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KunststoffformgeberIn

Berufsbereiche: Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Ältere Berufsbezeichnung(en): KunststoffverarbeiterIn

 

Siehe auch den Lehrberuf "KunststofftechnikerIn" (Lehrzeit: 4 Jahre)!

Die beiden Lehrberufe "KunststoffformgeberIn" und "KunststofftechnikerIn" sind zwar weitgehend gleich aufgebaut, der Lehrberuf "KunststofftechnikerIn" dauert aber um ein Jahr länger (4 Jahre) und bietet eine umfassendere und vertiefte Ausbildung.

Tätigkeitsmerkmale

KunststoffformgeberInnen arbeiten in der Produktion von Kunststoffprodukten. Sie bereiten die Rohstoffe und Halbfertigprodukte für die Fertigung vor, bedienen die Maschinen und Produktionsanlagen, überwachen den Fertigungsablauf, kontrollieren die fertigen Produkte und beheben nötigenfalls Produktionsfehler. Wichtige Aufgaben sind die Qualitätskontrolle und der Umweltschutz (z.B. Recycling von Reststoffen und Kunststoffabfällen). Die wichtigsten Produkte sind Haushalts- und Küchengegenstände, Möbel, Spielzeug, Bestandteile von Geräten und Maschinen (z.B. Gehäuse, Zahnräder), Behälter, Rohre, Fenster und Türen, Fahrzeugteile (v.a. Innenausstattung), Verpackungsmaterialien, Folien usw.

Vor der eigentlichen Fertigung muss zunächst die Kuststoff-Formmasse zubereitet werden. Dieser Arbeitsvorgang ist meist vollautomatisiert. Die Aufgabe der KunststoffformgeberInnen ist hier die Umrüstung, Einstellung und Überwachung der Knet- und Walzmaschinen, in denen die Kunststoff-Grundmasse mit Weichmachern, Stabilisatoren, Farbstoffen und Füllstoffen vermengt und in eine produktionsgerechte Form gebracht wird. Besonders wichtig ist hierbei die genaue Überprüfung von Festigkeit, Druck und Härte der Masse mit Mess- und Prüfgeräten.

Für die Fertigung der Kunststoff-Produkte wird zunächst die Kunststoffmasse in den Verarbeitungsmaschinen erhitzt. Dann wird die Masse entweder zu Formteilen gepresst oder gespritzt oder sie wird zu Endlosformen verarbeitet (z.B. Profile, Rohre oder Platten). Der Vorgang, bei dem formbares Material durch Düsen gepresst und dabei geformt wird, heißt "Extrudieren" und stellt eine der häufigsten Kunststoffformungs-Techniken dar. Die dabei verwendeten Formen werden von den KunststoffformgeberInnen gewartet, gereinigt und fachgerecht gelagert. Neben Hitze und Druck werden heute in der Kunststoffformgebung auch andere physikalische Einflüsse verwendet, vor allem Infrarotstrahlen, Ultraschall, Laserstrahlen und Ozon.

Bei den maschinellen Fertigungsverfahren sind die wichtigsten Aufgaben der KunststoffformgeberInnen das Einrichten der Maschinen, das Anfahren der Fertigung und das Erkennen, Lokalisieren und Beheben von Produktionsstörungen sowie die laufende Qualitätskontrolle. Viele dieser Tätigkeiten werden heute bereits rechnergestützt durchgeführt, also an elektronischen Schaltpulten mit integrierten Mess- und Kontrollanzeigen.

Kunststoffprodukte werden teilweise auch aus sogenanntem Halbzeug gefertigt, also aus grob vorgeformten Kunststoffteilen. Die KunststoffformgeberInnen formen diese Rohlinge entweder mit Methoden der "thermischen Verformung", also mit Hitze bzw. mit erhitzten Formen, oder sie bearbeiten diese Rohlinge mit den üblichen Methoden der Werkstoffbearbeitung mit Handwerkzeugen und Werkzeugmaschinen (Stanzen, Schneiden, Feilen, Schleifen, Fräsen, Bohren, Gewindeschneiden, Polieren usw.).

