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FeinoptikerIn

Berufsbereiche: Gesundheit und Medizin
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

FeinoptikerInnen stellen Glasbauteile für optische Instrumente und Geräte her (z.B. Linsen, Spiegel, Prismen, Brillengläser, optische Systeme für Fotoapparate, Mikroskope, Fernrohre usw.) und bauen feinoptische Geräte zusammen. Dabei montieren und justieren sie die Geräte und führen Wartungsarbeiten z.B. an meteorologischen Instrumenten durch. Sie führen Fertigungs-Hilfsverfahren wie Absprengen, Ansprengen, Kittzentrieren und Spannzentrieren durch. Weiters überprüfen sie feinoptische Geräte und erledigen anfallende Reparaturen. Bei der Herstellung einer optischen Linse prüfen die FeinoptikerInnen zunächst das hierfür verwendete Glasstück ("Rohling") auf Spannungsfehler. Diese könnten nämlich während der Bearbeitung zum Zerbrechen des Glases führen. Dann kitten sie eine bestimmte Anzahl von Rohlingen auf einen sogenannten Tragkörper (halbkugelförmiger Metallkörper). Dabei wird dieser erhitzt und mit Kitt und Klebewachs bestrichen. Nach dem Aufsetzen der Rohlinge wird der Tragkörper mit Wasser gekühlt, damit der Kitt fest wird und die Rohlinge in der richtigen Position bleiben. Nun befestigen die FeinoptikerInnen den Tragkörper in der Schleifmaschine an einer Spindel. Auf dieser befindet sich auch die Schleifschale (eine gusseiserne, halbkugelförmige Schale, die der Form des Tragkörpers angepasst ist). Zum Schleifen der Linsen senken die FeinoptikerInnen die sich drehende Schleifschale auf den Tragkörper ab. Ein aus feinen Schleifkörnern bestehendes Schleifmittel bewirkt sodann die Abtragung des Glases (für bestimmte Glasteile, z.B. Prismen, verwenden FeinoptikerInnen auch mit Diamantsplittern besetzte Kupfer- bzw. Bronzeschleifscheiben). Nach der Grobbearbeitung (Schleifen) erfolgt das Polieren. Dabei wird eine Maschine verwendet, die durch das gleichmäßige Hin- und Hergleiten einer Polierschale das Glas abträgt. Die FeinoptikerInnen schrauben zunächst den Tragkörper auf die Spindel der Poliermaschine und füllen die Polierschale mit einem Poliermittel (Polierpech). Die sich drehende Polierschale senken sie auf den Tragkörper ab, wobei ihre Stellung und die Geschwindigkeit der Polierbewegung automatisch gesteuert wird. Während des Poliervorganges kontrollieren die FeinoptikerInnen die erzielten Linsenwerte und korrigieren fallweise die Stellung der Polierschale. Abschließend überprüfen sie die Sauberkeit der Linse mit einer Lupe und unterziehen sie mittels Mess- und Prüfgeräten (z.B. Passeprüfen mit Interferometer) verschiedenen Prüfverfahren, um die optischen Eigenschaften festzustellen. Dabei stellen sie mit Messuhren, Schraublehren und optischen Geräten die Dicke, die Zentriergenauigkeit und die Bildgüte der Linsen fest. FeinoptikerInnen fertigen auch Fertigungszeichnungen und Skizzen an. Weiters führen sie Fügearbeiten durch und verwenden für die maschinelle Flächenbearbeitung die CNC-Technik (computer numeric control = computergesteuerte Geräte). Um Winkelmessungen durchzuführen arbeiten sie mit Goniometern (Winkelmessgeräten). Sie verfügen über Kenntnisse von Beschichtungsverfahren wie Aufdampfen, chemische Beschichtung und Lackieren. FeinoptikerInnen arbeiten aber auch bei der Arbeitsplanung und Produktionsplanung mit und führen unter Anleitung die Betriebsdatenerfassung am betriebsspezifischen rechnergestützten System durch. Dafür müssen sie auch Grundkenntnisse über die interne Auftragsabwicklung und über Kostenrechnung besitzen.
FeinoptikerInnen stellen Glasbauteile für optische Instrumente und Geräte her (z.B. Linsen, Spiegel, Prismen, Brillengläser, optische Systeme für Fotoapparate, Mikroskope, Fernrohre usw.) und bauen feinoptische Geräte zusammen. Dabei montieren und justieren sie die Geräte und führen Wartungsarbeiten z.B. an meteorologischen Instrumenten durch. Sie führen Fertigungs-Hilfsverfahren wie Absprengen, Ansprengen, Kittzentrieren und Spannzentrieren durch. Weiters überprüfen sie feinoptische Geräte und erledigen anfallende Reparaturen. Bei der Herstellung einer optischen Linse prüfen die FeinoptikerInnen zunächst das hierfür verwendete Glasstück ("Rohling") auf Spannungsfehler. Diese könnten nämlich während der Bearbeitung zum Zerbrechen des Glases führen. Dann kitten sie eine bestimmte Anzahl von Rohlingen auf einen sogenannten Tragkörper (halbkugelförmiger Metallkörper). Dabei wird dieser erhitzt und mit Kitt und Klebewachs bestrichen. Nach dem Aufsetzen der Rohlinge wird der Tragkörper mit Wasser gekühlt, damit der Kitt fest wird und die Rohlinge in der richtigen Position bleiben. Nun befestigen die FeinoptikerInnen den Tragkörper in der Schleifmaschine an einer Spindel. Auf dieser befindet sich auch die Schleifschale (eine gusseiserne, halbkugelförmige Schale, die der Form des Tragkörpers angepasst ist). Zum Schleifen der Linsen senken die FeinoptikerInnen die sich drehende Schleifschale auf den Tragkörper ab. Ein aus feinen Schleifkörnern bestehendes Schleifmittel bewirkt sodann die Abtragung des Glases (für bestimmte Glasteile, z.B. Prismen, verwenden FeinoptikerInnen auch mit Diamantsplittern besetzte Kupfer- bzw. Bronzeschleifscheiben). Nach der Grobbearbeitung (Schleifen) erfolgt das Polieren. Dabei wird eine Maschine verwendet, die durch das gleichmäßige Hin- und Hergleiten einer Polierschale das Glas abträgt. Die FeinoptikerInnen schrauben zunächst den Tragkörper auf die Spindel der Poliermaschine und füllen die Polierschale ...
  • Handgeschicklichkeit: Befestigen der Rohlinge auf der Kittschale, Handhaben von Mess- und Prüfgeräten
  • Fingerfertigkeit: Kitten, Herstellen optischer Systeme, Reparieren optischer Geräte
  • Auge-Hand-Koordination: Herstellen optischer Systeme, Reparieren optischer Geräte
  • Sehvermögen: Erkennen von Materialfehlern in den Rohlingen, Kontrollieren der Verarbeitungsqualität, Ablesen von Präzisionsmessgeräten
  • Hörvermögen: Erkennen von Materialfehlern im Glas anhand von Schleif- und Poliergeräuschen
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Arbeiten nach Werkstückzeichnungen, Herstellen optischer Systeme, Reparieren optischer Geräte
  • mathematisch-rechnerische Fähigkeit: Berechnen von Lichtbrechungsmaßen optischer Teile
  • logisch-analytisches Denken: Erkennen von Fehlerursachen bei der Reparatur optischer Geräte
  • generelle Lernfähigkeit: Aneignen von Kenntnissen über neue optische Systeme und Geräte
FeinoptikerInnen werden fast ausschließlich in Betrieben der feinoptischen Industrie, in Einzelfällen auch in Betrieben des Augenoptikergewerbes beschäftigt. Der Beruf wird vorwiegend von Frauen ausgeübt, die aber größtenteils keine entsprechende Lehre absolviert haben, sondern als angelernte Arbeiterinnen oder Hilfsarbeiterinnen beschäftigt sind. Bei den FacharbeiterInnen und Angestellten in diesem Beruf handelt es sich zum überwiegenden Teil um Männer; auch unter den Lehrlingen finden sich nur vereinzelt Mädchen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "FeinoptikerIn", dem der Beruf "FeinoptikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
Diesem Lehrberuf sind keine Berufsschulen zugeordnet.


Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

FeinoptikerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Metall- und Elektrogewerbe (Arbeiter) 01.01.2018
Metallindustrie (Arbeiter) 01.11.2017
FeinoptikerIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 12 8 7 7 8 7 10 10 8 9
weiblich 3 4 4 3 3 4 5 6 6 6
gesamt 15 12 11 10 11 11 15 16 14 15
Frauenanteil 20,0% 33,3% 36,4% 30,0% 27,3% 36,4% 33,3% 37,5% 42,9% 40,0%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
FeinoptikerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Augenoptiker/in nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf: Fachschule für Feinwerktechnik - Präzisionstechnik; Fachschule für Glastechnik (Ausbildungszweige "Flachglas", "Hohlglas" oder "Technisches Glas").
Weiterbildungsmöglichkeiten für FeinoptikerInnen sind vor allem in Form von innerbetrieblichen Einschulungen an neuen Geräten und Maschinen gegeben. In Großbetrieben gibt es zum Teil auch eigene Werksschulen, die verschiedene Weiterbildungskurse (z.B. Montagelehrgänge) abhalten. Eine weiterführende Bildungsmöglichkeit zur Erreichung eines höheren Bildungsabschlusses bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs ist das zur Reife- und Diplomprüfung führende Kolleg für Optometrie (2 Jahre, mit Vorbereitungslehrgang 2 1/2 Jahre) in Hall in Tirol.
In Industriebetrieben der Optikbranche können FeinoptikerInnen zu VorarbeiterInnen, EinstellerInnen oder ArbeitsvorbereiterInnen aufsteigen. Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für FeinoptikerInnen im Handwerk "Augenoptik" (Voraussetzung: Meisterprüfung); für den Kleinhandel mit Kontaktlinsen und das Anpassen von Kontaktlinsen ist die erfolgreiche Ablegung der Befähigungsprüfung im Gewerbe "Kontaktlinsenoptik" erforderlich (Zulassungsvoraussetzungen: erfolgreiche Meisterprüfung im Augenoptiker-Handwerk und erfolgreicher Besuch des vorgeschriebenen Lehrganges für Kontaktlinsenoptik).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Gesundheit und Körperpflege (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Holz, Glas, Ton, Seite 82
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Gesundheit, Schönheitspflege, Seite 64
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