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FacharbeiterIn Landwirtschaft

Berufsbereiche: Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Landwirtschaftliche FacharbeiterInnen bauen landwirtschaftliche Nutzpflanzen an, pflegen diese während des Wachstums und ernten sie. Sie züchten und betreuen landwirtschaftliche Nutztiere und pflegen den Waldbestand des Betriebes. Weiters warten sie die in der Landwirtschaft verwendeten Maschinen und halten die Betriebsgebäude instand.

Die wichtigsten Erzeugnisse der Landwirtschaftlichen FacharbeiterInnen im Bereich des Pflanzenbaues sind Futterpflanzen, Getreide (z.B. Mais, Roggen), Hackfrüchte (z.B. Kartoffeln) sowie Feldgemüse und Obst. In der Tierzucht züchten sie Schweine, Rinder, Schafe und Geflügel. Von den Tieren gewinnen sie vor allem Milch und Eier.

Bei der Feldarbeit bereiten die Landwirtschaftlichen FacharbeiterInnen in den ersten Frühlingswochen mit Pflügen und Eggen bzw. Saatbeetkombinationen das Feld zur Aussaat vor. Sie düngen den Boden mit Stallmist oder Kunstdünger, den sie mit an den Traktor angekoppelten Düngerstreuern oder Güllefässern ausbringen. In das gelockerte Saatbeet säen sie das Saatgut mit Sämaschinen aus. Während des Pflanzenwachstums düngen sie die Jungpflanzen nach und bekämpfen Unkraut und Schädlinge mit natürlichen und künstlichen Pflanzenschutzmitteln, die sie mit speziellen Geräten auf die Pflanzen aufsprühen. Sind die angebauten Nutzpflanzen erntereif, führen die Landwirtschaftlichen FacharbeiterInnen die Erntearbeiten (z.B. Getreideernte, Heuernte) mit verschiedenen Erntemaschinen (z.B. Mähdrescher, Ladewagen) durch. Sie transportieren das Erntegut mit Traktoranhängern zum landwirtschaftlichen Betrieb oder verkaufen es direkt ab Feld an Großabnehmer.

Zur Fütterung der Tiere am Hof mahlen die Landwirtschaftlichen FacharbeiterInnen das Kornfutter (z.B. Futterweizen, Mais) in einer Schrotmühle und vermischen es in einem Mischwerk mit eiweißreichem "Kraftfutter" und Mineralstoffen. Sie verteilen das Futter entweder händisch oder mit einer automatischen Transportanlage in die einzelnen Futtertröge der Tiere. Raufutter (z.B. Heu) wird von einem Futtergang aus an die Tiere verteilt.

Bei der Stallreinigung verwenden die Landwirtschaftlichen FacharbeiterInnen in der Regel mechanische Reinigungsanlagen. Sie sammeln den Mist bei den Tieren und kehren ihn in die Entmistungsrinne. Dort wird er mit einer Fördereinrichtung zur außerhalb des Stalles liegenden Mistlagerungsstätte transportiert. Im Anschluss an die Stallreinigung werfen sie durch Abwurfschächte die benötigte Strohmenge vom Lager in die Stallgänge und verteilen das Stroh zwischen den Tieren. In der Rinderhaltung wird der Mist zum Teil auch flüssig gelagert und befördert, im Stall wird dann kein Stroh eingesetzt.

Im Zuge der Tierbetreuung kontrollieren die Landwirtschaftlichen FacharbeiterInnen in regelmäßigen Zeitabständen den Entwicklungs- und Gesundheitszustand des Viehs. Sie reinigen die Tiere und versorgen kranke Tiere. In der Milchproduktion melken sie die Kühe zweimal täglich und kühlen die Milch in einer Milchkühlanlage. Das Melkgeschirr reinigen sie nach jedem Melkvorgang.

Im Bereich der Waldwirtschaft schlägern die Landwirtschaftlichen FacharbeiterInnen erntereifes Holz und pflanzen auf den abgeholzten Flächen Jungpflanzen aus. Um das Wachstum der Jungpflanzen zu verbessern, düngen sie diese und entfernen wachstumshinderndes Buschwerk.

Die Landwirtschaftlichen FacharbeiterInnen halten die landwirtschaftlichen Maschinen, Geräte und Betriebseinrichtungen instand. Sie schmieren regelmäßig die Maschinen, tauschen abgenutzte Teile (Verschleißteile) aus und reinigen sämtliche benutzten Geräte von Verschmutzungen.

Landwirtschaftliche FacharbeiterInnen bauen landwirtschaftliche Nutzpflanzen an, pflegen diese während des Wachstums und ernten sie. Sie züchten und betreuen landwirtschaftliche Nutztiere und pflegen den Waldbestand des Betriebes. Weiters warten sie die in der Landwirtschaft verwendeten Maschinen und halten die Betriebsgebäude instand.

