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Theoretischer Physiker/Theoretische Physikerin

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.790,- bis € 3.170,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

In der Theoretischen Physik versuchen PhysikerInnen Naturerscheinungen mit Hilfe von Hypothesen zu erklären. Die Grundlage dafür bilden mathematische Methoden und Modelle, mit deren Hilfe sie versuchen, neue Hypothesen und Gesetze abzuleiten.

Theoretische PhysikerInnen entwickeln Theorien basierend auf den Erkenntnissen der Experimental- und computerunterstützten Physik. Sie bringen die Gesetze der Natur zueinander in mathematisch-modellhafte Beziehungen und vereinigen sie in umfassenden Theorien (z.B. der Quantentheorie). Als Schlussergebnis streben sie das „physikalische Weltbild“ an. Falls Widersprüche auf Unstimmigkeiten hinweisen, fordern sie auch Hypothesen und eingehendere Untersuchungen der Experimentalphysik heraus.

Für die Ausbildung ist naturwissenschaftlich-technisches Interesse erforderlich sowie

  • Wissenschaftliche Neugierde und Kreativität
  • Analytisches Denkvermögen
  • Mathematisches Geschick: Berechnungen
  • Gute Feinmotorik für Labortätigkeite
  • Räumliches Vorstellungsvermögen

 

Für viele Aufgaben ist Ausdauer und ein sicherer Umgang mit Softwaretools (Simulationen, Statistik) erforderlich Im Bereich Forschung sind Fremdsprachenkenntnisse wichtig (Literatur, Expertenaustausch).

Karrierechancen bestehen an Universitäten sowie in technisch-industriellen Anwendungen (z.B. in Forschung und Entwicklung). Während die beruflichen Möglichkeiten in der theoretischen Physik relativ beschränkt sind, bestehen relativ gute Berufsaussichten in verschiedenen Anwendungsbereichen.

Weitere Arbeitsfelder: Tätigkeit als SachbearbeiterIn zur Aufarbeitung technisch-wissenschaftlicher Informationen. GutachterIn oder SachverständigeR (z.B. auf dem Gebiet des Umweltschutzes, der Lärmtechnik oder der Energieversorgung) sowie Patentwesen und Consulting.

Relativ neu ist das Gebiet der Neurophysik (Physik und Neurobiologie), welches sich in experimenteller Hinsicht mit nichtinvasiven und bildgebenden Verfahren wie Magnetencephalographie, Positronenemissionstomographie, der funktionellen Kernspinresonanztomographie und Optical Imaging befasst.

Neurophysik befasst sich etwa mit der Frage, wie Information im Gehirn verarbeitet und gespeichert wird. Es geht darum, ein vertieftes Verständnis der Funktionsweise des menschlichen Gehirns zu gewinnen sowie Impulse für zukünftige Hard- und Softwarearchitekturen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "PhysikerIn", dem der Beruf "Theoretischer Physiker/Theoretische Physikerin" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Studiengänge aus dem Bereich Physik bieten entsprechende Lehrinhalte bzw. Spezialisierungen. Zudem gibt es den Studiengang Meteorologie (Meteorologie ist Teil der Geophysik).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Die Möglichkeiten zur beruflichen Entwicklung sind sehr vielfältig. Fort- und Weiterbildung erfolgt häufig im Rahmen der beruflichen Tätigkeit.

Aufgrund der technologischen Entwicklung und Innovation sind auch zunehmend ForscherInnen gefragt, welche die Domänen Physik und Medizin verbinden.

Im Bereich der Schnittstelle von Physik und Medizin werden - aufgrund der technologischen Entwicklung - in Zukunft MedizintechnikerInnen national und insbesondere international in der Entwicklung, Produktion und Zulassung, der Qualitätssicherung und im Produktmanagement sowie für die qualifizierte Beratung und den technischen Vertrieb eingesetzt.

Infos über aktuelle Forschungsschwerpunkte sowie eine Statistik über Forschungsgruppen bietet die Österreichische Physikalische Gesellschaft ÖPG.

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Naturwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Physik
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