Die KunststoffformgeberInnen führen schließlich auch verschiedene Endfertigungs-Arbeiten an den Kunststoff-Produkten durch, vor allem die Oberflächenveredelung (Beschichtung, Härtung u.a.). Häufig werden die Kunststoff-Produkte nach der Fertigung auch noch bedruckt, lackiert oder geprägt.

Neben der eigentlichen Fertigung von Kunststoffprodukten haben die KunststoffformgeberInnen auch noch zahlreiche wichtige Aufgaben in der Wartung und Instandhaltung der verwendeten Maschinen und Geräte. Sie reinigen die Maschinen, führen verschiedene Wartungsarbeiten durch (z.B. Nachfüllen von Betriebsstoffen wie Schmier- und Kühlmittel usw.) und sorgen für die Wartung und Instandhaltung der Pneumatik- und Hydrauliksysteme, der Heiz- und Kühlsysteme sowie der Formen und Werkzeuge.

KunststoffformgeberInnen arbeiten in der Produktion von Kunststoffprodukten. Sie bereiten die Rohstoffe und Halbfertigprodukte für die Fertigung vor, bedienen die Maschinen und Produktionsanlagen, überwachen den Fertigungsablauf, kontrollieren die fertigen Produkte und beheben nötigenfalls Produktionsfehler. Wichtige Aufgaben sind die Qualitätskontrolle und der Umweltschutz (z.B. Recycling von Reststoffen und Kunststoffabfällen). Die wichtigsten Produkte sind Haushalts- und Küchengegenstände, Möbel, Spielzeug, Bestandteile von Geräten und Maschinen (z.B. Gehäuse, Zahnräder), Behälter, Rohre, Fenster und Türen, Fahrzeugteile (v.a. Innenausstattung), Verpackungsmaterialien, Folien usw.

Vor der eigentlichen Fertigung muss zunächst die Kuststoff-Formmasse zubereitet werden. Dieser Arbeitsvorgang ist meist vollautomatisiert. Die Aufgabe der KunststoffformgeberInnen ist hier die Umrüstung, Einstellung und Überwachung der Knet- und Walzmaschinen, in denen die Kunststoff-Grundmasse mit Weichmachern, Stabilisatoren, Farbstoffen und Füllstoffen vermengt und in eine produktionsgerechte Form gebracht wird. Besonders wichtig ist hierbei die genaue Überprüfung von Festigkeit, Druck und Härte der Masse mit Mess- und Prüfgeräten.

Für die Fertigung der Kunststoff-Produkte wird zunächst die Kunststoffmasse in den Verarbeitungsmaschinen erhitzt. Dann wird die Masse entweder zu Formteilen gepresst oder gespritzt oder sie wird zu Endlosformen verarbeitet (z.B. Profile, Rohre oder Platten). Der Vorgang, bei dem formbares Material durch Düsen gepresst und dabei geformt wird, heißt "Extrudieren" und stellt eine der häufigsten Kunststoffformungs-Techniken dar. Die dabei verwendeten Formen werden von den KunststoffformgeberInnen gewartet, gereinigt und fachgerecht gelagert. Neben Hitze und Druck werden heute in der Kunststoffformgebung auch andere physikalische Einflüsse verwendet, vor allem Infrarotstrahlen, Ultraschall, Laserstrahlen und Ozon.

Bei den maschinellen Fertigungsverfahren sind die ...

  • Handgeschicklichkeit: Bearbeiten von Halbzeug mit Handwerkzeugen, z.B. Feilen, Sägen, Gewindeschneiden
  • Tastsinn: Prüfen der Oberfläche von Werkstücken
  • Auge-Hand-Koordination: Schweißen, Montieren von Kleinteilen
  • Sehvermögen: Herstellen von Farbmischungen, Sichtprüfen
  • Unempfindlichkeit der Haut: Aufbereiten der Formmassen, Arbeiten mit Schleif- und Reinigungsmitteln
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Arbeiten nach Werkzeichnungen
  • technisches Verständnis: Einstellen und Überwachen der Fertigungsmaschinen
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten im Team
  • logisch-analytisches Denken: Beheben von Störungen an Maschinen
  • Selbständigkeit: Beheben von Störungen an Maschinen
  • generelle Lernfähigkeit: Verarbeiten neuer Kunststoffe