Die wichtigsten Erzeugnisse der Landwirtschaftlichen FacharbeiterInnen im Bereich des Pflanzenbaues sind Futterpflanzen, Getreide (z.B. Mais, Roggen), Hackfrüchte (z.B. Kartoffeln) sowie Feldgemüse und Obst. In der Tierzucht züchten sie Schweine, Rinder, Schafe und Geflügel. Von den Tieren gewinnen sie vor allem Milch und Eier.

Bei der Feldarbeit bereiten die Landwirtschaftlichen FacharbeiterInnen in den ersten Frühlingswochen mit Pflügen und Eggen bzw. Saatbeetkombinationen das Feld zur Aussaat vor. Sie düngen den Boden mit Stallmist oder Kunstdünger, den sie mit an den Traktor angekoppelten Düngerstreuern oder Güllefässern ausbringen. In das gelockerte Saatbeet säen sie das Saatgut mit Sämaschinen aus. Während des Pflanzenwachstums düngen sie die Jungpflanzen nach und bekämpfen Unkraut und Schädlinge mit natürlichen und künstlichen Pflanzenschutzmitteln, die sie mit speziellen Geräten auf die Pflanzen aufsprühen. Sind die angebauten Nutzpflanzen erntereif, führen die Landwirtschaftlichen FacharbeiterInnen die Erntearbeiten (z.B. Getreideernte, Heuernte) mit verschiedenen Erntemaschinen (z.B. Mähdrescher, Ladewagen) durch. Sie transportieren das Erntegut mit Traktoranhängern zum landwirtschaftlichen Betrieb oder verkaufen es direkt ab Feld an Großabnehmer.

Zur Fütterung der Tiere am Hof mahlen die Landwirtschaftlichen FacharbeiterInnen das Kornfutter (z.B. Futterweizen, Mais) in einer Schrotmühle und vermischen es in einem Mischwerk mit eiweißreichem "Kraftfutter" und Mineralstoffen. Sie verteilen das Futter entweder händisch oder mit einer automatischen Transportanlage in die einzelnen Futtertröge der Tiere. Raufutter (z.B. Heu) w ...

Foto FacharbeiterIn Landwirtschaft
© AMS / Das Medienstudio
Foto FacharbeiterIn Landwirtschaft
© AMS / Das Medienstudio
Foto FacharbeiterIn Landwirtschaft
© AMS / Das Medienstudio
  • Kräftiger Körperbau: Tragen von Futter- und Saatgutsäcken, Aufladen von Erntegut
  • physische Ausdauer: Feld-, Stall- und Waldarbeiten
  • körperliche Wendigkeit: Fütterungsarbeiten, Auspflanzen
  • Handgeschicklichkeit: Einstellen der Maschinen, Wartungsarbeiten
  • Sehvermögen: Prüfen der Pflanzen, z.B. im Hinblick auf Erkrankungen
  • Unempfindlichkeit der Haut: Arbeiten mit Pflanzenschutzmitteln und Dünger
  • technisches Verständnis: Bedienen von landwirtschaftlichen Maschinen, Wartungsarbeiten
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Teamarbeit bei Ernte- und Stallarbeiten
  • Reaktionsfähigkeit: Umgehen mit Tieren, Arbeiten mit Maschinen
  • Selbständigkeit: Ernte- und Stallarbeiten
  • generelle Lernfähigkeit: Neuentwicklungen bei landwirtschaftlichen Maschinen und Anbaumethoden

Betriebe/Lehrbetriebe: Meist sind landwirtschaftliche FacharbeiterInnen selbstständige Bauern/Bäuerinnen oder arbeiten als mithelfende Familienangehörige in landwirtschaftlichen Klein- und Mittelbetrieben (Familienbetriebe). Der Großteil der unselbstständigen landwirtschaftlichen FacharbeiterInnen ist in landwirtschaftlichen Groß- und Gutsbetrieben oder in landwirtschaftlichen Betrieben der Öffentlichen Hand beschäftigt. Ein kleiner Teil arbeitet in einschlägigen Berufs- und Fachschulen oder höheren Lehranstalten. Die Groß- und Gutsbetriebe liegen im nordöstlichen Flach- und Hügelland, im Alpenvorland und in breiteren Tälern und Becken in den Alpen.

Lehrstellensituation: Die Zahl der Lehrlinge hat sich in den letzten Jahren ungefähr halbiert und liegt nun jährlich insgesamt im mittleren zweistelligen Bereich.

Unterschiede nach Geschlecht: In der Landwirtschaft sind mehr Männer als Frauen unselbstständig beschäftigt. Auch unter den Lehrlingen sind Männer häufiger vertreten als Frauen. Rund ein Drittel der landwirtschaftlichen Betriebe wird mittlerweile von Frauen geführt.

