Fach-SozialbetreuerIn für Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung

Berufsbereiche: Soziales, Gesundheit, Schönheitspflege
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.110,- bis € 2.410,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Beruf kann nur ausgeübt werden, wenn die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung abgeschlossen wurde. Auch die beruflichen Tätigkeiten orientieren sich an den gesetzlich vorgegebenen Inhalten der Ausbildung.
 

Tätigkeitsmerkmale

Fach-SozialbetreuerInnen für Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung arbeiten mit Menschen jeglicher Altersgruppen, die eine oder mehrere Beeinträchtigungen aufweisen. Dies können körperliche, emotionale, intellektuelle oder mehrfache Behinderungen sein. Sie unterstützen und begleiten Menschen mit Behinderungen in zentralen Lebensfeldern wie Wohnen, Arbeit, Freizeit und Bildung und fördern die Teilnahme am sozialen Leben.

Sie gestalten beispielsweise Freizeitaktivitäten und trainieren, schulen und fördern die Sinne, Wahrnehmung und Kreativität ihrer KlientInnen. Zudem wenden Fach-SozialbetreuerInnen für Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung, entsprechend der Art und Schwere der Behinderung, unterschiedliche therapeutische Maßnahmen an. Weiters unterstützen sie ihre KlientInnen dabei, am sozialen Leben teilzunehmen und z.B. mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben. Ihr Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen zu einer möglichst selbstständigen Lebensführung anzuleiten.

Fach-SozialbetreuerInnen mit dem Schwerpunkt Behindertenarbeit nehmen neben der sozialen Betreuung auch pflegerische Aufgaben wahr. Dazu zählt z.B. die Unterstützung bei der Körperpflege oder beim An- und Ausziehen. Zudem sind sie dazu berechtigt, in Notfällen Sofortmaßnahmen wie z.B. Herzdruckmassagen durchzuführen oder Injektionen zu verabreichen.

Hingegen sind Fach-SozialbetreuerInnen mit dem Schwerpunkt Behindertenbegleitung lediglich zur Basisversorgung berechtigt, wie z.B. zur Unterstützung bei der Medikamenteneinnahme oder bei der grundlegenden Körperpflege. Der Fokus ihrer Tätigkeit liegt in der Begleitung, Beratung und Assistenz der KlientInnen. So begleiten sie ihre KlientInnen zur Schule bzw. zum Arbeitsplatz und unterstützen sie bei der Einhaltung von Terminen.

Fach-SozialbetreuerInnen für Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung arbeiten mit allen Bezugspersonen der unterstützungsbedürftigen Menschen, den betreuenden Stellen sowie mit ExpertInnen aus den Bereichen Therapie, Medizin, Recht sowie Gesundheits- und Krankenpflege zusammen.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Freizeitaktivitäten planen und durchführen
  • Bei Fragen zu sozialen Problemen beraten, z.B. zu Partnerschaft
  • Angehörige in kritischen Lebensereignissen beraten und begleiten, z.B. bei Krankheit, Tod oder Trauer
  • Bewegungsspiele und Übungen durchführen, z.B. Tanz, Malen, Musizieren
  • Mit den KlientInnen Amtswege und Einkäufe erledigen
  • Termin- und Zeitpläne führen
  • Feste organisieren und durchführen
  • Bei der Einnahme und Anwendung von Arzneimitteln unterstützen

Fach-SozialbetreuerInnen für Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung arbeiten mit Menschen jeglicher Altersgruppen, die eine oder mehrere Beeinträchtigungen aufweisen. Dies können körperliche, emotionale, intellektuelle oder mehrfache Behinderungen sein. Sie unterstützen und begleiten Menschen mit Behinderungen in zentralen Lebensfeldern wie Wohnen, Arbeit, Freizeit und Bildung und fördern die Teilnahme am sozialen Leben.

Sie gestalten beispielsweise Freizeitaktivitäten und trainieren, schulen und fördern die Sinne, Wahrnehmung und Kreativität ihrer KlientInnen. Zudem wenden Fach-SozialbetreuerInnen für Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung, entsprechend der Art und Schwere der Behinderung, unterschiedliche therapeutische Maßnahmen an. Weiters unterstützen sie ihre KlientInnen dabei, am sozialen Leben teilzunehmen und z.B. mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben. Ihr Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen zu einer möglichst selbstständigen Lebensführung anzuleiten.

Fach-SozialbetreuerInnen mit dem Schwerpunkt Behindertenarbeit nehmen neben der sozialen Betreuung auch pflegerische Aufgaben wahr. Dazu zählt z.B. die Unterstützung bei der Körperpflege oder beim An- und Ausziehen. Zudem sind sie dazu berechtigt, in Notfällen Sofortmaßnahmen wie z.B. Herzdruckmassagen durchzuführen oder Injektionen zu verabreichen.

Hingegen sind Fach-SozialbetreuerInnen mit dem Schwerpunkt Behindertenbegleitung lediglich zur Basisversorgung berechtigt, wie z.B. zur Unterstützung bei der Medikamenteneinnahme oder bei der grundlegenden Körperpflege. Der Fokus ihrer Tätigkeit liegt in der Begleitung, Beratung und Assistenz der KlientInnen. So begleiten sie ihre KlientInnen zur Schule bzw. zum Arbeitsplatz und unterstützen sie bei der Einhaltung von Terminen.

