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NederlandistIn

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.780,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: sinkend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Nederlandisten und Niederlandistinnen beschäftigen sich mit der niederländischen Sprache in Wort und Schrift, mit der niederländischer und flämischen Literatur und Geschichte sowie mit der Geographie und Kultur der niederländischsprachigen Länder. Darüber hinaus können sie sich auf die Sprachen und Kulturen des Friesischen und des Afrikaans spezialisieren.

Sie verstehen sich darüber hinaus als MittlerInnen zwischen den Kulturen bzw. organisieren die Schnittstellen zwischen Kultur und Wirtschaft. Zudem finden sich Tätigkeitsfelder im Bereich Kulturwissenschaften, etwa in der Kulturförderung oder Vermittlung von Kunst und Kultur in Kulturverwaltungen, bei Non-Profit Organisationen, in Museen und Sponsoring-Abteilungen.

NederlandistInnen können in Import- und Exportabteilungen, als DolmetscherIn oder im internationalen Marketing tätig sein.

Siehe auch die Berufe SprachwissenschaftlerIn, GerichtsdolmetscherIn und MedienlinguistIn.

  • Freude an der Sprache und Kultur
  • Grundlegende interkulturelle Kompetenz
  • Gutes Hörvermögen und Sprechvermögen: Ein phonetisches Gehör ist von Vorteil, um verschiedene Laute gut zu unterscheiden 
  • Gute Allgemeinbildung
  • Analytisches Denkvermögen

Als Kommunikationsprofis sprechen NederlandistInnen zwei oder mehrere Sprachen und kennen die jeweilige Kultur (absolvierte Auslandsaufenthalte). Arbeitsfelder ergeben sich daher in der Wirtschaft, z.B. bei der Zusammenarbeit eines Unternehmens mit einer Filiale im Ausland oder um den Kontakt zu Geschäftspartnern im Ausland zu organisieren.

Berufliche Aufgaben bestehen auch als MitarbeiterIn in Unternehmen, die mit dem jeweiligen Kulturraum Verbindungen unterhalten. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten:

  • Österreichische Institutionen der Sozial- und Integrationsarbeit
  • Nationale und internationale Organisationen, z.B. Entwicklungszusammenarbeit
  • Diplomatischer Dienst
  • Planung und Organisation von wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen
  • Medienarbeit (Verlage, Nachrichtenagenturen, Journalismus)
  • Tourismus
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Verwaltung
  • Wissenschaft, Lehre und Forschung (Hochschulen, Bibliotheken, Archive, Museen)
  • Unterricht an Institutionen der Erwachsenenbildung
  • u.v.a.

Aussichten bestehen zum Teil im Rahmen von internationalen politischen Veranstaltungen und Konferenzen, auch als ÜbersetzerIn (z.B. Fachtexte, Gebrauchsanweisungen, Arzneimittel-Beipackzettel) oder DolmetscherIn - etwa vor Gericht, bei Behörden, politischen Organisationen oder Radio und TV-Anstalten. Um in diesen Bereichen besser Fuß fassen zu können, empfehlen sich einschlägige Zertifikate und Abschlüsse.

Workshops und detaillierte Informationen bietet auch die UNIVERSITAS Austria - Berufsverband für Dolmetschen und Übersetzen, URL: http://www.universitas.org.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Philologe/Philologin", dem der Beruf "NederlandistIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

An der Universität Wien ist seit dem Wintersemester 2019/2020 die Inskription zum Studium Nederlandistik nicht mehr möglich!

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterführende Ausbildungen bestehen vor allem in Form von Kursen, Lehrgängen und Masterprogrammen, z.B. Kulturmanagement, Altertumswissenschaften, Angewandte Kulturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Lehrgang Kultur und Organisation, Bildende Kunst – Kunst- und Kulturwissenschaftliche Studien.

Für Tätigkeiten bei Forschungsprojekten sind z.B. häufig Zusatzkenntnisse im Projektmanagement nötig, auch Kenntnisse im Bereich Moderation und Übersetzung können sich als Vorteil erweisen.

Auslandsaufenthalte sollten bereits während des Studiums stattfinden! Feldstudien sowie die Teilnahme an Fachkongressen und Workshops bieten ebenso die Möglichkeit, Kenntnisse zu erweitern und sich über neueste Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.

Je nach Interesse und Qualifikation kann eine Position angestrebt werden, etwa in Übersetzungs- und Dolmetscherbüros, in der Computerlinguistik, in der Technischen Redaktion, in der Medienauswertung, im Tourismus, bei Verlagen im Lektorat, in der Dokumentation oder in der Lexikografie.

Beispiele für Ausbildungen aus dem Bereich Datenverarbeitung: Kommunikation, Wissen, Medien (FH OÖ), Human-Centered Computing (FH OÖ), Data Science (FK Kufstein, FH St. Pölten).

Berufliche Entwicklungschancen bestehen zum Teil in der automatischen Aufbereitung und Erschließung großer Datenmengen sprachlich vorliegender Informationen, z.B. Data Science. Hier geht es häufig darum, in einer „Masse" (Big Data) „wertvolle Inhalte" (Smart Data) und statistische Zusammenhänge herauszufinden.

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