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SystemtheoretikerIn

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.360,- bis € 3.170,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

SystemtheoretikerInnen beschäftigen sich mit der Erforschung und Beschreibung aller Arten von Systemen. Als Systeme werden z.B. Nationalstaaten, Gesellschaften, Religionen sowie biologische und technische Einheiten betrachtet.

SystemtheoretikerInnen versuchen Erklärungen für das Entstehen, der Entwicklung sowie für Funktionen und Strukturen von Systemen zu finden.

Typische Forschungsfragen beziehen sich z.B auf: die historische Entstehung von Systemen sowie deren Funktion und Nützlichkeit. Die Kosten von Systemen für ihre Systemmitglieder und -teilnehmenden. Die Konkurrenz von Systemen. Die Entwicklung und Anpassung von Systemen an geänderte Umweltbedingungen.

Ansätze und Erklärungen der Systemwissenschaften werden in vielen Wissenschaftsdisziplinen verwendet. So können systemwissenschaftliche Ansätze bei der Untersuchung volkswirtschaftlicher Fragestellungen, technischer Regelkreissysteme, in der Medizin und der Ökologie hinzugezogen werden.

Siehe auch die Berufe ÖkosystemwissenschaftlerIn, Human- und SozialökologIn, AutomatisierungstechnikerIn oder KybernetikerIn (Regelkreistechnik).

Naturwissenschaftlich-mathematisches Verständnis für die Anwendung systemanalytischer und mathematischer Methoden; Fitness und Ausdauer für Übernachtungen und Beobachtungen im freien Feld.

Da die Arbeit von SystemwissenschafterInnen so gut wie ausschließlich im universitär-wissenschaftlichen Bereich sowie an wissenschaftlichen Forschungsstellen stattfindet, erfordern Berufe in diesem Bereich Fähigkeiten und Fertigkeiten des Wissenschaftsbetriebs:

Analytisches Denkvermögen, Kommunikations- und Verhandlungskompetenz, und interdisziplinäres Denken*. Die Befähigung zum Denken über Grenzen hinweg ist von besonderer Bedeutung.

 

*interdisziplinär bedeutet, dass man sich nicht nur in einem einzigen Fachgebiet befassen muss, sondern ein übergreifendes Verständnis für angrenzende Wissensgebiete hat (z.B. Informationstechnologie, Kommunikation, Psychologie, Kybernetik).

Aufgabenfelder in diesem Bereich bestehen so gut wie ausschließlich bei wissenschaftlichen Einrichtungen und Forschungsstellen.

Da die Forschung im Bereich der Systemwissenschaften aber auch Auswirkungen bzw. Anwendungen in der Automatisierungs- und Regelungstechnik, Informatik, Wirtschaftsmathematik und andere mehr hat, stehen – vorausgesetzt einer Spezialisierung auf diese Bereiche – auch andere Berufsfelder offen.

Aussichten bestehen unter anderem in der Markt- und Meinungsforschung. In Österreich ist das ein freies (unreglementiertes) Gewerbe. Die Bundeseinheitliche Liste der freien Gewerbe ist bei der WKO oder beim Bundesministerium BMDW abrufbar.

SystemtheoretikerInnen betrachten zunehmend soziale Systeme. Das sind im Grunde durch Menschen geschaffene Zusammenkünfte von Handlungen und Strukturen. Diese können, wenn sie Ziel und Zweck und somit ihren Sinn verfehlen, jederzeit wieder aufgelöst oder neu gestaltet werden.

An Universitäten, Forschungsinstituten, Wirtschaftsunternehmen sowie im Rahmen entwicklungspolitischer Projekte sind SystemtheoretikerInnen auch als qualifizierte BeraterInnen gefragt.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "InformatikerIn", dem der Beruf "SystemtheoretikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Es gibt derzeit noch kein einschlägiges Studium in diesem Wissenschaftsbereich (Stand: 2019).

Systemtheorie ist als Fach der verschiedener Studienrichtungen, wie z.B. Geografie, Geografie und Regionalforschung, Soziale Abeit, Technische Mathematik, Automatisierungtechnik enthalten.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten - je nach spezifischem Themenfeld - Seminare, Lehrgänge und Masterprogramme wie z.B Politische Bildung, Sozialwissenschaften, Ökologie, Recyclingtechnik und Abfallwirtschaft, Bildungswissenschaften, Rettungswesen oder Kriminologie. oder das interdisziplinäre Europastudium EURAS, Peace and Conflict Studies.

AbsolventInnen können - nach mehrjähriger Berufserfahrung und Qualifikation- auf selbstständiger Basis beratend tätig sein:

Sie können Programme und Organisationsformen von Interessenvertretungen untersuchen, Parteien und gesellschaftlichen Bewegungen beraten, bei Beziehungen zwischen Regierungsinstitutionen und gesellschaftlichen Gruppen vermittelnd mitwirken. Zudem können sie Inhalt und Ablauf von Entscheidungsprozessen analysieren und entsprechende Studien durchführen.

Sie können soziale Ursachen internationaler Konflikte erforschen. Zudem können sie die Funktion im Rahmen internationaler Organisationen anstreben um die Auswirkungen von Entwicklungshilfemaßnahmen zu bewerten und PolitikerInnen beraten.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
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