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FacharbeiterIn Bienenwirtschaft

Berufsbereiche: Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Die Ablegung der Lehrabschlussprüfung ist auch über den zweiten Bildungsweg nach zumindest dreijähriger Praxis und den Besuch einschlägiger Fachkurse möglich. Diese werden von der Steirischen Imkerschule in Graz-Andritz sowie von der landwirtschaftlichen Fachschule in Warth/NÖ angeboten.

Tätigkeitsmerkmale

BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen sind in der Haltung und Betreuung von Bienenvölkern zur Honig- und Wachsgewinnung tätig. Die wichtigsten Erzeugnisse sind Honig, Wachs, Blütenpollen sowie das vor allem für Medikamente und Kosmetika verwendete Bienenkittharz ("Propolis") und das "Gelee Royal" (Futtersaft für Bienenköniginnen). Weiters züchten sie Bienenköniginnen und Bienenvölker für den Eigenbedarf sowie zum Verkauf und fertigen transportable Bienenstöcke ("Magazinbeuten") mit den dazugehörigen Wabenrahmen an.

Die Tätigkeit der BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen ist dem jährlichen Lebenszyklus der Bienen angepasst. Von Frühjahr bis Herbst betreuen sie die Bienenstöcke, im Winter sind sie vor allem mit Reparatur- und Wartungsarbeiten an den transportablen Bienenstöcken beschäftigt, fertigen Wabenrahmen an und bereiten den Honig für den Verkauf vor.

Die Betreuung der Bienenvölker beginnt zeitig im Frühjahr mit der Reinigung der Bienenstöcke und der Überprüfung des Gesundheitszustandes der Bienenvölker. Die BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen entfernen Rückstände aus Wachsstücken und tote Bienen, die sich während des Winters beim Flugloch sowie auf einem zu Kontrollzwecken im Bienenstock eingelegten Kartonstück ("Stockwindel") gesammelt haben. Dabei untersuchen sie die toten Bienen auf mögliche Krankheitsanzeichen hin. Wurde ein Schädling eingeschleppt (z.B. die in letzter Zeit häufige Varroa-Milbe), treffen die BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen entsprechende Maßnahmen zur Krankheitsbekämpfung (Medikamente, Begasung mit geeigneten Chemikalien).

Das im Frühjahr einsetzende Wachstum der Bienenvölker unterstützen die BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen durch Zufütterung von Pollen oder Pollenersatzstoffen. Durch Erweiterung des Bienenstockes mit sogenannten Zargen (stapelbare Teile mit Wabenrahmen) schaffen sie den Bienen Platz für die Brut und die Honigerzeugung.

Die erste Honigernte erfolgt nach dem Verblühen der Frühjahrspflanzen. Die BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen nehmen die mit Honig gefüllten Waben aus den Bienenstöcken und tragen sie in den Schleuderraum. Hier entfernen sie mit einem speziellen Messer die obere Wachsschicht ("Verdeckelung") der Waben und schleudern sie in einer Zentrifuge, die meist elektrisch, manchmal noch von Hand betrieben wird. Zum Teil verwenden sie heute bereits Zentrifugen mit elektronischer Steuerung. Die leeren Waben geben sie in den Bienenstock zurück.

Um den Honigertrag zu erhöhen, transportieren die BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen die Bienenstöcke zu günstigen Sammelplätzen und stellen sie an windgeschützten Stellen auf ("Wandern"). Diese Arbeit wird - meist gemeinsam mit einigen HelferInnen - in der Nacht durchgeführt, wenn sich alle Bienen in den Stöcken befinden.

Während des Sommers überprüfen die BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen regelmäßig die Entwicklung der Bienenvölker und führen Zucht- und Pflegemaßnahmen durch. Nachdem die Bienen ihre jährliche Sammeltätigkeit beendet haben ("Trachtschluss", etwa Ende Juli), entfernen die BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen die Aufsätze von den Bienenstöcken und schleudern die in ihnen enthaltenen Waben aus. Nach der letzten Schleuderung bereiten sie die Bienenvölker durch spezielle Fütterung auf das Überwintern vor und transportieren die Bienenstöcke zurück zu den Überwinterungsplätzen, wo sie die Bienenstöcke gegen Witterungseinflüsse absichern.

