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SozialwirtIn

Berufsbereiche: Soziales, Kinderpädagogik und Bildung / Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

SozialwirtInnen erfüllen im Grunde (Sozial)Managementaufgaben im Schnittstellenbereich zwischen dem gesellschaftspolitischen und dem wirtschaftlichen Bereich.

Aufgaben liegen sowohl in der Forschung als auch in der praktischen Arbeit, z.B. im Öffentlichen Dienst, in Institutionen der Erwachsenenbildung oder in Non-Profit-Organisationen. Aufgabengebiete und Tätigkeiten sind z.B.

  • Bildungsberatung
  • Erwachsenenbildung
  • Gebietsbetreuung
  • Förderungsprogramme und Stiftungen: z.B. für Personen in wirtschaftlichen Krisenregionen
  • Sozialprojekte: z.B. Berufsbildungsveranstaltungen für Langzeitarbeitslose Ausbildungsprojekte
  • Kurse zu Verhaltens- und Bewerbungstraining
  • Kurse zu Beschäftigungs- und lntegrationsprojekte für Nichtsesshafte, also wohnungslose Personen
  • Mitarbeit am innerbetrieblichen Personal- und Schulungswesen
  • Mitarbeit an der politischen Willensbildung in Interessenvertretungen
  • u.v.a.

 

Siehe auch die Berufe SozialarbeiterIn, Human- und Sozialökolog(e)in und SozialarbeitswissenschafterIn, JuristIn (Arbeits- und Sozialrecht).

Analytisches Denkvermögen, Fähigkeit, andere zu motivieren, gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen, Kommunikationsgeschick, gute Beobachtungsgabe, Problemlösungsfähigkeit, selbstständige Arbeitsweise.

Im Beruf ist der Umgang mit Statistik-Software nötig. SozialwirtInnen sollten zudem die Fähigkeit besitzen, ihre Arbeit in einem gesellschaftspolitischen Zusammenhang stellen zu können (z.B. sich mit Hintergründen von Problemen auseinanderzusetzen)

Arbeitsmöglichkeiten bestehen in allen leitenden Funktionen in sozialen, medizinischen, pädagogischen Betrieben, Institutionen und Vereinen, bei Interessenvertretungen, Parteien, Non-Government-Organisationen oder kirchlichen Organisationen.

In der Privatwirtschaft bieten insbesondere das innerbetriebliche Personal- und Schulungswesen Beschäftigungschancen. Weiters bestehen berufliche Möglichkeiten als ReferentInnen bzw. SachbearbeiterInnen bei Bund, Ländern und Gemeinden, z.B. im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich. Zum Teil bieten sich auch in Personalabteilungen von Wirtschaftsunternehmen Beschäftigungsmöglichkeiten.

Quantitative und qualitative Untersuchungen zeigen, dass sowohl in privaten Einrichtungen als auch in öffentlichen Institutionen Bedarf an hochqualifizierten Fachleute im Sozialwesen gegeben ist.

Daneben lassen die gesellschaftlichen Auswirkungen neuer Lebensformen, einer veränderten Arbeitswelt, ökologischer und ökonomischer Krisen einen weiteren Anstieg des Bedarfes an sozialen Dienstleistungen erwarten. Fachleute können auch in Unternehmen im Bereich Arbeits- und Organisationsrecht tätig sein.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "WirtschaftswissenschafterIn", dem der Beruf "SozialwirtIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Von akademisch ausgebildeten SozialwirtInnen wird üblicherweise eine pädagogische oder sozialwissenschaftliche Erstausbildung mit Zusatzqualifikationen im Arbeitsbereich der Betriebswirtschaft, Verwaltungsorganisation und Personalführung erwartet.

Möglich ist auch eine Ausbildung als "Geprüfte Sozialwirtin" bzw. "Geprüfter Sozialwirt" oder als VerwaltungsmanagerIn in Kombination mit einen Studium:

Uni: Z.B. Sozialwirtschaft, Sozialökonomie, Volkswirtschaft und Sozioökonomie, Sozioökonomie, Socio-Ecological Economics and Policy, Geschichte/Sozialkunde/Politische Bildung, weiters: (Internationale) Betriebswirtschaft.

Privatuni: Z.B. Sozialwirtschaft (BA, MA), Sozialwirtschaft und soziale Arbeit,
weiters: International Business, Human Resource Management and Organizational Development.

FH: Z.B. Sozialmanagement, Nonprofit-, Sozial- & Gesundheitsmanagement, Soziale Arbeit - Entwickeln und Gestalten, Sozialpolitik, Sozialmanagement.

Aufbauende FH-Masterstudien:
Z.B. Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit, Soziale Arbeit, Sozialmanagement, Sozial- und Verwaltungsmanagement.

Universitäslehrgänge: "Beratung, Betreuung und Koordination in psychosozialen Einrichtungen", "Sozialpsychiatrie", "Sorgen und Entscheiden", "Suchtberatung und Prävention".

Lehrgänge und Kurse im Bereich Sozialmanagement bieten z.B. das bfi, WIFI und die Donau Uni Krems (MSc).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Für dieses Berufsfeld gibt es eine Reihe von Fort- und Weiterbildungsangeboten im Sozialmanagement und Krankenhausmanagement (z.B. Social Management, Arbeit und Nachhaltigkeit). Weiterbildungsmöglichkeiten bzw. -bedarf besteht unter Umständen auf den Gebieten Spezialrecht, Versicherungswesen, Non-Profit-Marketing und Ausschreibungen.

Für dieses Berufsfeld gibt es eine Reihe von Spezialisierungen und damit verbundener Perspektiven im Sozialmanagement und Krankenhausmanagement (z.B. Social Management, Arbeit und Nachhaltigkeit). Weiterbildungsmöglichkeiten bzw. -bedarf besteht unter Umständen auf den Gebieten Spezialrecht, Versicherungswesen, Non-Profit-Marketing und Ausschreibungen.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Sozialwirtschaft
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