Fach-SozialbetreuerInnen für Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung arbeiten mit allen Bezugspersonen der unterstützungsbedürftigen Menschen, den betreuenden Stellen sowie mit ExpertInnen aus den Bereichen Therapie, Me…

  • Bereitschaft, am Wochenende zu arbeiten
  • Didaktische Fähigkeiten
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Interesse für Soziales
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Physische Ausdauer
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Unempfindlich gegen Gerüche sein
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Institutionen:

  • Wohnheime, -gruppen und -gemeinschaften
  • Tagesheime
  • Werkstätten
  • Freizeiteinrichtungen
  • Beratungseinrichtungen
  • Sonder- und Integrationskindergärten
  • Sonderschulen
  • Rehabilitationskliniken
  • Einrichtungen der Erwachsenenbildung

Es besteht eine gleichbleibende Nachfrage nach ausgebildeten Fachkräften im Bereich Behindertenbetreuung, daher sind die Berufsaussichten für Fach-SozialbetreuerInnen für Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung stabil. Im Sozialbereich steigt die Bedeutung individuell angepasster Einzelbetreuung - das sogenannte Case-Management. Neben Kompetenzen im Case-Management sind auch fundierte rechtliche Kenntnisse von Vorteil.

Gleichzeitig ist der Sozialbereich stark durch Einsparungen geprägt. Hinzu kommt, dass die Löhne in diesem Sektor vergleichsweise gering sind und die fachlichen Herausforderungen steigen. In manchen Sozialberufen sind unregelmäßige Arbeitszeiten üblich.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "SozialbetreuerIn für Menschen mit Behinderung", dem der Beruf "Fach-SozialbetreuerIn für Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Eine im Jahr 2005 in Kraft getretene Rechtsvorschrift für Sozialbetreuungsberufe regelt Ausbildung, Berufsbild und Tätigkeitsfeld der Sozialberufe österreichweit einheitlich. Bei den Sozialbetreuungsberufen wird unterschieden zwischen:

  • 1. HeimhelferInnen
  • 2. Fach-SozialbetreuerInnen
  • 3. Diplom-SozialbetreuerInnen

Fach-SozialbetreuerInnen können sich in ihrer Ausbildung je nach Zielgruppe im Bereich Altenarbeit (A), Behindertenarbeit (BA) und Behindertenbegleitung (BB) spezialisieren; Diplom-SozialbetreuerInnen im Bereich Altenarbeit (A), Familienarbeit (F), Behindertenarbeit (BA) und Behindertenbegleitung (BB).

Die Ausbildung zum/zur Fach-SozialbetreuerIn mit dem Schwerpunkt Behindertenarbeit oder Behindertenbegleitung erfolgt an Schulen für Sozialbetreuungsberufe. Sie dauert in der Regel 2 Jahre und umfasst sowohl 1200 Stunden Theorie als auch 1200 Stunden Praxis im Rahmen von Praktika. Die Aufnahmekriterien an den einzelnen Schulen sind z.B. ein Mindestalter von 17 Jahren, ein Nachweis über die geistige und körperliche Eignung zur Ausführung des Berufs und ein Aufnahmegespräch. Bei der Ausbildung mit dem Schwerpunkt Behindertenarbeit ist die Pflegeassistenz-Ausbildung inbegriffen.

Personen, die bereits über eine abgeschlossene Pflegeassistenz-Ausbildung verfügen, können eine um ein Jahr verkürzte Ausbildung zum/zur Fach-SozialbetreuerIn für Behindertenarbeit absolvieren. Diese verkürzte Ausbildung bietet z.B. das Aus- und Weiterbildungszentrum AWZ Soziales Wien an. Zudem kann dieser Beruf auch im Rahmen einer Spezialausbildung erlernt werden, siehe den Beruf Fach-SozialbetreuerIn für Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung (Kurz-/Spezialausbildung).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fach-SozialbetreuerInnen sind dazu verpflichtet, im Zeitraum von 2 Jahren mindestens 32 Stunden an Weiterbildung zu absolvieren. Eine gute Weiterbildungsmöglichkeit für Fach-SozialbetreuerInnen für Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung ist eine 1-jährige Schulausbildung zum/zur Diplom-SozialbetreuerIn für Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung, siehe auch den Beruf Fach- und Diplom-SozialbetreuerIn für Behindertenarbeit (BA) und für Behindertenbegleitung (BB) (Mittlere/Höhere Schulen).

Weiterbildungsmöglichkeiten für AbsolventInnen von Fachschulen bieten beispielsweise eine Studienberechtigungsprüfung oder die Berufsreifeprüfung. Diese ermöglichen den Zugang zu Universitäten, z.B. im Bereich Sozialpädagogik. Auch einschlägige Fachhochschul-Studiengänge bieten für berufserfahrene FachschulabsolventInnen sowie für BHS-AbsolventInnen eine Weiterbildungsperspektive.

Weiterbildungen können bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI und WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:

  • Soziale Arbeit
  • Gebärdensprache
  • Konfliktmanagement
  • Psychologie
  • Gesundheits- und Krankenpflege
  • Sexualpädagogik
  • Musiktherapie
  • Bewegungspädagogik
  • Krisenintervention
  • Frühförderung

Berufliche Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten vor allem Positionen im Sozialmanagement und in der Sozialverwaltung sowie im Ausbildungsbereich, z.B. als Lehrperson für Sozialberufe. Zudem besteht die Möglichkeit, durch Absolvieren einzelner Module aus den anderen Betreuungsbereichen - Familienarbeit oder Altenarbeit - in einen anderen Sozialbetreuungsberuf zu wechseln.

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen des freien Gewerbes "Personenbetreuung" möglich. Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich die Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen zur Anmeldung eines Gewerbes.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der freien Gewerbe (BMDW).

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