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DatenbankentwicklerIn

Berufsbereiche: Informationstechnologie
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.270,- bis € 2.660,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

DatenbankentwicklerInnen entwerfen und realisieren Datenbanksysteme nach Analyse der Kundenanforderungen. Eine Datenbank besteht aus dem Datenbankmanagementsystem, den Daten und dem Datendepot.

In Unternehmen müssen Daten und Informationen verwaltet und für MitarbeiterInnen jederzeit verfügbar sein. Es kann sich dabei um Verkaufsdaten, Reisebuchungen oder den Lagerbestand handeln. DatenbankentwicklerInnen strukturieren die Daten des Unternehmens zu deren effizienten Erfassung, Speicherung und für den unkomplizierten Zugriff.

Datenbanksysteme müssen auf das Unternehmen abgestimmt werden. DatenbankentwicklerInnen führen daher Anforderungsanalysen und Aufwandsschätzungen durch. Sie gestalten Usecases (Diagramme) zur Veranschaulichung von komplexen Sachverhalten. Sie entwerfen Datenmodelle mit Hilfe einer formalen Beschreibungssprache sowie die Definition der Abfragekommandos (Query Language) für den Zugriff und der Auswertung der Daten.

Daten sind unternehmensweit oft in unterschiedlichen Datenlagern (Datendepots) gespeichert. Der Begriff Datendepot wird irrtümlich oft als Datenbank verstanden. DatenbankentwicklerInnen müssen dafür sorgen, dass die benötigten Daten aus den unterschiedlichsten Datendepots zusammengeführt werden können und für die NutzerInnen zur Verfügung stehen.

DatenbankentwicklerInnen entscheiden, ob ein relationales, ein hierarchisches oder ein dokumentenorientiertes Datenbankmodell gewählt werden soll. Nach der Entwicklung implementieren (integrieren) sie die Datenbanken in das System des Unternehmens.

Siehe auch die Berufe DatensicherheitsexpertIn und Datenschutzbeauftragte.

 

*Strukturierte Daten sind in einem Muster organisiert, damit man sie identifizieren kann. Unstrukturierte Daten sind z.B. E-Mails, Bilder und freier Text.

Obwohl Word-Dokumente mit Überschriften strukturiert sind, gelten sie als nicht-strukturiert für die Suche nach bestimmten Informationen.

Bereits für die Ausbildung ist mathematisches und technisches Verständnis unbedingt nötig (Algorithmen, Datenstrukturen, Algebra).

  • Analytisches Denkvermögen
  • Interesse an Statistik: Statistikkenntnisse sind im Beruf absolut nötig!
  • Gute Umgangsform: Beratung und Ermittlung der Anforderungen bei den KundInnen
  • Umgang mit spezifischen Softwaretools: Auswertung und Erstellung von Reports
  • Englischkenntnisse: Lesen von Handbüchern und Fachliteratur, Verfassen von Reports

 

Wichtig ist auch soziale Kompetenz sowie Kommunikationsstärke, denn es ist ein Beruf, in dem man mit unterschiedlichsten Menschen zu tun hat.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen bei Hard- und Softwareunternehmen, Computerhandelsgesellschaften, Betriebsberatungsfirmen sowie in Rechenzentren. Darüber hinaus bestehen Tätigkeitsfelder (je nach Spezialisierung) in großen Wirtschaftsunternehmen, im Banken- und Versicherungsbereich, in Rechenzentren. Aufgaben bestehen auch an Universitäten, wissenschaftlichen Instituten und Forschungsstellen sowie im gesamten IT-Dienstleistungssektor, in Forschungslabors, in Produktions- und Fertigungsstätten.

 

Es kann eine Tätigkeit als Data Analyst für große Datenmengen oder als Data Scientist angestrebt werden. Die Tätigkeit von Data Scientists geht weit über die reine Datenanalyse hinaus. Häufig ist nicht die „Masse" (Big Data), sondern der „wertvolle Inhalt" (Smart Data) das entscheidende Kriterium.

Data Science ist nicht an eine bestimmte Branche gebunden. Data Analysts und Scientists arbeiten zum Beispiel in Rechenzentren, bei Energienetzbetreibern (Strom, Gas, Wasser), in Wirtschaftsunternehmen und im Bereich Datennutzung zur Produktionssteuerung in der Fertigung. Es geht darum, eine Brücke zwischen Datenwissenschaft und Geschäftsprozesse zu schlagen, um die  Analyse komplexer Probleme und Szenarien zu bewältigen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "DatenbankentwicklerIn", dem der Beruf "DatenbankentwicklerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Es werden technische Ausbildungen im IT-Bereich (Informatik, Data Science oder Data Engineering) angeboten. Die Ausbildung muss ausgezeichnete Kenntnisse in der Modellierung von Datenbanken und über Datenbankentopologien vermitteln.

Beim Bewerbungsgespräch werden üblicherweise Kenntnisse von Datenbankmodellen und Datenbanksprachen (z.B. Oracle und SQL) abgefragt, sowie Abfragefunktionen und grundlegende Programmierkenntnisse wie etwa Python, Linux Shell oder die C-Standards.

Bei Informatikstudien wird oft ein bestimmter Anteil an Lehrveranstaltungen auf Englisch angeboten.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen werden zum Teil betriebsintern angeboten, zum Teil gibt es Ausbildungen und Einschulungen bei den großen Hard- und Softwareanbietern (einige Firmen verfügen mittlerweile über eigene Akademien).

Es gibt Kurse Schulungen, Fachhochchul- und Universitätslehrgänge in den Bereichen E-Government, Sicherheitsmanagement, Geografische Informationssysteme, Angewandte Mustererkennung, Technologie und ganzheitliches Management, medizinische Datenbanken und viele andere.

Karriere- und Spezialisierungsmöglichkeiten bestehen in vielfältigen Bereichen, z.B. E-Government, Business-Intelligence/Data Science, IT-Qualitätsmanagement, Gesundheitsinformatik/eHealth, Pflegeinformatik, Geoinformatik, Musikinformatik.

Daneben existieren wichtige Querschnittsbereiche in denen - je nach Interesse und Qualifikation - eine berufliche Karriere angestrebt werden kann. Beispiele sind Industrie 4.0. und Artificial Intelligence, welches sich mit der Simulation, Nachahmung und Automatisierung intelligenten Verhaltens befasst (z.B. Spracherkennung oder Robotik).

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn. Nähere Infos über Befähigungsnachweise für die Ausübung eines Gewerbes bietet z.B. Wirtschaftskammer Österreich WKO.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Technik/Ingenieurwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Informatik, Informatikmanagement, Informationstechnik, Telematik
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