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ManagerIn (Materialwirtschaft)

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht / Handel und Verkauf
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.280,- bis € 2.420,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Materialwirtschaft befasst sich mit den wirtschaftlichen und professionellen Einkauf von Materialien und Dienstleistungen. Die Aufgaben der Materialwirtschaft ergeben sich aus der Verknüpfung der Bereiche Beschaffung und Lagerung.

Materialwirtschaft ist auch unmittelbar mit den Bereichen Einkauf, Produktion, Verteilen und Entsorgen verbunden. Eine Reihe von Teilaufgaben ist zu lösen, wie z.B. Bedarfsermittlung, Disposition, Bestellmengenplanung, Wareneingangskontrolle und innerbetrieblicher Transport.

Die sog. integrierte Materialwirtschaft kann als ein Subsystem der Logistik bezeichnet werden. Ziel ist eine möglichst optimale zeit- und kostenoptimierte Bereitstellung der für die Produktion notwendigen Rohstoffe, Halbfertigwaren oder Fertigwaren.

MaterialwirtschafterInnen sind daher stark mit Supply-Chain Management befasst. Logistik, Produktion, externe Logistik, Marketing, Verkauf und Service sind Primäraktivitäten in der sog. Supply-Chain*. Zeit- und kostenoptimierte Abläufe gelten hier als wettbewerbsentscheidende Faktoren und entscheiden über den Erfolg des Unternehmens.

Siehe auch die Berufe BeschaffungsmanagerIn, Supply-Chain ManagerIn oder den Lehrberuf Betriebslogistikkaufmann/-frau

 

*Supply-Chain: Material- und Informationsflüsse, die zur Herstellung eines Produktes dienen. Die Supply-Chain umfasst den gesamten Wertschöpfungsprozess - von den RohstofflieferantInnen bis zu den EndkundInnen.

Betriebswirtschaftliches Interesse und gutes Zahlengefühl, gute Ausdrucksweise in Wort und Schrift, Verhandlungskompetenz, Organisationsgeschick, Umgang mit Analyse-Tools (Marktanalyse, Datenanalyse, Controlling).

Im Beruf sind sehr gute Branchenkenntnisse nötig (um die Vorgänge und Prozesse abbilden und verbessern zu können).

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten vor allem groß- und mittelständische Handels-, Produktions- und Fertigungsunternehmen, jedoch auch Hotellerie und Dienstleistungsunternehmen, Krankenhäuser, Kredit- und Bankinstitute sowie Telekommunikations- und IT-Dienstanbieter (z.B. Provider).

Materialwirtschaft und Supply-Chain-Management ist im Grunde auch immer Kundenbeziehungsmanagement (Relationship-Management) im Bereich Business to Business.

"Nicht Firmen, sondern Supply-Chains treten heute gegeneinader an. Die LieferantInnen müssen mitspielen, oder sie sind einfach nicht dabei" (Franz Staberhofer, FH-Professor am Logistikum in Steyr).

"Unterbrechungen in den Informations- und Kapitalversorgungsketten, neuen Verantwortlichkeiten und Haftungsrisiken in vertikalen Vorlieferanten- und Subunternehmer-Beziehungsketten: Das Supply-Chain-Management erlebt eine Risikosensibilisierung" (so Peter Klaus, Logistikprofessor an der Universität in Erlangen-Nürnberg).

Unternehmensnetzwerke müssen gegen Ausfälle wie etwa Embargos oder Konkurse ganzer Staaten abgesichert werden. SpezialistInnen für die Bildung robuster Organisations- und Netzwerkstrukturen - vor allem jene mit grundlegenden IT-Kompetenzen - sind hier gefordert und gefragt (Vgl. Zeitschrift Industriemagazin, Ausgabe April 2016).

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "LogistikerIn", dem der Beruf "ManagerIn (Materialwirtschaft)" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Das Fach Materialwirtschaft wird in den unterschiedlichen (technischen) Studienrichtungen als Modul oder Lehrveranstaltung geführt (z.B. Medizintechnik, Labortechnik, Bauwirtschaft, Logistik, Produktionstechnik).

Uni: Z.B. Supply Chain Management, Industrial Management and Business Administration, Internationale Betriebswirtschaft, Internationale Wirtschaftswissenschaften.

FH: Z.B. Logistik und Materialwirtschaft (FH-Joanneum), Produktion und Management (FH OÖ), International Industrial Management (FH Joanneum); weiters: Internationales Logistik-Management; Exportorientiertes Management; Marketing und Sales;

MBA-Programme: Z.B. Master of Business AdministrationStrategic Purchasing & Supply Chain Management - Infos bietet z.B. der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik in Österreich - BMÖ.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen in Form von betriebsinternen Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen, durch die Teilnahme an Kursen und Seminaren sowie in Form postgradualer Ausbildungsgänge bzw.

Lehrgänge: Z.B. Materialwirtschaft und Unternehmenslogistik, Logistik und Supply-Chain-Management (beide WIFI).

WIFI-Kurse: SAP MM - Material Management (Einkauf). Transportlösungen optimieren und Logistik-Kosten senken.

Relevant sind auch die Bereiche Wirtschaftsrecht und Entsorgungsmanagement sowie Umwelttechnik.

Für die Bildung robuster Organisations- und Netzwerkstrukturen sind grundlegende IT-Kompetenzen gefordert und gefragt (zur Absicherung der Unternehmensnetzwerke gegen Ausfälle und Angriffe).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
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