Ausbildungsform auswählen

VolkswirtIn

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.420,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Volkswirtschaft umfasst die Wirtschaftsprozesse aller Wirtschaftssubjekte die miteinander in wirtschaftlichen Beziehungen stehen. Dazu gehören Unternehmen, der Staat sowie private Haushalte.

VolkswirtInnen versuchen, die Gesetzmässigkeiten des wirtschaftlichen Geschehens in Staaten sowie in zwischenstaatlichen und globalen Wirtschaftsbeziehungen zu erklären. Sie erstellen Analysen um Prognosen über gesamtwirtschaftliche Entwicklungen und mögliche Probleme zu treffen.

Zu diesem Zweck erheben sie Daten wie etwa Gesundheitsdaten, Bildungsdaten, Daten zum Bevölkerungswachstum und zum Verbrauch von Gütern. Sie bilden die Daten in Modellen und mathematischen Formeln ab. Daraus leiten sie entsprechende Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger, z.B. aus Politik, Wirtschaft, Bildungs- und Gesundheitswesen ab.

Zudem befassen sie sich mit Analysen des Wirtschaftskreislaufes und makroökonomischen Theorien. Sie analysieren und bewerten das Verhalten und die Gesamtheit aller Tätigkeiten privater und öffentlicher Akteure. Dabei betrachten sie auch Aus- und Wechselwirkungen, z.B. der Wirtschafts-, Gesellschafts- und Rechtsordnung. Zusätzlich berücksichtigen sie soziale und ökonomische Veränderungsprozesse.

Im Fokus stehen dabei volkswirtschaftliche Fragen. Diese betreffen z.B. die natürliche Ausstattung des Wirtschaftsraumes (Klima, Bodenschätze), die Verteilung knapper Ressourcen, den erreichten Entwicklungsstand und den Grad des Austausches mit anderen Staaten. Ein Messfaktor für die Volkswirtschaft ist das Bruttoinlandsprodukt*.

In der Volkswirtschaftstheorie erarbeiten VolkswirtInnen Aussagen über den Ablauf und das Funktionieren wirtschaftlicher Prozesse. Sie zeigen Beziehungen zwischen bestimmten wirtschaftlichen Größen auf und entwerfen Modelle ökonomischer Prozesse. So können sie wirtschaftliche Zusammenhänge in vereinfachter Form darstellen und simulieren.

Siehe auch die Berufe UnternehmensberaterIn und EntwicklungsökonomIn.


*Bruttoinlandsprodukt (BIP): Gesamtwert aller Güter (Waren und Dienstleistungen), die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden.

Volkswirtschaft umfasst die Wirtschaftsprozesse aller Wirtschaftssubjekte die miteinander in wirtschaftlichen Beziehungen stehen. Dazu gehören Unternehmen, der Staat sowie private Haushalte.

VolkswirtInnen versuchen, die Gesetzmässigkeiten des wirtschaftlichen Geschehens in Staaten sowie in zwischenstaatlichen und globalen Wirtschaftsbeziehungen zu erklären. Sie erstellen Analysen um Prognosen über gesamtwirtschaftliche Entwicklungen und mögliche Probleme zu treffen.

Zu diesem Zweck erheben sie Daten wie etwa Gesundheitsdaten, Bildungsdaten, Daten zum Bevölkerungswachstum und zum Verbrauch von Gütern. Sie bilden die Daten in Modellen und mathematischen Formeln ab. Daraus leiten sie entsprechende Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger, z.B. aus Politik, Wirtschaft, Bildungs- und Gesundheitswesen ab.

Zudem befassen sie sich mit Analysen des Wirtschaftskreislaufes und makroökonomischen Theorien. Sie analysieren und bewerten das Verhalten und die Gesamtheit aller Tätigkeiten privater und öffentlicher Akteure. Dabei betrachten sie auch Aus- und Wechselwirkungen, z.B. der Wirtschafts-, Gesellschafts- und Rechtsordnung. Zusätzlich berücksichtigen sie soziale und ökonomische Veränderungsprozesse.

Im Fokus stehen dabei volkswirtschaftliche Fragen. Diese betreffen z.B. die natürliche Ausstattung des Wirtschaftsraumes (Klima, Bodenschätze), die Verteilung knapper Ressourcen, den erreichten Entwicklungsstand und den Grad des Austausches mit anderen Staaten. Ein Messfaktor für die Volkswirtschaft ist das Bruttoinlandsprodukt*.

In der Volkswirtschaftstheorie erarbeiten VolkswirtInnen Aussagen über den Ablauf und das Funktionieren wirtschaftlicher Prozesse. Sie zeigen Beziehungen zwischen bestimmten wirtschaftlichen Größen auf und entwerfen Modelle ökonomischer Prozesse. So können sie wirtschaftliche Zusammenhänge in vereinfachter Form darstellen und simulieren.

Siehe auch die Berufe UnternehmensberaterIn und EntwicklungsökonomIn.


*Bruttoinlandsprodukt (BIP): Gesamtwert aller Güt ...

Wichtig ist Interesse und Freude an Mathematik, Statistik und Ökonometrie (für verschiedene Fragestellungen, z.B Wie sinkt die Nachfrage nach Öl, wenn der Preis steigt? Von welchen Größen hängt die Nachfrage nach Öl ab?)

  • Analytische Fähigkeiten (z.B. Abstraktion, Deduktion)
  • Kommunikationsgeschick
  • Kooperation in Teamarbeit
  • Gutes Auftreten

 

Im Beruf ist manchmal Führungskompetenz erforderlich sowie ausgezeichnete Englischkenntnisse.