Ein wichtiger Aufgabenbereich der BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen ist schließlich die Zucht von Bienenvölkern, wobei sie überalterte Bienenköniginnen durch junge und ertragsschwache Bienenvölker durch ertragsreiche ersetzen. Durch gezielte Auswahl und Kreuzung der Bienen verbessern sie deren erbliche Anlagen und somit die Honigerträge.

BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen sind in der Haltung und Betreuung von Bienenvölkern zur Honig- und Wachsgewinnung tätig. Die wichtigsten Erzeugnisse sind Honig, Wachs, Blütenpollen sowie das vor allem für Medikamente und Kosmetika verwendete Bienenkittharz ("Propolis") und das "Gelee Royal" (Futtersaft für Bienenköniginnen). Weiters züchten sie Bienenköniginnen und Bienenvölker für den Eigenbedarf sowie zum Verkauf und fertigen transportable Bienenstöcke ("Magazinbeuten") mit den dazugehörigen Wabenrahmen an.

Die Tätigkeit der BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen ist dem jährlichen Lebenszyklus der Bienen angepasst. Von Frühjahr bis Herbst betreuen sie die Bienenstöcke, im Winter sind sie vor allem mit Reparatur- und Wartungsarbeiten an den transportablen Bienenstöcken beschäftigt, fertigen Wabenrahmen an und bereiten den Honig für den Verkauf vor.

Die Betreuung der Bienenvölker beginnt zeitig im Frühjahr mit der Reinigung der Bienenstöcke und der Überprüfung des Gesundheitszustandes der Bienenvölker. Die BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen entfernen Rückstände aus Wachsstücken und tote Bienen, die sich während des Winters beim Flugloch sowie auf einem zu Kontrollzwecken im Bienenstock eingelegten Kartonstück ("Stockwindel") gesammelt haben. Dabei untersuchen sie die toten Bienen auf mögliche Krankheitsanzeichen hin. Wurde ein Schädling eingeschleppt (z.B. die in letzter Zeit häufige Varroa-Milbe), treffen die BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen entsprechende Maßnahmen zur Krankheitsbekämpfung (Medikamente, Begasung mit geeigneten Chemikalien).

Das im Frühjahr einsetzende Wachstum der Bienenvölker unterstützen die BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen durch Zufütterung von Pollen oder Pollenersatzstoffen. Durch Erweiterung des Bienenstockes mit sogenannten Zargen (stapelbare Teile mit Wabenrahmen) schaffen sie den Bienen Platz für die Brut und die Honigerzeugung.

Die erste Honigernte erfolgt nach dem Verblühen der Frühjahrspflanzen. Die BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen ...

  • Kräftiger Körperbau: Transportieren der Bienenstöcke und der Honigwaben
  • physische Ausdauer: Arbeiten im Freien
  • Handgeschicklichkeit: Anfertigen und Ausbessern der Bienenstöcke
  • Sehvermögen: Kontrollieren der Bienenvölker, Erkennen von Bienenkrankheiten
  • generelle Lernfähigkeit: Anwenden neuer Erkenntnisse der Bienenhaltung und -zucht

Betriebe/Lehrbetriebe: BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen arbeiten hauptsächlich als Selbstständige oder als mithelfende Familienangehörige in kleinen landwirtschaftlichen Betrieben. Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen auch in größeren land- und forstwirtschaftlichen Privatbetrieben bzw. in Gutsbetrieben. Größere Imkereien gibt es vor allem in Niederösterreich und in der Steiermark. Einige BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen sind am Bundesinstitut für Bienenkunde, beim Steirischen Imkerzentrum in Graz oder in der Niederösterreichischen Imkerschule in Warth-Aichhof beschäftigt.

