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Fach- und Diplom-SozialbetreuerIn für Altenarbeit (FSBA)

Berufsbereiche: Soziales, Kinderpädagogik und Bildung
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.960,- bis € 2.260,- * Arbeitsmarkttrend: stark steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Fachkräfte für Sozialberufe beschäftigen sich mit der individuellen und umfassenden Unterstützung von hilfs- oder pflegebedürftigen Menschen.

Dazu gehört die Begleitung und Betreuung älterer oder alter Menschen und deren Angehöriger sowie die Durchführung pflegerischer Maßnahmen. Der Aufgabenbereich der SozialbetreuerInnen mit dem Schwerpunkt Altenarbeit gliedert sich in einen eigenverantwortlichen Bereich und einen Bereich.

Der eigenverantwortliche Bereich besteht in einer möglichst umfassenden Begleitung, Unterstützung und Betreuung älterer Menschen, einzeln oder in Gruppen, abgestimmt auf ihren Bedarf, gestützt auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Diplom-SozialbetreuerInnen verfügen über eine höhere Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit.

Die Tätigkeiten von SozialbetreuerInnen umfasst insbesondere folgende Arbeitsbereiche:

  • Präventive, unterstützende, aktivierende, reaktivierende, beratende, organisatorische und administrative Maßnahmen zur täglichen Lebensbewältigung
  • Eingehen auf körperliche, seelische, soziale und geistige Bedürfnisse und Ressourcen
  • Hilfe zur Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung von Fähigkeiten und Fertigkeiten für ein möglichst selbstständiges und eigenverantwortliches Leben im Alter
  • Individuelle Begleitung bei der Sinnfindung und Neuorientierung in der Lebensphase Alter
  • Unterstützung bei der psychosozialen Bewältigung von Krisensituationen
  • Entlastung, Begleitung und Anleitung der Angehörigen und LaienhelferInnen
  • Begleitung von Sterbenden und deren Angehörigen

 

Die Diplom-Sozialbetreuung umfasst darüber hinaus auch konzeptive und planerische Aufgaben betreffend die Gestaltung der Betreuungsarbeit. Sie übernehmen auch Koordinationsaufgaben und Aufgaben in Bezug auf die Weiterentwicklung des Betreuungsangebots sowie die fachliche Anleitung in Fragen der Altenarbeit.

Siehe auch Fach/DiplomSozialbetreuerIn für Familienarbeit.

  • Freude am Umgang mit Menschen
  • Soziale Kompetenzen: Empathievermögen, Geduld, Beobachtungsgabe
  • Kontaktfähigkeit und Kommunikationsgeschick: Eingehen auf Rat suchende Personen
  • Analytisches Denkvermögen: Analysieren der Problemlage der ratsuchenden Personen
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Rasche Auffassungsfähigkeit: Rasches Aneignen von Informationen zu besonderen Problembereichen
  • Resilienz: Psychische Stabilität und Belastbarkeit

 

Der Beruf erfordert auch Organisationsgeschick (Öffentlichkeitsarbeit, Organisation der Beratungsstelle) und Vertraulichkeit/Diskretion.

Dieser Beruf unterliegt der regelmäßigen Fortbildungspflicht!

 

Berufstätige, die im Bereich der Alten- und Pflegebetreuung tätig sind, arbeiten im Angestelltenverhältnis (Diplom-SozialbetreuerInnen erledigen Aufgaben mit höherer Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit).

SozialbetreuerInnen bei öffentlichen, religiösen oder privaten Institutionen der ambulanten oder stationären Pflege. Andere Begriffe für „ambulante Pflege“ sind „Heimpflege“ oder „extramuraler Bereich“. „Stationäre“ Pflege bedeutet dagegen vor allem die Pflege in Spitälern und Heimen („intramuraler Bereich“).

