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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

FuhrparkmanagerInnen befassen sich mit der Verwaltung, Planung, Steuerung und Kontrolle der sogenannten Fahrzeugflotte. Die Fahrzeugflotte umfasst jegliche Fahrzeuge, die einem Unternehmen zur Verfügung stehen, wie z.B. Taxis, Busse, Bagger oder Güterfahrzeuge. FuhrparkmanagerInnen koordinieren und optimieren sämtliche ökonomische und ökologische Prozesse des Fahrzeugzyklus vom Einkauf bis zur Fahrzeugverwertung.

Sie stellen die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge für die NutzerInnen sicher und sorgen für die optimale Auslastung der Fahrzeugflotte. Dazu müssen sie Wegstrecken planen und das optimale Kosten-Nutzenverhältnis beachten. Bei Schäden veranlassen FuhrparkmanagerInnen Reparaturen und bestellen Ersatzteile. Weiters analysieren sie den Kraftstoffverbrauch anhand der gefahrenen Kilometer, werten Fahrtenbücher aus und entwickeln Konzepte zur Kostenoptimierung.

FuhrparkmanagerInnen treffen organisatorische Maßnahmen, um den Informationsfluss zwischen dem Fuhrparkmanagement und den verschiedenen Unternehmensbereichen zu optimieren. Sie nutzen spezifische Fuhrpark-Software z.B. zur Online-Fahrzeugreservierung, zur Ortung von Fahrzeugen, zur Erstellung der Fuhrpark-Strukturanalyse sowie zur Dokumentation und für das Reporting.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Kostenrechnung durchführen
  • Verbesserungsmaßnahmen evaluieren
  • Fahrzeuge beschaffen und vermarkten
  • Touren planen
  • Fahrzeuge kaufen und verkaufen
  • Ladungssicherung kontrollieren
  • Schulungen des Personals durchführen
  • KundInnen beraten
Siehe auch:
  • Durchsetzungsvermögen
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Interesse für Autos
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Sinn für Zahlen
  • Technisches Verständnis
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Speditionen
  • Transportunternehmen
  • Verkehrsbetriebe
  • Post- und Kurierdienste
  • Automotive-Branche
  • Wirtschaftsunternehmen mit Fuhrpark

Die Nachfrage nach Logistikfachkräften ist weitgehend hoch. Die Branche ist allerdings stark von der allgemeinen Wirtschaftslage, von geopolitischen Veränderungen sowie von internationalen und nationalen Handels- und Transportauflagen abhängig, sodass es immer wieder zu Veränderungen in der Beschäftigungslage kommen kann. Die Anforderungen an Logistikunternehmen sind vielfältig: Der zunehmende Online-Handel und die immer größere Artikelvielfalt erfordern flexible Abläufe und Versandwege. Effiziente Logistik- und Beschaffungslösungen sind auch im Industrie- und Produktionsbereich gefragt – von der strategischen Planung für den Einkauf und die Beschaffung von Materialien, Maschinen und Werkzeugen über eine platzsparende Lagerung und termingerechte Bereitstellung für die Produktion bis zur vorschriftsmäßigen Entsorgung. Dabei werden zunehmend digitale Technologien, die eine Optimierung und Automatisierung vieler Prozesse ermöglichen, eingesetzt. Weitere bestimmende Themen sind Nachhaltigkeit und Umweltschutz, weshalb ganzheitliche Logistikkonzepte zunehmend an Bedeutung gewinnen.

FuhrparkmanagerInnen müssen neben einem fundierten technischen Verständnis im Bereich Fahrzeugtechnik auch über ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten verfügen, da sie viel in Kontakt mit FahrerInnen, Werkstätten und SpediteurInnen stehen. Ebenso benötigen sie Kenntnisse der gesetzlichen Vorschriften im Transportwesen sowie einen sicheren Umgang mit digitalen Fuhrparkmanagementsystemen. In international tätigen Unternehmen können Englischkenntnisse die Berufsaussichten verbessern.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für das Berufsbündel "LogistikmanagerIn", dem der Beruf "FuhrparkmanagerIn" zugeordnet ist, wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bildet eine Ausbildung an Handelsakademien im Bereich Logistikmanagement. Die Ausbildung umfasst meist Fächer wie Betriebswirtschaft, Unternehmensrechnung, Wirtschaftsinformatik, Recht, Volkswirtschaft, Projektmanagement, Officemanagement und Logistikmanagement. Im Zuge der Ausbildung werden unter anderem Fremdsprachenkenntnisse vermittelt. Weiters werden praktische Erfahrungen an schuleigenen Werkstätten sowie im Rahmen von mehrwöchigen betrieblichen Pflichtpraktika erworben. 

Ausbildungen im Bereich Fuhrparkmanagement bietet neben dem WIFI auch die TÜV Austria Academy.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten für AbsolventInnen von Fachschulen und Handelsschulen bieten beispielsweise Aufbaulehrgänge, die zur Matura führen, sowie eine Studienberechtigungsprüfung oder die Berufsreifeprüfung. Diese ermöglichen den Zugang zu Kollegs oder Universitäten, z.B. im Bereich Logistikmanagement. Auch einschlägige Fachhochschulstudiengänge bieten eine Weiterbildungsperspektive.

Weiterbildungen in den Bereichen Mobilität und Verkehr bietet z.B. die Forschungsgemeinschaft Mobilität - Austrian Mobility Research an.

Zudem können Weiterbildungen bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI und WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:

  • Transportmanagement
  • Controlling
  • Verkehrstelematik
  • Elektromobilität
  • Prozessmanagement
  • Qualitätskontrolle
  • Fahrzeugtechnik

Seit Herbst 2023 können an Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen sowie Privatuniversitäten zusätzlich zum bisherigen Studienangebot auch berufsbegleitende Weiterbildungsstudien absolviert werden. Diese bieten auch Personen, die keine Hochschulreife (Matura, Berufsreife- oder Studienberechtigungsprüfung) besitzen, die Möglichkeit den akademischen Titel „Bachelor Professional (BPr)" oder „Master Professional (MPr)" zu erwerben.

Für die Zulassung zu einem Bachelor Professional-Studium ist ein einschlägiger beruflicher Ausbildungsabschluss (z.B. Lehre, BMS-Abschluss) oder eine mehrjährige Berufserfahrung im Studienbereich erforderlich.

Personen, die einen Master Professional abgeschlossen haben, können in der Folge dann auch ein Doktoratsstudium absolvieren.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in Funktionen wie AbteilungsleiterIn.

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen des reglementieren Gewerbes "SpediteurInnen einschließlich der TransportagentInnen" oder der freien Gewerbe "Fuhrwerksdienste zum Transport von Gütern mit Tieren" und "Unternehmensberatung einschließlich der Unternehmensorganisation" möglich.

Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden. Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich die Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen zur Anmeldung eines Gewerbes.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe und der Liste der freien Gewerbe.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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