Berufsaussichten: Ein Großteil der landwirtschaftlichen Erwerbstätigen sind mithelfende Familienangehörige. Ihre Zahl ist jedoch rückläufig. Demgegenüber steigt die Zahl der familienfremden Arbeitskräfte an. Diese gleichen den Rückgang der familieneigenen Arbeitskräfte aber nicht aus. Tendenziell wird die Zahl der Beschäftigten in der Landwirtschaft weiter sinken. Beispielsweise führt der Einsatz leistungsfähigerer Maschinen in Großbetrieben zu einem Rückgang der Beschäftigungsmöglichkeiten für unselbstständige landwirtschaftliche FacharbeiterInnen.

Beschäftigungsaussichten: Sowohl das Lehrstellenangebot als auch der Bedarf an ausgebildeten Fachkräften ist begrenzt.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "FacharbeiterIn in der Landwirtschaft", dem der Beruf "FacharbeiterIn Landwirtschaft" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

FacharbeiterIn Landwirtschaft
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Bäuerliche Betriebe BURGENLAND (Arbeiter) 01.01.2018
Bäuerliche Betriebe KÄRNTEN (Arbeiter) 01.05.2018
Bäuerliche Betriebe NIEDERÖSTERREICH (Arbeiter) 01.06.2018
Bäuerliche Betriebe OBERÖSTERREICH (Arbeiter) 01.09.2017
Bäuerliche Betriebe SALZBURG (einschließlich der monatlichen Schmutzzulage) (Arbeiter) 01.01.2018
Bäuerliche Betriebe STEIERMARK (Arbeiter) 01.01.2018
Bäuerliche Betriebe TIROL (Arbeiter) 01.01.2018
Bäuerliche Betriebe VORARLBERG (Arbeiter) 01.01.2018
Landwirtschaftliche Gutsbetriebe und andere nichtbäuerliche Betriebe BURGENLAND, NIEDERÖSTERREICH, WIEN (Arbeiter) 01.03.2018
Landwirtschaftliche Gutsbetriebe und andere nichtbäuerliche Betriebe KÄRNTEN (Arbeiter) 01.05.2018
Landwirtschaftliche Gutsbetriebe und andere nichtbäuerliche Betriebe OBERÖSTERREICH (Arbeiter) 01.09.2017
Landwirtschaftliche Gutsbetriebe und andere nichtbäuerliche Betriebe SALZBURG (einschließlich der monatlichen Schmutzzulage) (Arbeiter) 01.01.2018
Landwirtschaftliche Gutsbetriebe und andere nichtbäuerliche Betriebe STEIERMARK (Arbeiter) 01.01.2018
Landwirtschaftliche Genossenschaften TIROL (Arbeiter) 01.04.2018
LandarbeiterInnen der Gemeinde WIEN (Gemeindebedienstete) 01.01.2018
FacharbeiterIn Landwirtschaft (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich 117 124 135 129 95 75 69 65 42 45
weiblich 28 22 24 26 17 16 15 16 11 9
gesamt 145 146 159 155 112 91 84 81 53 54
Frauenanteil 19,3% 15,1% 15,1% 16,8% 15,2% 17,6% 17,9% 19,8% 20,8% 16,7%
Quelle: ÖLAKT - Österreichischer Landarbeiterkammertag
FacharbeiterIn Landwirtschaft
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Kein Eintrag.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Landwirtschaftliche FacharbeiterInnen werden von den Landeslandwirtschaftskammern in Zusammenarbeit mit den land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstellen angeboten. Von besonderer Bedeutung sind Fachfortbildungskurse (diese sind für Lehrlinge, die während der Lehrzeit keine einschlägige Berufs- oder Fachschule besuchen, gesetzlich vorgeschrieben), Vorbereitungskurse für die Lehrabschlussprüfung oder die Meisterprüfung und Meisterlehrgänge. Weiters führen die Landeslandwirtschaftskammern und die Kammern für Arbeiter und Angestellte in der Land- und Forstwirtschaft gemeinsam mit den ländlichen Fortbildungsinstituten (LFI) Weiterbildungskurse für einzelne Betriebszweige durch.

Aufstiegsmöglichkeiten:

Unselbständige Landwirtschaftliche FacharbeiterInnen können in größeren Betrieben (z.B. Gutsbetriebe) zu VorarbeiterInnen, LandwirtschaftsmeisterInnen, VerwalterInnen, WirtschafterInnen und BetriebsleiterInnen aufsteigen.

Selbstständige Berufsausübung:

Landwirtschaftliche FacharbeiterInnen können ihren Beruf selbstständig ausüben. Die selbstständige Berufsausübung in der Land- und Forstwirtschaft ist an keinen Befähigungsnachweis gebunden. Es ist möglich, eine Meisterprüfung abzulegen. Die Meisterprüfung berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung "LandwirtschaftsmeisterIn" und zur Ausbildung von Lehrlingen.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Tiere und Pflanzen, Seite 143
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