Arbeitgebende im Bereich Heimpflege sind vor allem Gemeinden und kommunale Einrichtungen, Vereine, Religionsgemeinschaften und sonstige soziale und karitative Einrichtungen. Im Bereich der stationären Pflege finden PflegehelferInnen vor allem im Akutbereich von Spitälern und im stationären Langzeitbereich von Pflegeheimen, Pflegestationen und von Alten- und Pensionistenheimen Beschäftigung.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "SozialbetreuerIn in der Altenarbeit", dem der Beruf "Fach- und Diplom-SozialbetreuerIn für Altenarbeit (FSBA)" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Das im Jahr 2008 in Kraft getretene Sozialberufegesetz regelt Ausbildung, Berufsbild und Tätigkeitsfeld der Sozialberufe österreichweit einheitlich.

Die Sozialbetreuungs-Berufe gliedern sich in 3 Qualifikationsniveaus:

1. HelferInnen-Niveau: HeimhelferInnen:400 Stunden
2. Fachniveau: Fach- SozialbetreuerInnen: 2400 Stunden
3. Diplomniveau: Diplom- SozialbetreuerInnen: 3600 Stunden

Auf Fach- und Diplomniveau gibt es im Hinblick auf unterschiedliche Zielgruppen und Arbeitsschwerpunkte folgende Spezialisierungen:

1. Altenarbeit (A)
2. Familienarbeit (F) - gibt es nur auf Diplomniveau
3. Behindertenarbeit (BA)
4. Behindertenbegleitung (BB)

Die Ausbildung an den Schulen für Sozialbetreuungsberufe (Fach-SozialbetreuerIn oder Diplom-SozialbetreuerIn) erfolgt mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Altenarbeit, Behindertenarbeit, Behindertenbegleitung, Familienarbeit, Heimhilfe).

Die dreijährige Fachschule für Sozialberufe (z.B. Caritas Wien) bietet eine Vorbereitung auf verschiedene Ausbildungen im Sozial- und Pflegebereich. Der Abschluss ist dem Lehrberuf Betriebsdienstleistungskaufmann/Betriebsdienstleistungskauffrau gleichgestellt.

Die zweijährige Schule für Sozialdienste bietet ebenfalls eine Vorbereitung auf verschiedene Ausbildungen im Sozial- und Pflegebereich an.

Die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (Ausbildungszweig Sozialmanagement). bietet eine fundierte (fünfjährige) Ausbildung für den Sozial- und Gesundheitsbereich.

Wirtschaftliche bzw. landwirtschaftliche Fachschulen bieten ebenfalls Ausbildungsinhalte im Bereich Soziales, Pflege und Betreuung.

Die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (Ausbildungszweig Sozialmanagement). bietet eine fundierte (fünfjährige) Ausbildung für den Sozial- und Gesundheitsbereich.

Wirtschaftliche und landwirtschaftliche Fachschulen bieten ebenfalls Ausbildungsinhalte im Bereich Soziales, Pflege und Betreuung.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fachlich einschlägige Aus- und Weiterbildungen können an Schulen für Sozialbetreuungsberufe, Fachhochschulen und Universitätslehrgänge, zum Teil auch berufsbegleitend, erworben werden.

In zunehmendem Maße werden für den Gesamtbereich der Sozialberufe Aus- und Weiterbildungsgänge auf Fachhochschul-Niveau und in Form von Universitätslehrgängen sowie MBA und MSc-Lehrgängen angeboten. Bachelorstudien gibt es für Sozialarbeit, Sozialmanagement sowie Sozialwirtschaft.

Berufliche Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten vor allem Positionen im Sozialmanagement und der Sozialverwaltung und im Ausbildungsbereich (Lehrpersonal für Sozialberufe). Für diese Funktionen stehen eine Anzahl an Qualifikationsmaßnahmen (z.B. Universitätslehrgänge) offen.

Es gibt verschiedene Spezialisierungsmöglichkeiten, wofür zusätzliche oder eigenständige Ausbildungen und Kenntnisse erforderlich sind. Beispiele hierfür sind Animation, Beschäftigungstherapie oder Sterbebegleitung.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Gesundheit, Fitness, Wellness (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Pflege- und Betreuungsberufe, Seite 84
Soziales (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Alten-, Familien- und Behindertenarbeit, Seite 12
Berufe mit Kurz- oder Spezialausbildung (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: SOZIALES - Betreuen und Helfen, Seite 86
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Menschen, Kinder, Kommunikation, Seite 110
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