Ausbildungsform auswählen

PflegeassistentIn

Berufsbereiche: Gesundheit und Medizin
Ausbildungsform: Kurz-/Spezialausbildung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Ältere Berufsbezeichnung(en): PflegehelferIn

 

ACHTUNG: Der Beruf "PflegeassistentIn" ist der Nachfolgeberuf des Berufs "PflegehelferIn". Personen, die eine Berufsberechtigung als PflegehelferIn besitzen, sind zur Ausübung des Berufs "PflegeassistentIn" und zur Führung der Berufsbezeichnung "Pflegeassistentin" bzw. "Pflegeassistent" berechtigt.

 


Tätigkeitsmerkmale

PflegeassistentInnen betreuen pflegebedürftige Menschen und unterstützen Fachkräfte des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege und ÄrztInnen und bei bestimmten Aufgaben im Bereich Diagnostik und Therapie. Sie helfen den PatientInnen bei der täglichen Körperpflege, richten Mahlzeiten an und unterstützen die PatientInnen, falls erforderlich, beim Essen. Sie mobilisieren die PatientInnen, helfen ihnen beim Aufstehen, setzen sie auf oder betten sie um, damit keine Liegekomplikationen auftreten. Sie überziehen die Betten und sorgen für Sauberkeit beim Bett. PflegeassistentInnen verabreichen auch Arzneimittel, führen standardisierte Blut-, Harn- und Stuhluntersuchungen durch, versorgen Wunden und überwachen die medizinischen Basisdaten, z.B. Puls, Blutdruck, Atmung, Temperatur.

In der Heimpflege führen PflegeassistentInnen die von den Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege angeordneten Maßnahmen in den Wohnungen der PatientInnen durch.

  • Bereitschaft am Wochenende zu arbeiten
  • Bereitschaft in den Abendstunden zu arbeiten
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Interesse für Gesundheit
  • Konfliktfähigkeit
  • Merkfähigkeit
  • Physische Ausdauer
  • Psychische Belastbarkeit
  • Sinn für Sauberkeit und Hygiene
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Krankenhäuser und Kliniken
  • Senioren- und Pflegeheime
  • Mobile Hauskrankenpflege
  • Rehabilitationszentren
  • Arztpraxen

Der Arbeitsmarkt im Gesundheitsbereich entwickelt sich weiterhin gut. Gründe dafür sind unter anderem die zunehmend älter werdende Gesellschaft und der damit einhergehende steigende Bedarf an medizinischer Versorgung, Pflege und Betreuung. Zu bedenken ist jedoch, dass es im öffentlichen Gesundheitsbereich auch zu Einsparungen kommt und der erhöhte Personalbedarf nicht immer gedeckt wird. Darüber hinaus wirkt sich das steigende Körper- und Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung positiv auf den Gesundheitssektor aus, insbesondere auf Berufe in den Bereichen Sport, Fitness, Wellness und Entspannung.

Im Pflegesektor herrscht Personalmangel, der durch die älter werdende Bevölkerung noch weiter steigen wird. Zudem werden weniger Menschen von Familienangehörigen gepflegt, wodurch die Nachfrage nach Pflegedienstleistungen in Heimen sowie auch zu Hause steigt. PflegeassistentInnen können daher auch in den nächsten Jahren mit einem großen Stellenangebot rechnen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "PflegeassistentIn", dem der Beruf "PflegeassistentIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Pflegeassistenz-Ausbildung kann in der Regel nur von Personen begonnen werden, die bereits eine Berufsausbildung absolviert haben. Personen ohne berufliche Erstbildung können nur in die Pflegefachassistenz-Ausbildung aufgenommen werden. Diese Bestimmung gilt allerdings nicht, wenn die Pflegeassistenz-Ausbildung im Rahmen einer Ausbildung für Sozialbetreuungsberufe in den Bereichen "Altenarbeit", "Behindertenarbeit" und "Familienarbeit", im Rahmen der medizinischen Fachassistenzausbildung oder im Rahmen der Erwachsenenbildung gemacht wird, sowie in begründeten Ausnahmefällen.

Die praktische Ausbildung der Auszubildenden darf erst nach Vollendung des 17. Lebensjahres erfolgen.

Die Pflegeassistenz-Ausbildung ist gesetzlich geregelt und erfolgt an Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege oder in Pflegeassistenz-Lehrgängen an Krankenanstalten.

Die Ausbildung kann auch an Erwachsenenbildungseinrichtungen absolviert werden, z.B.:

  • bfi: "Ausbildung Pflegeassistenz"
    Dauer: 1600 Stunden
Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

PflegeassistentInnen sind verpflichtet, sich im Rahmen der Fortbildung über die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse der Gesundheits- und Krankenpflege zu informieren und ihre erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten zu vertiefen. Innerhalb von jeweils fünf Jahren müssen sie mindestens 40 Fortbildungsstunden nachweisen. Zudem sind PflegeassistentInnen berechtigt, Weiterbildungen zu absolvieren. Die Bereiche der Weiterbildung sind durch Verordnung festgelegt.

Es gibt zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die sowohl von den Ausbildungseinrichtungen als auch von öffentlichen und privaten Einrichtungen der medizinischen Fort- und Weiterbildung angeboten werden, z.B. Pflege bei psychiatrischen Erkrankungen, Pflege von Kinder und Jugendlichen, Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen, Palliativpflege, wertschätzende Kommunikation mit PatientInnen.

PflegeassistentInnen, die den Beruf zwei Jahre lang vollbeschäftigt (oder entsprechend länger bei einer Teilzeitbeschäftigung) ausgeübt haben, können eine verkürzte Ausbildung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege absolvieren.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Soziales (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Alten-, Familien- und Behindertenarbeit, Seite 32
Gesundheit, Fitness, Wellness (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Pflege- und Betreuungsberufe, Seite 118
Berufe mit Kurz- oder Spezialausbildung (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: GESUNDHEIT UND SCHÖNHEIT - Gesetzlich geregelte Gesundheitsberufe, Seite 28
Diese Berufe könnten Sie auch interessieren ...
Weitere Berufe aus dem Bereich "Gesundheit und Medizin" anzeigen