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Datenbank-EntwicklerIn

Berufsbereiche: Informationstechnologie
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Eine Datenbank besteht aus dem Datenbankmanagementsystem, den Daten und dem Datendepot.

DatenbankentwicklerInnen entwerfen Datendepots (die irrtümlich oft als Datenbank bezeichnet werden) und Datenbanksysteme nach Analyse der Kundenanforderungen. Sie gestalten Usecases (Diagramme) zur Veranschaulichung von komplexen Sachverhalten. Danach erstellen sie maßgeschneidert neue oder modifizieren bestehende Datenbankmodelle. Sie strukturieren die Daten des Unternehmens zu deren effizienten Erfassung, Speicherung und für den unkomplizierten Zugriff.

Dazu entwerfen sie Datenmodelle mit Hilfe einer formalen Beschreibungssprache sowie die Definition der Abfragekommandos (Query Language) für den Zugriff und der Auswertung der Daten.

Sie entscheiden, ob ein relationales, ein hierarchisches oder ein dokumentenorientiertes Datenbankmodell (wie bei Lotus Notes) gewählt werden soll. Nach der Entwicklung implementieren (integrieren) sie die Datenbanken in das System des Unternehmens.

Siehe auch die Berufe DatensicherheitsexpertIn und Datenschutzbeauftragte.

Analytisches Denken ist erforderlich, sowie Kenntnisse von Datenbankmodellen und Datenbanksprachen (z.B. Oracle, SQL) sowie Abfragefunktionen und grundlegende Programmierkenntnisse (z.B. Perl, Linux Shell). gute Englischkenntnisse, Mathematische Kenntnisse.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen bei Hard- und Softwareunternehmen, Computerhandelsgesellschaften, EDV- und Betriebsberatungsfirmen sowie in Rechenzentren. Darüber hinaus bestehen Tätigkeitsfelder, je nach Spezialisierung in großen Wirtschaftsunternehmen, im Banken- und Versicherungsbereich, in Rechenzentren, Data-Warehäusern, an Universitäten, wissenschaftlichen Instituten und Forschungsstellen sowie im gesamten IT/EDV-Dienstleistungssektor, in Forschungslabors, in Produktions- und Fertigungsstätten.

Es kann eine Tätigkeit als Data Analyst für große Datenmengen oder als Data Scientist (w/m) angestrebt werden. Die Tätigkeit von Data Scientists geht weit über die reine Datenanalyse hinaus. Häufig ist nicht die „Masse" (Big Data), sondern der „wertvolle Inhalt" (Smart Data) das entscheidende Kriterium.

Data Science ist nicht an eine bestimmte Branche gebunden. Data Analysts und Scientists arbeiten zum Beispiel in Rechenzentren, bei Energienetzbetreibern (Strom, Gas, Wasser), in Wirtschaftsunternehmen und im Bereich Datennutzung zur Produktionssteuerung in der Fertigung. Es geht darum, eine Brücke zwischen Datenwissenschaft und Geschäftsprozesse zu schlagen, um die  Analyse komplexer Probleme und Szenarien zu bewältigen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "DatenbankentwicklerIn", dem der Beruf "Datenbank-EntwicklerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Uni: Z.B. Informatik, Technische Informatik, Software Engineering, Software & Information Engineering, Software Engineering/Internet Computing, Software Design, Softwareentwicklung-Wirtschaft, Pervasive Computing (MSc).

FH: Z.B. Informatik, Informatik – Software and Information Engineering, Software Engineering, Systems Engineering (MSc).

Bei Informatikstudien wird oft ein bestimmter Anteil an Lehrveranstaltungen auf Englisch angeboten.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmaßnahmen werden zum Teil betriebsintern angeboten, zum Teil gibt es Ausbildungen und Einschulungen bei den großen Hard- und Softwareanbietern (einige Firmen verfügen mittlerweile über eigene Akademien).

Es gibt Kurse Schulungen, Fachhochchul- und Universitätslehrgänge in den Bereichen E-Government, Sicherheitsmanagement, Geografische Informationssysteme, Angewandte Mustererkennung, Technologie und ganzheitliches Management etc.

Karriere- und Spezialisierungsmöglichkeiten bestehen in vielfältigen Bereichen, z.B. E-Government, Business-Intelligence/Data Science,  IT-Qualitätsmanagement bzw. im Bereich Gesundheitsinformatik/eHealth, Pflege-, Geo-, Musikinformatik etc.

Daneben existieren wichtige Querschnittsbereiche in denen - je nach Interesse und Qualifikation - eine berufliche Karriere angestrebt werden kann. Beispiele sind Industrie 4.0. und Artificial Intelligence, welches sich mit der Simulation, Nachahmung und Automatisierung intelligenten Verhaltens befasst (z.B. Spracherkennung oder Robotik).

Für AbsolventInnen einer technischen Studienrichtung besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als IngenieurkonsulentIn. Nähere Infos über Befähigungsnachweise für die Ausübung eines Gewerbes bietet z.B. Wirtschaftskammer Österreich WKO.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Technik/Ingenieurwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Informatik, Informatikmanagement, Informationstechnik, Telematik
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