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LehrerIn (Geisteswissenschaftliche Unterrichtsfächer)

Berufsbereiche: Soziales, Kinderpädagogik und Bildung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

LehrerInnen der geisteswissenschaftlichen Fächer unterrichten SchülerInnen in Fächern der Wissenschaften, welche die Ordnungen des Lebens in Staat, Gesellschaft, Recht, Sitte, Erziehung, Wirtschaft, Technik und die Deutungen der Welt in Sprache, Mythos, Kunst, Religion, Philosophie und Wissenschaft zum Gegenstand haben: Philosophie, Psychologie, Geschichte, Sozialkunde, Politische Bildung, Religion, Literatur, Kunst, Sprachen und Sprachwissenschaften (z.B. Linguistik, Kommunikationswissenschaft).

Es geht um das das qualitative Verstehen von Gedankengebäuden ( im Gegensatz zu den Naturwissenschaften, die natürliche Vorgänge mit quantitativen Methoden empirisch untersucht).

Sie lehren die grundlegenden Inhalte der jeweiligen Fachgebiete (z.B. Englisch, Kunstgeschichte). Sie motivieren, fördern und unterstützen die Jugendlichen entsprechend ihren Fähigkeiten und Talenten.

Bereitschaft und Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit fachlichen und damit verbundenen gesellschaftsrelevanten Fragen und Problemen, psychische Stabilität, Fitness, Fähigkeit andere zu Motivieren, didaktisches und pädagogisches Interesse und Know-how, soziale Kompetenzen (Konfliktlösungsfähigkeit), Frustrationstoleranz, tlw. Sensibilität für berufliche Integrations-aufgaben.

Das Erreichen eines Masterabschlusses ist für neu eintretende Lehrkräfte künftig Voraussetzung für eine Fixanstellung. Die Website des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung - BMBWF stellt eine Broschüre zum neuen Dienst- und Besoldungsrecht für neu eintretende Lehrer/innen bereit.

Die Beschäftigungssituation ist je nach Unterrichtsfach regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. Im Rahmen der Neuen Mittelschule soll ein Teil des Unterrichtes durch zwei LehrerInnen erfolgen, die dabei im Team zusammen arbeiten. Dabei sollten HauptschullehrerInnen durch LehrerInnen aus dem AHS- bzw. BHS-Bereich unterstützt werden. Hierdurch kommt es zu einem erhöhten Bedarf an LehrerInnen aus diesen Bereichen. Zu einem sehr geringen Teil bestehen Beschäftigungsmöglichkeiten bei den Schulräten der Länder.

Mit der entsprechenden Ausbildung (Sonderpädagogik, Inklusive Bildung) können Lehrkräfte unterrichtend und beratend (z.B. Geistigbehindertenpädagogik, Lernbehindertenpädagogik, Körperbehindertenpädagogik) tätig sein. Im Bereich der Sprachförderung arbeiten Lehrkräfte im Bereich Integrationspädagogik in der Betreuung von Flüchtlingskindern und Jugendlichen.

Aufgrund der Gesetzesnovelle zur Lehramtsausbildung aus dem Jahr 2015, besteht eine Tendenz, die Studienangebote mehr nachfrageorientiert zu gestalten. In den nächsten Jahren ist im Pflichtschulbereich aufgrund bevorstehender zahlreicher Pensionierungen mit relativ guten Jobchancen zu rechnen. Nähere Infos bietet die Website des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung - BMBWF.

Grundsätzlich wird empfohlen, sich rechtzeitig bei den jeweiligen Landesschulräten der einzelnen Bundesländer bzw. beim Stadtschulrat in Wien sich über die konkreten Berufsaussichten zu informieren.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "LehrerIn für die Sekundarstufe Allgemeinbildung", dem der Beruf "LehrerIn (Geisteswissenschaftliche Unterrichtsfächer)" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Pädagogische Hochschulen und Universitäten bieten Ausbildungsangebote. Lehramtsstudien sind grundsätzlich als Bachelorstudium mit einem aufbauenden Masterstudium konzipiert.

Seit Herbst 2017 erwerben alle neu einsteigenden Lehrpersonen standardisierte digitale Kompetenzen, welche in einem Kompetenzcheck (digi.check) am Beginn der Berufseinstiegsphase nachgewiesen werden.

Nähere Infos zur neuen Lehramtsausbildung bietet die Website des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung - BMBWF.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Pädagogische Hochschulen und Universitäten bieten Fort- und Weiterbildungsangebote sowie Angebote zur Nachqualifizierung, URL: https://nachqualifizierung.at.

Es besteht die Möglichkeit, ein oder mehrere Erweiterungsstudien zu absolvieren, mit denen ein bereits absolviertes Studium um zusätzliche Kompetenzen erweitert werden kann. Nähere Infos bietet z.B. die Website des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf bmbwf.gv.at.

Im Pflichtschulbereich bieten Pädagogische Hochschulen, Pädagogische Institute und auch Universitäten zahlreiche Zusatzqualifikationen und -ausbildungen an (z.B. Montessoripädagogik, individuelles Lesen- und Schreiben Lernen, Turnlehrer/in, Englischlehrer/in, Schwerpunkt bildnerisches Gestalten). Die Ausbildung zum/zur Sprachheillehrer/in ist ebenfalls möglich.

Pädagoginnen/Pädagogen können eine Position als Schulleiterin/Schulleiter anstreben. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, einen beruflichen Wechsel zur Bundes- und Landesschulbehörde anzustreben. Sie können bei der Gestaltung von Lehrmitteln mitwirken oder Gutachtertätigkeiten für Lehrmittel (z.B. Schulbücher) durchführen. Darüber hinaus können sie - je nach Interesse und Qualifikation - in Wissenschaft und Forschung tätig sein.

Grundsätzlich bestehen berufliche Entwicklungsmöglichkeiten in den Bereichen Bildungspolitik, Bildungsverwaltung und Sozialmanagement. Der gesamte Aus- und Weiterbildungsbereich (inkl. Erwachsenenbildung und Freizeitpädagogik) bietet ebenfalls berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Sonderschulpädagoginnen/Sonderschulpädagogen können sonderpädagogische Gutachten erstellen und entsprechend beratend tätig sein.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehramt an höheren Schulen (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
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