VolkswirtInnen arbeiten z.B. bei Marktforschungsgesellschaften, Kammern, Interessenverbänden, Regulierungsbehörden oder internationalen Organisationen, ökonomischen Forschungsinstituten sowie in Stabstellen von Finanzinstituten und großen Unternehmungen.

Tätigkeitfelder bieten sich im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit in Politik und Wirtschaft, in der Politikberatung (Energie-, Umwelt- und Verkehrspolitik, Regional- und Gesundheitspolitik) sowie in der Unternehmensberatung, im Bereich Tourismus-, Kulturmanagement und Bildung. Weitere Aufgabenfelder sind die einzelnen Teilbereiche der Volkswirtschaft, wie z.B. Ordnungs- und Wettbewerbspolitik. Zudem arbeiten sie manchmal als wissenschaftlicheR MitarbeiterIn an einer Universität.

VolkswirtInnen sind häufig auch in den Zentralen von Banken beschäftigt oder spezialisieren sich auf die Versicherungswirtschaft. Sie beschäftigen sich mit dem sich wandelnden Verhältnis von Arbeit, Gütern und Geld. Sie führen Konjunktur-, Struktur- und Branchenanalysen durch, beobachten Wirtschaftsvorgänge und werten gesamtwirtschaftliche Entwicklungen aus.

Im Öffentlichen Dienst beschäftigen sie sich unter anderem mit Arbeitsmarktpolitik, regionaler und sektoraler Wirtschaftspolitik, Struktur- und Infrastrukturpolitik, Finanz-, Steuer- und Sozialpolitik, Außenhandelspolitik, dem internationalen Geld- und Kapitalverkehr sowie der Entwicklungspolitik.

In Kammern und bei anderen Interessenvertretungen untersuchen VolkswirtInnen z.B. die wirtschaftliche Situation bestimmter Berufsgruppen oder Branchen, aber auch die Absatzchancen bestimmter Produkte.

Stellenausschreibungen werden zwar meistens für BetriebswirtInnen, SozialwissenschaftlerInnen ausgeschrieben; die Stellenprofile decken sich häufig mit denen der VolkswirtInnen mit betriebswirtschaftlichem Know-how.

Karrieremöglichkeiten bestehen grundsätzlich dort, wo es um die Lösung von Problemstellungen bzw. volkswirtschaftlichen Fragestellungen geht, z.B. ist Umweltschutz mit Wirtschaftswachstum vereinbar? Kann durch Steuersenkungen die Arbeitslosigkeit verringert werden? Kann durch eine Lockerung der Ladenschlusszeiten insgesamt mehr verkauft werden? (vgl: studentpoint.univie.ac.at, Volkswirtschaftslehre-Studienziel).

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "WirtschaftswissenschafterIn", dem der Beruf "VolkswirtIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Basisausbildung muss entsprechende ökonomische Kenntnisse sowie mathematische und statistische Methoden zur Analyse und Beurteilung wirtschaftspolitischer Themen vermitteln.

Zum Qualifizierungs-Profil zählen Kenntnisse in den Grundlagenfächern Mikro- und Makroökonomik, internationale Wirtschaft, Ökonomik des öffentlichen Sektors, Wachstumsökonomik, Verteilungspolitik sowie der Umgang mit Datenbanken.

Es gibt den einschlägigen Studiengang "Volkswirtschaft". Zudem gibt es Studiengänge aus dem Bereich Mathematik oder Statistik mit volkswirtschaftlicher Ausrichtung.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Für AbsolventInnen besteht z.B. die Möglichkeit, im In- oder Ausland ein Post-Graduate-Studium zu absolvieren. Es werden vertiefende oder weiterführende Masterstudien, Kurse und Lehrgänge angeboten. Masterprogramme sind z.B. "Internationale Wirtschaftsbeziehungen" oder "Recht und Wirtschaft". Wichtig sind auch die Bereiche Energiewirtschaft, Datenbankmanagement-Systeme, Datenanalyse und Input-Output-Analysen.

Für die gesamtheitliche Bearbeitung bestimmter Fragestellungen der Volkswirtschaft ist die Erstellung von Marktanalysen, die Berherrschung von Prognosetools und die Analyse von makroökonomischen Aspekten z.B. der Energiepolitik wichtig. Häufig geht es um Fragen aus dem Energie- und Mobilitätsbereich und um Klima-, Energie- und Verkehrspolitik.

Der Besuch von Fachtagungen, internationalen Konferenzen sowie die Lektüre von Fachzeitschriften ist vorteilhaft um auf dem aktuellen Stand der Forschung zu bleiben.

Bei betriebswirtschaftlich ausgerichteten Arbeitsplätzen sind Spezialkenntnisse im Bereich Steuern, Rechnungslegung empfehlenswert, in jedem Fall Kenntnisse im Umgang mit Statistik-Software.

Engagierte VolkswirtInnen können Leitungs- Management- und Entscheidungsfunktionen im privaten oder öffentlichen Bereich übernehmen. Zudem können sie als VerwaltungsleiterIn oder ReferentIn in einem Ministerium oder einem Krankenhaus tätig sein.

Als SacharbeiterIn können sie in einer Unternehmensberatungsfirma tätig sein. Die selbstständige Ausübung des Berufs im Bereich Unternehmensberatung bzw. Unternehmensorganisation gehört zum sogenannten reglementierten Gewerbe und ist an gesetzlich geregelte Voraussetzungen gebunden. Siehe die aktuelle Unternehmensberatungs-Verodnung im österreichischen Rechtsinformationssystem - RIS.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Diese Berufe könnten Sie auch interessieren ...
Weitere Berufe aus dem Bereich "Wissenschaft, Forschung und Entwicklung" anzeigen