Ausbildungsform auswählen

MathematikerIn - Logik

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.420,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Die Mathematische Logik beschäftigt sich, ausgehend von der reinen Logik, schwerpunktmäßig mit der Grundlagenforschung in den Bereichen Mathematik und Informatik.

MathematikerInnen die auf formale Logik spezialisiert sind, untersuchen die formalen Gesetzmäßigkeiten des Denkens. Das Ziel besteht darin, die Gleichartigkeit von Gedankengängen in verschiedenen Wissenschaften aufzuzeigen und somit zur Rationalisierung von Forschungsarbeit beizutragen.

Die formale Logik wird maßgeblich in der Mathematik verwendet, daneben auch in den Naturwissenschaften. Als Teilgebiet der Philosophie überschneidet sich die Logik hier mit der Mathematik: Es wird versucht, erkenntnistheoretische Fragen mit Hilfe mathematischer Methoden zu erklären.

Die mathematische Logik beschäftigt sich häufig mit mathematischen Konzepten, die durch formale logische Systeme ausgedrückt werden. Die mathematische Logik teilt sich in mehrere Gebiete der Mathematik, z.B. in die Allgemeine Logik, Mengenlehre, Modelltheorie, Beweistheorie und die Rekursionstheorie. Am weitesten verbreitet sind Aussagenlogik und Prädikatenlogik.

Forschungsfelder liegen auf dem Gebiet der Sprachwissenschaften (Computerlinguistik, Sprachphilosophie), der Künstlichen Intelligenz, der Gehirn- und Bewusstseinsforschung (Kognitionswissenschaften). Beispiele für praxisorientierte Anwendungen: Datenbanken und Expertensysteme im Bereich Datensicherheit und Datenschutz (Muster- und Spracherkennung, Personenidentifikation, Kryptografie usw.).

Eine Einsatzmöglichkeit besteht im Rahmen der Fuzzy-Neuro-Technologien (lernfähige Systeme) die sich mit der Theorie unscharfer Mengen - der sogenannten "linguistischen Unsicherheit" - befassen. Dazu ein Beispiel: Der Ausdruck "große Steine" hat eine andere Bedeutung, wenn man sich in einem Juwelierladen befindet als wenn man sich in den Alpen befindet. Ein Mensch ist - im Unterschied zu einer Maschine - in der Lage, diesen Unterschied in der Bedeutung zu erkennen.

Siehe auch den Kernberuf MathematikerIn.

Neben allgemeinen Kenntnissen im wissenschaftlichen Arbeiten und einem logisch-analytischen Denkvermögen sollten MathematikerInnen über gute sprachliche Fähigkeiten (sowohl schriftlich wie mündlich) verfügen.

Je nach Anwendungsgebiet können Zusatzqualifikationen z.B. in wirtschaftlichen, technischen oder rechtlichen Sachgebieten Berufschancen eröffnen.

Im Bereich der angewandten Mathematik arbeiten MathematikerInnen im IT-Sektor sowie in allen Bereichen der Wirtschaft, Banken, Versicherung (z.B Ökonometrie, Planungsmathematik, Mathematische Prognoserechnung) und Bauwirtschaft (technische Berechnungen) und Technik wie z.B. Fahrzeug- und Flugzeugbau.

MathematikerInnen können - je nach Ausbildung (Lehramt) an höherbildenden Schulen tätig sein. MathematikerInnen arbeiten weiters in Lehre und Forschung an Universitäten und Fachhochschulen sowie an (internationalen) Forschungsinstituten.

Wissenschaftliche MitarbeiterInnen sind in verschiedenen Projekten gefragt:

Ein Thema ist das Gebiet der "Künstlichen Intelligenz" (z.B. Roboter) und deren Kommunikation (Netzwerke). Entwicklungen im Bereich der Assistiven Technologien und Roboter im Bereich Smart Homes und in der Pflege schreiten hier voran, ebenso in der biomedizinische Technik (Mustererkennung bei EKG-Daten). Infos über Projekte in Forschung und Entwicklung von AAL-Programmen (Active and Assisted Living) in der Pflege bietet z.B. die Website des bmvit.

Aufgabenfelder bestehen auch im IT-gestützten Katastrophenmanagement - etwa bei der Modellierung und Simulation humanitärer Logistikprozesse.

Berufsaussichten bestehen in verschiedenen Anwendungsbereichen. Im Bereich der Schnittstelle von Physik und Medizin werden - aufgrund der technologischen Entwicklung - in Zukunft MedizintechnikerInnen national und insbesondere international in der Entwicklung, Produktion und Zulassung, der Qualitätssicherung und im Produktmanagement sowie für die qualifizierte Beratung und den technischen Vertrieb eingesetzt.

Aufgrund der technologischen Entwicklung und Innovation sind auch zunehmend ForscherInnen gefragt, welche beide Domänen (Physik und Medizin) verbinden. Ein Thema ist das Gebiet der intelligenten Agenten (z.B. Roboter) und deren Kommunikation (Netzwerke).

Infos über aktuelle Forschungsschwerpunkte sowie eine Statistik über Forschungsgruppen bietet die Österreichische Physikalische Gesellschaft - PG.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "MathematikerIn", dem der Beruf "MathematikerIn - Logik" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Beispiele für Studiengänge im Bereich Mathmatik:

  • Mathematik
  • Allgemeine Mathematik
  • Computermathematik
  • Numerische Mathematik und Modellierung
  • Finanz- und Versicherungsmathematik
  • Industriemathematik
  • Statistik-Wirtschaftsmathematik
  • Technische Mathematik
  • Biomedical Engineering mit Schwerpunkt Mathematical & Computational Biology Mathematik in den Naturwissenschaften
Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Zusatzqualifikationen sollten etwa im Bereich IT-Technik erworben werden. Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten z.B. die Universitätslehrgänge "Mathematics for Industry" und "Angewandte Mustererkennung" oder das Masterstudium "Data Science".

Es kann auch eine (Zusatz)Qualifikation in Richtung Philosophie der beruflichen Entwicklung dienen:

Logik ist die Lehre von den Prinzipien des richtigen, also schlüssigen Denkens und Beweisführens. Ein Syllogismus (griechisch: das Zusammenzählen) ist ein logischer Schluss, der sich auf Voraussetzungen (Prämissen) stützt. Ein bekanntes Beispiel für einen Syllogismus bezieht sich auf den Philosophen Sokrates: Alle Menschen sind sterblich, Sokrates ist ein Mensch - die Schlussfolgerung lautet daher: Sokrates ist sterblich. 

Der Logiker, Mathematiker und Philosoph Gottlob Frege (1878) schuf durch die Verbesserung der Logik (moderne Logik) den Grundstein für die Erforschung der Grundlagen der Mathematik.

 

Bundesministerium für Bildung Wissenschaft und Forschung fördert bestimmte nationale und internationale Forschungsprojekte. In diesem Zusammenhang werden immer wieder Stellen (vor allem für wissenschaftliche MitarbeiterInnen) ausgeschrieben; Infolink: https://bmbwf.gv.at.

Der Bereich Forschungsrecht bietet ebenfalls Entwicklungsmöglichkeiten: Von den Gesetzen über Forschungsorganisation und Forschungs- und Technologieförderung bis hin zu Gentechnik-Gesetzen.

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Naturwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Mathematik, Computational Sciences (CS)
Diese Berufe könnten Sie auch interessieren ...
Weitere Berufe aus dem Bereich "Wissenschaft, Forschung und Entwicklung" anzeigen