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NanotechnikerIn

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.500,- bis € 3.170,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Nanotechnik ist ein Spezialbereich der Mikrotechnik mit starken Bezug zur Chemie. NanotechnikerInnen befassen sich mit Objekten, Prozessen und Phänomenen in extrem kleinen Maßstäben. Das griechische Wort nanos bedeutet Zwerg.

NanotechnikerInnen befassen sich z.B. mit nanostrukturierten Stoffen zur Beschichtung und Veredelung von Oberflächen. Besonders etabliert sind intelligente Beschichtungen (smart coatings), wie etwa antibakterielle, selbst reinigende, photokatalytische Farben und Nanolacke zum UV-Schutz.

NanotechnikerInnen arbeiten auch im Rahmen der Herstellung und Optimierung von Nahrungsmitteln und Lebensmittelzusatzstoffen. Ein Beispiel ist das nanostrukturierte Siliziumdioxid (in der Lebensmittelindustrie als Trennmittel E 551 bekannt). Sie befassen sich auch mit der Herstellung von Lebensmittelverpackungen. Anwendungsfelder erschließen sich auch im Kosmetikbereich, z.B. nanopartikuläres Titandioxid in Sonnencremes.

Ein weiteres Beispiel ist die Skalierung von Sensorstrukturen in den Nanometerbereich. In dieser Größenordnung treten physikalische Phänomene auf, wie Oberflächeneffekte und quantenmechanische Effekte*. Diese Phänomene müssen zum Teil noch erforscht werden.

Beispiele für Anwendungen der Nanotechnologie:

  • Informationstechnologie: Biochips, Speicher, Displays
  • Energie: Batterien, Solarzellen
  • Automobil: Kratzfeste Decklacke, Leichtbau
  • Bauindustrie: Selbstreinigende Oberflächen
  • Umwelt: Abwasserreinigung (Photokatalyse)
  • Chemie: Werkstoffe, Sensoren
  • Optik: Lichttechnik, Entspiegelung, Wellenleiter
  • Lebensmitteltechnologie: Verkapselungssysteme,
    lichtbeständige Verpackungen, Nanoemulsionen
  • u.v.a.

 

Spezialisierungsmöglichkeiten bieten verschiedene Themenbereiche, z.B. Oberflächentechnologien, Nanooptoelektronik, neuartige Materialien oder nanotechnologische Anwendungen in der Lebensmitteltechnologie.

Siehe auch die Berufe MikrotechnikerIn, BionikerIn, BiotechnologIn.

 

*Ein typischer Quanteneffekt: Nanoteilchen können eine andere Farbe haben als die gleichen Teilchen in der größeren Version.

Siehe auch:

Nanotechnik ist ein Spezialbereich der Mikrotechnik mit starken Bezug zur Chemie. NanotechnikerInnen befassen sich mit Objekten, Prozessen und Phänomenen in extrem kleinen Maßstäben. Das griechische Wort nanos bedeutet Zwerg.

NanotechnikerInnen befassen sich z.B. mit nanostrukturierten Stoffen zur Beschichtung und Veredelung von Oberflächen. Besonders etabliert sind intelligente Beschichtungen (smart coatings), wie etwa antibakterielle, selbst reinigende, photokatalytische Farben und Nanolacke zum UV-Schutz.

NanotechnikerInnen arbeiten auch im Rahmen der Herstellung und Optimierung von Nahrungsmitteln und Lebensmittelzusatzstoffen. Ein Beispiel ist das nanostrukturierte Siliziumdioxid (in der Lebensmittelindustrie als Trennmittel E 551 bekannt). Sie befassen sich auch mit der Herstellung von Lebensmittelverpackungen. Anwendungsfelder erschließen sich auch im Kosmetikbereich, z.B. nanopartikuläres Titandioxid in Sonnencremes.

Ein weiteres Beispiel ist die Skalierung von Sensorstrukturen in den Nanometerbereich. In dieser Größenordnung treten physikalische Phänomene auf, wie Oberflächeneffekte und quantenmechanische Effekte*. Diese Phänomene müssen zum Teil noch erforscht werden.

Beispiele für Anwendungen der Nanotechnologie:

  • Informationstechnologie: Biochips, Speicher, Displays
  • Energie: Batterien, Solarzellen
  • Automobil: Kratzfeste Decklacke, Leichtbau
  • Bauindustrie: Selbstreinigende Oberflächen
  • Umwelt: Abwasserreinigung (Photokatalyse)
  • Chemie: Werkstoffe, Sensoren
  • Optik: Lichttechnik, Entspiegelung, Wellenleiter
  • Lebensmitteltechnologie: Verkapselungssysteme,
    lichtbeständige Verpackungen, Nanoemulsionen
  • u.v.a.

 

Spezialisierungsmöglichkeiten bieten verschiedene Themenbereiche, z.B. Oberflächentechnologien, Nanooptoelektronik, neuartige Materialien oder nanotechnologische Anwendungen in der Lebensmitteltechnologie.

Siehe auch die Berufe MikrotechnikerIn, BionikerIn, BiotechnologIn.

