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Medienpädagog(e)in

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht / Soziales, Kinderpädagogik und Bildung / Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
∅ Einstiegsgehalt: € 2.440,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Die Allgemeine Medienpädagogik beschäftigt sich auf wissenschaftliche Art und Weise mit der Bedeutung verschiedener Medien, deren Nutzung und den damit verbundenen Auswirkungen.

Medienbildung - und damit Medienkompetenz - beruht auf der richtigen Deutung und Gebrauch von Zeichen (repräsentationales Denken). Medienpädagog(e)nnen versuchen ihren SchülerInnen/RezipientInnen ausreichend Medienkompetenz zu vermitteln. Dazu gehört die Nutzung und Handhabung, das Verstehen, die Gestaltung, das Durchschauen von Prozessen der Medienproduktion und -verbreitung und das Kritisieren von Medien.

In diesem Zusammenhang analysieren Medienpädagog(e)innen ob und wie sich Medien auf die zwischenmenschliche Kommunikation auswirken und welche neuen Kommunikationsformen entstehen (besonders im computerunterstützten Medienbereich, welcher sich sehr dynamisch entwickelt).

Die Medienpädagogik beinhaltet unterschiedliche Teilbereiche, wie z.B. die Mediendidaktik (welche sich mit der Frage beschäftigt, wie Medien pädagogisch sinnvoll eingesetzt werden können).

Im schulischen Bereich befasst sich die Medienpädagogik vor allem mit der Medienbildung, also mit dem Einsatz von Medien im Unterricht sowie mit der Lehrmittelentwicklung. Im Mittelpunkt steht dabei die Auseinandersetzung und kompetente Nutzung von Neuen Medien (Zeitung, Radio, TV, Internet) und deren Inhalten. Pädagog(e)innen vermitteln Kompetenzen zur Reflexion und Gestaltung medienvermittelter Kommunikation. Zum Teil wirken sie auch bei Medienprojekten (z.B. bei Ton- oder Video-Produktionen durch Jugendliche) mit.

Bereitschaft und Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit fachlichen und damit verbundenen gesellschaftsrelevanten Fragen und Problemen, Empathievermögen, soziale Kompetenzen (Konfliktbewältigung), didaktisches und pädagogisches Interesse.

Medienpädagog(e)innen mit Lehramt arbeiten (je nach Ausbildung) an Schulen, ansonsten im Medienbereich, in der Kreativwirtschaft und in der außerschulischen Medienarbeit, etwa im Bildungs- und Kulturbereich, in der Erwachsenenbildung, im Bibliothekswesen, in der Forschung und Lehre an Hochschulen, im Behindertenbereich, speziell in der Entwicklung von Lernumgebungen im Bereich e-Learning.

In Fernseh- und Rundfunkanstalten finden sie Beschäftigung bei der Programmproduktion von Fernsehsendungen oder Programmanalysen. Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen zudem PR-, Werbe- und Mediaagenturen, Grafik-Studios, Werbe-, Verkaufsabteilungen von Unternehmen, Verlagen, teilweise auch bei Markt- und Meinungsforschungsinstituten sowie in der Unternehmensberatung.

Pädagog(e)innen mit Lehramt (Primarstufe oder Sekundarstufe Allgemeinbildung) dürfen grundsätzlich ab dem Bachelorabschluss schon unterrichten, werden aber vermutlich nur befristete Arbeitsverträge bekommen. Das Erreichen des Masterabschlusses wird (voraussichtlich) künftig Voraussetzung für eine Fixanstellung sein. Die Arbeitsmarktsituation ist stark von politischen Entscheidungen im Bildungswesen abhängig. Der Beratungsbereich für Schulentwicklung ist ein interessantes und zukunftsträchtiges Feld.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Pädagoge/Pädagogin", dem der Beruf "Medienpädagog(e)in" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Studienrichtung Medienpädagogik befasst sich mit dem Bewusstmachen der Bedeutung von Medienkompetenz (media literacy) während im Informatikstudium die Computerkompetenz (computer literacy) im Vordergrund steht.

Falls ein Lehramt angestrebt wird: Lehramtsstudien sind als Bachelorstudium mit einem aufbauenden Masterstudium konzipiert (siehe Ausbildungskompass). Pädagogische Hochschulen und Universitäten bieten Angebote. Weitere Infos bietet die Website des BMBWF - Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und

Uni: Z.B. Informatikdidaktik, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Visuelle Mediengestaltung, Medienkunst und Medienübergreifende Kunst, Medien, Kommunikation und Kultur, Pädagogik (Studienzweig Medienpädagogik und Kommunikationskultur).

FH: Z.B. Journalismus & Medienmanagement, Kommunikationswirtschaft, Kommunikation/Wissen/Medien, Mediengestaltung, Medientechnik und -design, Medienmanagement, Media- und Kommunikationsberatung, Medienmanagement.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Pädagogische Hochschulen und Universitäten bieten Fort-, Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten.

Es existieren auch verschiedene Lehrgänge, z.B. "Medienkompetenz und E-Learning in der Volksschule", 30 ECTS. Weitere Bereiche sind z.B: Interactive Media Management, Strategisches Informationsmanagement, Qualitätsjournalismus, Public Relations PR PLUS Austria. Lehrgänge gibt es etwa im Bereich Informationstechnologie und IT-Marketing, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Markt- und Meinungsforschung, Werbung und Verkauf.

Darüber hinaus bietet auch die Mehrzahl der Erwachsenenbildungsinstitute Kurse und Lehrgänge unter anderem im Bereich Werbekommunikation an.

Grundsätzlich bestehen berufliche Entwicklungsmöglichkeiten in den Bereichen Bildungspolitik, Bildungsverwaltung und Sozialmanagement. Der gesamte Aus- und Weiterbildungsbereich (inkl. Erwachsenenbildung und Freizeitpädagogik) bietet ebenfalls berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Sonderschulpädagoginnen/Sonderschulpädagogen können sonderpädagogische Gutachten erstellen und entsprechend beratend tätig sein.

Pädagoginnen/Pädagogen können - je nach Qulifikation - eine Position als Schulleiterin/Schulleiter anstreben. Sie können bei der Gestaltung von Lehrmitteln mitwirken oder Gutachtertätigkeiten für Lehrmittel (z.B. Schulbücher) durchführen. Darüber hinaus können sie - je nach Interesse und Qualifikation - in Wissenschaft und Forschung tätig sein.

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