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Diplom-SozialbetreuerIn für Familienarbeit

Berufsbereiche: Soziales, Kinderpädagogik und Bildung
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.230,- bis € 2.260,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

SozialbetreuerInnen für Familienarbeit unterstützen oder vertreten haushaltsführende Personen in schwierigen Lebenslagen oder kritischen Lebenssituationen (z.B. bei Erkrankung, Entbindung, Operation, Kur- und Erholungsaufenthalt).

Sie tragen Mitverantwortung für das Wohl der Familie und sorgen für die Pflege und Erziehung der Kinder. Sie begleiten, beraten und betreuen Menschen mit Behinderung in der Familie und pflegen kranke bzw. ältere Menschen im häuslichen Bereich. Bei Bedarf stellen sie Kontakte zu anderen Sozialeinrichtungen her und beraten auch bei Rechtsfragen.

Die Diplom-Sozialbetreuung umfasst darüber hinaus auch konzeptive und planerische Aufgaben. Sie übernehmen auch Koordinationsaufgaben und Aufgaben in Bezug auf die Weiterentwicklung des Betreuungsangebots und die fachliche Anleitung in Fragen der Familienarbeit.

Bei ihrer Tätigkeit arbeiten sie eigenverantwortlich oder in Zusammenarbeit mit Fachkräften aus dem Gesundheitswesen und Sozialwesen.

Siehe auch die Berufe DorfhelferIn, SozialarbeiterIn und Fach/Diplom-SozialbetreuerIn für Altenarbeit bzw. für Behindertenarbeit.

  • Freude am Umgang mit Menschen
  • Soziale Kompetenzen: Empathievermögen, Geduld, Beobachtungsgabe
  • Kontaktfähigkeit und Kommunikationsgeschick: Eingehen auf Rat suchende Personen
  • Analytisches Denkvermögen: Analysieren der Problemlage der ratsuchenden Personen
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Rasche Auffassungsfähigkeit: Rasches Aneignen von Informationen zu besonderen Problembereichen
  • Resilienz: Psychische Stabilität und Belastbarkeit

 

Der Beruf erfordert auch Organisationsgeschick (Öffentlichkeitsarbeit, Organisation der Beratungsstelle) und Vertraulichkeit/Diskretion.

Dieser Beruf unterliegt der regelmäßigen Fortbildungspflicht!

SozialbetreuerInnen für Familienarbeit arbeiten als ausgebildete Fachkräfte im Angestelltenverhältnis, meist bei Gemeinde-Einrichtungen, Caritas und öffentlichen Körperschaften oder privat.

Aufgaben bieten sich auch bei öffentlichen, religiösen oder privaten Institutionen der ambulanten oder stationären Pflege. Andere Begriffe für „ambulante Pflege“ sind „Heimpflege“ oder „extramuraler Bereich“, "Stationäre“ Pflege bedeutet dagegen vor allem die Pflege in Spitälern und Heimen („intramuraler Bereich“).

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "DiplomsozialbetreuerIn für Familienarbeit", dem der Beruf "Diplom-SozialbetreuerIn für Familienarbeit" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Das im Jahr 2008 in Kraft getretene Sozialberufegesetz regelt Ausbildung, Berufsbild und Tätigkeitsfeld der Sozialberufe österreichweit einheitlich.

Die Sozialbetreuungs-Berufe gliedern sich in 3 Qualifikationsniveaus:

1. HelferInnen-Niveau: HeimhelferInnen
2. Fachniveau: Fach- SozialbetreuerInnen
3. Diplomniveau: Diplom- SozialbetreuerInnen

Auf Fach- und Diplomniveau gibt es im Hinblick auf unterschiedliche Zielgruppen und Arbeitsschwerpunkte folgende Spezialisierungen:

1. Altenarbeit (A)
2. Familienarbeit (F) - gibt es nur auf Diplomniveau
3. Behindertenarbeit (BA)
4. Behindertenbegleitung (BB)

Die Ausbildung an den Schulen für Sozialbetreuungsberufe (Fach-SozialbetreuerIn oder Diplom-SozialbetreuerIn) erfolgt mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Altenarbeit, Behindertenarbeit, Behindertenbegleitung, Familienarbeit, Heimhilfe).

Die dreijährige Fachschule für Sozialberufe (z.B. Caritas Wien) bietet eine Vorbereitung auf verschiedene Ausbildungen im Sozial- und Pflegebereich. Der Abschluss ist dem Lehrberuf Betriebsdienstleistungskaufmann/Betriebsdienstleistungskauffrau gleichgestellt.

Die zweijährige Schule für Sozialdienste bietet ebenfalls eine Vorbereitung auf verschiedene Ausbildungen im Sozial- und Pflegebereich an.

Die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (Ausbildungszweig Sozialmanagement). bietet eine fundierte (fünfjährige) Ausbildung für den Sozial- und Gesundheitsbereich.

Wirtschaftliche bzw. landwirtschaftliche Fachschulen bieten ebenfalls Ausbildungsinhalte im Bereich Soziales, Pflege und Betreuung.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Es gibt es ein umfangreiches Spektrum an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten von Seiten der Berufsbildungsinstitute sowie sonstiger Schulungs- und Erwachsenenbildungseinrichtungen. Ergänzend ist auch auf Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Fernschulen und Fernuniversitäten hinzuweisen.

Es gibt auch Ausbildungen in Bereichen wie Therapie, Sozialkunde und Rechtskunde (für Beratungstätigkeiten) sowie Ausbildungen für leitende Funktionen im Sozialwesen.

In zunehmendem Maße werden für den Gesamtbereich der Sozialberufe Aus- und Weiterbildungsgänge auf Fachhochschul-Niveau und in Form von Universitätslehrgängen sowie MBA und MSc-Lehrgängen angeboten. Bachelorstudien gibt es für Sozialarbeit, Sozialmanagement sowie Sozialwirtschaft.

Berufliche Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten vor allem Positionen im Sozialmanagement und der Sozialverwaltung und im Ausbildungsbereich (Lehrpersonal für Sozialberufe). Für diese Funktionen stehen eine Anzahl an Qualifikationsmaßnahmen (z.B. Universitätslehrgänge) offen.

Es gibt verschiedene Spezialisierungsmöglichkeiten, wofür zusätzliche oder eigenständige Ausbildungen und Kenntnisse erforderlich sind. Beispiele hierfür sind Animation, Beschäftigungstherapie oder Sterbebegleitung.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Soziales (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Alten-, Familien- und Behindertenarbeit, Seite 23
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Menschen, Kinder, Kommunikation, Seite 104
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