 

*Ein typischer Quanteneffekt: Nanoteilchen können eine andere Farbe haben als die gleichen Teilchen in d…

Es ist wichtig, bereits vor der Ausbildung mathematisches und naturwissenschaftlich-technisches Verständnis aufweisen zu können (Physik, Chemie, Lasertechnik, Photonik).

  • Analytisches Denkvermögen
  • Interesse an Mathematik
  • Handgeschicklichkeit und gute Feinmotorik: Arbeiten mit Lupe und Mikroskop
  • Eine gewisse Unempfindlichkeit: Chemische Werkstoffe wie Gase oder Ätzmittel
  • Teamfähigkeit
  • Weiterbildungsbereitschaft: Neue Techniken
  • Englischkenntnisse: Für das Lesen von Plänen und Fachliteratur

 

Für Tätigkeiten in der Forschung und Entwicklung ist interdisziplinäres Denken (und Handeln) sowie wissenschaftliche Neugierde und Kreativität nötig.

Einsatzmöglichkeiten der Nanotechnologie sind vielfältig und reichen von der Elektronik- und Fahrzeugtechnologie bis hin zu Konsumprodukten und Umwelttechnologie:

  • Entwicklungsabteilungen und -labors für Anstrich- und Lackherstellung (z.B. für Autos oder der sogenannten intelligenten Oberflächenbeschichtung)
  • Nahrungsmittelindustrie
  • Kosmetikindustrie
  • Ingenieurbüros
  • Herstellern von Antriebselementen des Maschinenbaus
  • Konstruktionsabteilungen und -büros des Flugzeug- und Schiffbaus
  • Material-Entwicklung
  • Universitäre und industrielle Forschung
  • Material-Analytik und Qualitätssicherung
  • Patentwesen

 

NanotechnikerInnen arbeiten auch in Gewerbe- und Industriebetrieben, die mittels hochautomatisierter Fertigungsanlagen nanotechnische Produkte (z.B. Nano-Chips, Leiterplatten) herstellen und implementieren. NanotechnikerInnen bieten zudem die Mitarbeit im Bereich Nanobiotechnologie etwa bei der Kopplung biologischer und elektronischer Systeme an.

Infos dazu bietet auch das Österreichische Portal über Nanotechnologie.

Nanotechnologie zählt zu den zukunftsweisenden Technologien zur Bewältigung ökonomischer und gesellschaftlicher Herausforderungen. Neue Anwendungsfelder erschließen sich laufend durch die Skalierung von Strukturen in den Nanometer-Bereich.

So wird laufend an der Entwicklung neuartiger Hochleistungswerkstoffe gearbeitet, die eine nanoskalige Strukturen aufweisen (zum Beispiel um die thermische Bauteilbeeinflussung zu reduzieren).

Österreich wird in Zukunft diese Technologie verstärkt nutzen und so seine Stellung als
"High-Tech-Standort" ausbauen, wodurch auch Karrierechancen in diesem Bereich steigen
(Vgl. Österreichischer Aktionsplan Nanotechnologie, URL: https://www.bmk.gv.at.)

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "MaschinenbautechnikerIn", dem der Beruf "NanotechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Zu den Disziplinen der Nanotechnologie gehören: Halbleiterphysik, Oberflächenphysik, Oberflächenchemie, Materialwissenschaften, Nanoelektronik und Teilgebiete des Maschinenbaus.

Beispiele für Studiengangsbezeichnungen:

  • Material- und Nanowissenschaften (MSc), UNI Innsbruck
  • Mechatronik - Spezialisierung "Surface Engineering & Tribology" (MSc), FH Wr. Neustad
Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

In allen Fällen ist eine weit gehende Spezialisierung und systematische Fort- und Weiterbildung erforderlich. Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen in Form von Seminaren oder als postgraduale Lehrgänge für UniversitätsabsolventInnen oder Personen mit einschlägiger beruflicher Erfahrung.

Zunehmend entstehen Lehrgänge im Bereich Biobanking, die entsprechendes Wissen für die Umsetzung von Biobanken vermitteln sollen (z.B. an der MedUni Graz).

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in der Leitung eines Bereiches, einer Abteilung oder als ProjektingenieurIn. Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten sind auch im Qualitätsmanagement zu finden.

Manchmal werden Stellen für wissenschaftliche MitarbeiterInnen ausgeschrieben. Solche Stellen werden von Universitäten oder Forschungsabteilungen angeboten (z.B. Institute für Mikroelektronik bzw. am Zukunftstechnologie-Sektor).

Für AbsolventInnen technischer Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn.

Es besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Berufsausübung, z.B. im Rahmen des reglementierten Gewerbes der Handwerke in Ingenieurbüros (Beratende IngenieurInnen) oder Unternehmensberatung und -organisation. Nähere Infos bietet z.B. Wirtschaftskammer Österreich WKO.

Die aktuelle Bundeseinheitliche Liste der freien Gewerbe sowie die Liste der reglementierten Gewerbe ist jeweils auf der Website des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort - BMDW abrufbar.

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