Lehrstellensituation: Die Zahl der Lehrlinge in diesem Beruf ist sehr klein. In den letzten Jahren gab es jährlich insgesamt weniger als 10 Lehrlinge in diesem Beruf.

Unterschiede nach Geschlecht: In der Bienenwirtschaft sind sowohl Männer als auch Frauen tätig. Männer arbeiten vor allem im Bereich der Bienenbetreuung und Bienenzucht, Frauen hingegen sind oft mit der Honigschleuderung und dem Verkauf von Imkereiprodukten betraut. Unter den Lehrlingen waren in den letzten Jahren Männer insgesamt etwas stärker vertreten als Frauen.

Berufsaussichten: Da die meisten Imkereien Familienbetriebe sind, besteht am Arbeitsmarkt fast keine Nachfrage nach zusätzlichen Arbeitskräften. Zudem werden Imkereien oft nur als Nebenerwerb in der Landwirtschaft betrieben.

Beschäftigungsaussichten: Die Möglichkeiten, diesen Beruf als unselbstständig Beschäftigte/Beschäftigter auszuüben, sind begrenzt.

Zusatzinformationen: Im Frühling und im Sommer fällt für BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen am meisten Arbeit an.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "FacharbeiterIn in der Landwirtschaft", dem der Beruf "FacharbeiterIn Bienenwirtschaft" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

FacharbeiterIn Bienenwirtschaft
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Bäuerliche Betriebe BURGENLAND (Arbeiter) 01.01.2018
Bäuerliche Betriebe KÄRNTEN (Arbeiter) 01.05.2018
Bäuerliche Betriebe NIEDERÖSTERREICH (Arbeiter) 01.06.2018
Bäuerliche Betriebe OBERÖSTERREICH (Arbeiter) 01.09.2017
Bäuerliche Betriebe SALZBURG (einschließlich der monatlichen Schmutzzulage) (Arbeiter) 01.01.2018
Bäuerliche Betriebe STEIERMARK (Arbeiter) 01.01.2018
Bäuerliche Betriebe TIROL (Arbeiter) 01.01.2018
Bäuerliche Betriebe VORARLBERG (Arbeiter) 01.01.2018
FacharbeiterIn Bienenwirtschaft (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich 4 6 6 5 4 3 2 4 4 4
weiblich 1 1 1 2 4 1 2 1 2 4
gesamt 5 7 7 7 8 4 4 5 6 8
Frauenanteil 20,0% 14,3% 14,3% 28,6% 50,0% 25,0% 50,0% 20,0% 33,3% 50,0%
Quelle: ÖLAKT - Österreichischer Landarbeiterkammertag
FacharbeiterIn Bienenwirtschaft
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* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Kein Eintrag

Als Weiterbildungsmöglichkeiten bieten sich einschlägige Fachkurse der landwirtschaftlichen Schulen, der jeweiligen Landesverbände für Bienenzucht und des Bundesamt und Forschungszentrum für Landwirtschaft, Abteilung Institut für Bienenkunde, 1220 Wien an.

Aufstiegsmöglichkeiten:

Da die meisten Imkereien Familienbetriebe sind und BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen nur an den Imkerschulen und dem Institut für Bienenkunde unselbständig tätig sein können, sind berufliche Aufstiegsmöglichkeiten nur in wenigen Einzelfällen gegeben.

Selbstständige Berufsausübung:

BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen können ihren Beruf selbstständig ausüben. Die selbstständige Berufsausübung in der Land- und Forstwirtschaft ist an keinen Befähigungsnachweis gebunden. Es ist möglich, eine Meisterprüfung abzulegen. Die Meisterprüfung berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung "BienenwirtschaftsmeisterIn" und zur Ausbildung von Lehrlingen.

Weiters besteht die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) für BienenwirtschaftsfacharbeiterInnen in den freien Gewerben

  • Direktvertrieb und
  • Handelsgewerbe.

Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Tiere und Pflanzen, Seite 140
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