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SüdasienwissenschafterIn

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.070,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: sinkend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

SüdasienwissenschafterInnen befassen sich mit der Vielfalt und der historischen Entwicklung der philosophischen und religiösen Traditionen Südasiens in Geschichte und Gegenwart.

Insbesondere beschäftigen sie sich mit der philosophisch-religiösen Tradition der Hindus, Jainas und Buddhisten sowie spezifisches Fachwissen zu einer oder mehreren ausgewählten Traditionen und arbeiten dabei maßgeblich mit originalsprachigen Quellen. Ein/e SüdasienwissenschaftlerIn kann auch als RegionalmanagerIn bei internationalen Organisationen oder als StandortmanagerIn in der Unternehmensberatung tätig sein.

SüdasienwissenschafterInnen verstehen sich darüber hinaus als MittlerInnen zwischen den Kulturen bzw. organisieren die Schnittstellen zwischen Kultur und Wirtschaft. Zudem finden sich Tätigkeitsfelder im Bereich Kulturwissenschaften, etwa in der Kulturvermittlung, in Non-Profit Organisationen, Museen und Sponsoring-Abteilungen.

SüdasienwissenschafterInnen können in Import- und Exportabteilungen, als DolmetscherIn oder im internationalen Marketing tätig sein.

Siehe auch die Berufe SprachwissenschaftlerIn, GerichtsdolmetscherIn und MedienlinguistIn.

  • Freude an der Sprache und Kultur
  • Grundlegende interkulturelle Kompetenz
  • Gutes Hör- und Sprechvermögen: Ein phonetisches Gehör ist von Vorteil, weil man verschiedene Laute gut unterscheiden muss
  • Gute Allgemeinbildung
  • Analytisches Denkvermögen

Als Kommunikationsprofis sprechen SüdasienwissenschaftlerInnen zwei oder mehrere Sprachen kennen jeweilige Kultur (absolvierte Auslandsaufenthalte). Arbeitsfelder ergeben sich daher in der Wirtschaft, z.B. bei der Zusammenarbeit eines Unternehmens mit einer Filiale im Ausland oder um den Kontakt zu Geschäftspartnern im Ausland zu organisieren.

Als RegionalwissenschaftlerIn oder RegionalmanagerIn arbeiten sie bei internationalen Organisationen wie der UNESCO oder auch als StandortmanagerIn in der Unternehmensberatung. Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen etwa als MitarbeiterIn in Unternehmen, die mit dem jeweiligen Kulturraum Verbindungen unterhalten, weiters in

  • österreichischen Institutionen der Sozial- und Integrationsarbeit
  • nationalen und internationalen Organisationen, z.B. Entwicklungszusammenarbeit
  • diplomatischen Dienst
  • Planung und Organisation von wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen
  • Medienarbeit (Verlage, Nachrichtenagenturen, Journalismus)
  • Tourismus
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Verwaltung
  • Wissenschaft, Lehre und Forschung (Hochschulen, Bibliotheken, Archive, Museen)
  • Unterricht an Institutionen der Erwachsenenbildung
  • u.v.a.

Aussichten bestehen zum Teil im Rahmen von internationalen politischen Veranstaltungen und Konferenzen, auch als ÜbersetzerIn (z.B. Fachtexte, Gebrauchsanweisungen, Arzneimittel-Beipackzettel) oder DolmetscherIn - etwa vor Gericht, bei Behörden, politischen Organisationen oder Radio und TV-Anstalten. Um in diesen Bereichen besser Fuß fassen zu können, empfehlen sich einschlägige Zertifikate und Abschlüsse.

Workshops und detaillierte Informationen bietet auch die UNIVERSITAS Austria - Berufsverband für Dolmetschen und Übersetzen, URL: http://www.universitas.org.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "KulturwissenschafterIn", dem der Beruf "SüdasienwissenschafterIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Uni: Studienrichtung Südasienwissenschaft, Philosophien und Religionen Südasiens.

Weiterführende Ausbildungen: Z.B. Kulturmanagement, Sprachwissenschaft, Angewandte Kulturwissenschaft, Kunst- und Kulturwissenschaftliche Studien; Lehrgang Kultur und Organisation, Lehrgang Standort- und Regionalmanagement.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterführende Ausbildungen bestehen vor allem in Form von Kursen, Lehrgängen und Masterprogrammen, z.B. Kulturmanagement, Standort- und Regionalmanagement, Altertumswissenschaften, Angewandte Kulturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Lehrgang Kultur und Organisation, Bildende Kunst – Kunst- und Kulturwissenschaftliche Studien, Literaturwissenschaften, Historische Sprachwissenschaft (z.B. Syntax von Corpussprachen).

Für Tätigkeiten bei Forschungsprojekten sind z.B. häufig Zusatzkenntnisse im Projektmanagement nötig, auch Kenntnisse im Bereich Moderation, Übersetzung und Dolmetschen, können sich als Vorteil erweisen.

Auslandsaufenthalte sollten bereits während des Studiums stattfinden! Feldstudien sowie die Teilnahme an Fachkongressen und Workshops bieten ebenso die Möglichkeit, Kenntnisse zu erweitern und sich über neueste Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.

Je nach Interesse und Qualifikation kann eine Position angestrebt werden, etwa in Übersetzungs- und Dolmetscherbüros, in der Computerlinguistik, in der Technischen Redaktion, in der Medienauswertung, im Tourismus, bei Verlagen im Lektorat, in der Dokumentation oder in der Lexikografie.

Beispiele für Ausbildungen aus dem Bereich Datenverarbeitung: Kommunikation, Wissen, Medien (FH OÖ), Human-Centered Computing (FH OÖ), Data Science (FK Kufstein, FH St. Pölten).

Berufliche Entwicklungschancen bestehen zum Teil in der automatischen Aufbereitung und Erschließung großer Datenmengen sprachlich vorliegender Informationen, z.B. Data Science. Hier geht es häufig darum, in einer „Masse" (Big Data) „wertvolle Inhalte" (Smart Data) und statistische Zusammenhänge herauszufinden.

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