiums stattfinden! Feldstudien sowie die Teilnahme an Fachkongressen bieten ebenso die Möglichkeit, Kenntnisse zu erweitern und sich über neueste Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen etwa als ProjektleiterIn im Rahmen interessanter internationaler Forschungsprojekte. Forschungsprojekte bestehen in Bezug auf Systeme mit künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence) und dem Sprachverstehen im Rahmen der Mensch-Maschine-Kommunikation. Hier kann, je nach Interesse und Qualifikation, eine Position in einem Softwareunternehmen oder in einem Forschungsinstitut angestrebt werden.

Eine freiberufliche Tätigkeit kann z.B. als WissenschafterIn oder WissenschaftsjournalistIn ausgeübt werden. Es besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Berufsausübung im Rahmen eines Gewerbes (z.B. Unternehmensberatung, Textproduktion für Marketing und Vertrieb, Ghostwriting).

Es gibt Reglementierte und Freie Gewerbe. Nähere Infos bietet die Website der Wirtschaftskammer Österreich: WKO. Die Bundeseinheitliche Liste der freien Gewerbe beim Bundesministerium für Diigitalisierung und Wirtschaftsstandort: BMDW.

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