Die meisten KunststoffformgeberInnen arbeiten in Mittel- und Großbetrieben der Kunststoffverarbeitung (Gewerbe- oder Industriebetriebe); es gibt aber auch einige gewerbliche Kleinbetriebe. Die Unternehmen sind vor allem in Industriegebieten angesiedelt. Die Ausbildungs- und Beschäftigungsaussichten für KunststoffformgeberInnen sind gut, da die Kunststoffbranche eine positive wirtschaftliche Entwicklung aufweist; etwas gedämpft wird der Fachkräftebedarf allerdings durch die nach wie vor stattfindenden Rationalisierungen durch Automatisierung der Kunststoffverarbeitung. FacharbeiterInnen mit zusätzlichen Qualifikationen in den Bereichen EDV und Steuer- und Regeltechnik sind allerdings gefragt.

Geschlechtsbedingte Unterschiede bei den Berufsaussichten gibt es in diesem Beruf insofern, als es bei Lehrlingen und Beschäftigten nach wie vor wesentlich mehr Männer als Frauen gibt; aber der Frauenanteil ist steigend und es interessieren sich auch immer mehr Mädchen für den Lehrberuf KunststoffformgeberIn.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "KunststofftechnikerIn", dem der Beruf "KunststoffformgeberIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

KunststoffformgeberIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Holz und Kunststoff verarbeitendes Gewerbe, Lohnschema für das Kunststoff verarbeitende Gewerbe (Arbeiter) 01.05.2017
Chemische, Kunststoff verarbeitende und pharmazeutische Industrie (Arbeiter) 01.05.2017
KunststoffformgeberIn (inkl. Doppellehren)
In den angeführten Werten sind auch die Lehrlingszahlen des Vorläufer-Lehrberufs "KunststoffverarbeiterIn" enthalten!
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 328 329 299 278 283 289 294 282 289 293
weiblich 26 35 43 47 56 55 53 53 49 40
gesamt 354 364 342 325 339 344 347 335 338 333
Frauenanteil 7,3% 9,6% 12,6% 14,5% 16,5% 16,0% 15,3% 15,8% 14,5% 12,0%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
KunststoffformgeberIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Bootbauer/in nein
Kunststofftechniker/in ja >
Leichtflugzeugbauer/in nein
Modellbauer/in nein
Prozesstechniker/in nein
Skibautechniker/in nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
> Die LAP des verwandten Lehrberufs ersetzt die LAP im beschriebenen Lehrberuf

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen (vor allem Ausbildungsschwerpunkt "Kunststoff- und Umwelttechnik"), Höhere Lehranstalt für Werkstoffingenieurwesen (vor allem Ausbildungsschwerpunkte "Kunststoff- und Umwelttechnik", "Kunststoff- und Umwelttechnik / Kunststoffe - Sport und Design", "Kunststoff- und Umwelttechnik / Werkstoffinformatik").

Da sich die Kunststofftechnologie und die Technik der elektronisch gesteuerten Werkzeugmaschinen laufend weiter entwickelt, ist Weiterbildung in diesem Beruf für eine erfolgreiche Berufsausübung sehr wichtig. Das Berufsförderungsinstitut (bfi) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten in allen Bundesländern Weiterbildungsveranstaltungen für KunststoffformgeberInnen an.

Eine weiterführende Bildungsmöglichkeit zur Erreichung eines höheren Bildungsabschlusses bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs ist vor allem die Werkmeisterschule für Berufstätige mit der Fachrichtung "Kunststofftechnik" (2 Jahre, Abendunterricht).

In größeren Betrieben können KunststoffformgeberInnen zu VorarbeiterInnen, MaschinenführerInnen, ArbeitsvorbereiterInnen, WerkmeisterInnen und AbteilungsleiterInnen aufsteigen.

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für KunststoffformgeberInnen in den Handwerken "Kunststoffverarbeitung" oder "Bootbauer" (Voraussetzung: Meisterprüfung).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Technik (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Frauen mit Zukunft - Berufliche Einstiege, Umstiege und Aufstiege mit Unterstützung des AMS (Broschüre)
Reihe: Einzelbroschüre
Seite 12
Chemie (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Chemie und Kunststoff, Seite 51
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Chemie, Physik, Labor, Seite 32
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