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PräparatorIn

Berufsbereiche: Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau / Textil, Mode und Leder
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

PräparatorInnen stellen Tierpräparate her, indem sie tote Tiere mit verschiedenen Konservierungverfahren behandeln, um sie vor Verwesung und Schädlingsbefall zu bewahren. Sie präparieren Säugetiere, Vögel, Fische, Kriechtiere und Insekten heimischer und exotischer Herkunft. Weiters führen sie Reparatur- und Reinigungsarbeiten an Tiermodellen durch.

Der Beruf bedarf nicht nur hoher handwerklicher, sondern auch künstlerischer Fähigkeiten, um den Kadavern das naturgetreue Aussehen ihrer lebenden Vorbilder zu geben. Hierzu lassen PräparatorInnen zoologische und biologische Kenntnisse in ihre Arbeit einfließen. PräparatorInnen gestalten gegebenenfalls auch die naturgetreue Umgebung der von ihnen behandelten Tiere.

PräparatorInnen fertigen für Sammler von Jagdtrophäen vor allem Geweihe und Säugetierköpfe (z.B. Hirschgeweihe, Wildschweinköpfe), aber auch Vögel (z.B. Auerhähne) an. Ganzpräparate stellen sie meist nur von kleinen Säugetieren wie z.B. von Mardern, Füchsen oder Dachsen her. Weiters fertigen sie Tierpräparate als Demonstrationsobjekte für den Unterricht und als Ausstellungsstücke für Museen an. Präparierte Tiere sind auch im Zeitalter der Computeranimation als Anschauungsmaterial nicht wegzudenken.

Es wird zwischen Trocken- und Feuchtigkeitspräparaten unterschieden. Trockenpräparate werden von Säugetieren, Vögeln, Käfern und Schmetterlingen hergestellt, während Feuchtigkeitspräparate vor allem von Fischen, Kriechtieren und einzelnen tierischen Organen angefertigt werden.

Bei der Präparation eines Säugetieres überprüfen die PräparatorInnen unter Berücksichtigung geltender Natur- und Artenschutzbestimmungen zuerst dessen Herkunft. Beim anschließenden Abbalgen durchtrennen sie zuerst die Haut auf der Bauchseite mit einem Längsschnitt und lösen sie hierauf von der Bauchdecke ausgehend vom Tierkörper ab, wobei besonders bei der Häutung des Kopfes größte Genauigkeit und Vorsicht geboten ist. Sie entfernen mit Schabern Fleisch- und Fettreste von der Innenseite und legen den Belag zur Reinigung in ein Wasserbad.

Zur Konservierung legen die PräparatorInnen das Fell anschließend in eine Gerbstofflösung. Dabei verbinden sich die Gerbstoffe mit den Hautfasern und schützen so die Haut vor Fäulnis. Die Häute größerer Tiere geben sie dazu meist an Gerbereibetriebe weiter. Nun stellen die PräparatorInnen nach den Maßen des toten Tieres ein naturgetreues Modell her. Sie verwenden dazu entweder Styropor, Holz- oder Papierwolle oder fertigen einen Abguss aus Kunststoff (Polyester) an. Bei der Formgebung wird eine möglichst typische Körperhaltung des betreffenden Tieres nachgebildet. Bevor sie den vorbereiteten Balg über das Modell ziehen, behandeln sie die Innenseite der Haut mit einer Giftlösung (Arsenik, Eulan), um sie vor Schädlingsbefall zu schützen. Lippen, Nasen und Ohren der Tierhaut füllen die PräparatorInnen mit weichem Ton. Dann ziehen sie die Haut vorsichtig und stückweise über das Modell und vernähen sie. Das Nachstopfen des Kopfes (z.B. mit Watteflocken) im Bereich von Stirn, Hinterkopf und Ohren erfolgt über die Augenöffnungen. Abschließend setzen sie Glasaugen ein und färben Zunge, Mundhöhle und Lippen mit Wasserfarben und Lack. Das fertig präparierte Tier montieren sie auf ein Postament (Sockel).

Die Flüssigkeitspräparation wenden die PräparatorInnen vor allem bei Kriechtieren und Amphibien (z.B. Kröten, Unken) an. Sie fixieren zunächst das Objekt in der gewünschten Haltung durch Formalin-Injektionen und ein - je nach Größe des Tieres - drei bis vierzehn Tage dauerndes Formalinbad. Das Formalin bewirkt eine Härtung der Muskulatur. Anschließend montieren sie das Tier auf eine Glasscheibe, die sie in ein Präparateglas klemmen, wo die Konservierung durch Alkohol erfolgt.
PräparatorInnen stellen Tierpräparate her, indem sie tote Tiere mit verschiedenen Konservierungverfahren behandeln, um sie vor Verwesung und Schädlingsbefall zu bewahren. Sie präparieren Säugetiere, Vögel, Fische, Kriechtiere und Insekten heimischer und exotischer Herkunft. Weiters führen sie Reparatur- und Reinigungsarbeiten an Tiermodellen durch.

Der Beruf bedarf nicht nur hoher handwerklicher, sondern auch künstlerischer Fähigkeiten, um den Kadavern das naturgetreue Aussehen ihrer lebenden Vorbilder zu geben. Hierzu lassen PräparatorInnen zoologische und biologische Kenntnisse in ihre Arbeit einfließen. PräparatorInnen gestalten gegebenenfalls auch die naturgetreue Umgebung der von ihnen behandelten Tiere.

PräparatorInnen fertigen für Sammler von Jagdtrophäen vor allem Geweihe und Säugetierköpfe (z.B. Hirschgeweihe, Wildschweinköpfe), aber auch Vögel (z.B. Auerhähne) an. Ganzpräparate stellen sie meist nur von kleinen Säugetieren wie z.B. von Mardern, Füchsen oder Dachsen her. Weiters fertigen sie Tierpräparate als Demonstrationsobjekte für den Unterricht und als Ausstellungsstücke für Museen an. Präparierte Tiere sind auch im Zeitalter der Computeranimation als Anschauungsmaterial nicht wegzudenken.

Es wird zwischen Trocken- und Feuchtigkeitspräparaten unterschieden. Trockenpräparate werden von Säugetieren, Vögeln, Käfern und Schmetterlingen hergestellt, während Feuchtigkeitspräparate vor allem von Fischen, Kriechtieren und einzelnen tierischen Organen angefertigt werden.

Bei der Präparation eines Säugetieres überprüfen die PräparatorInnen unter Berücksichtigung geltender Natur- und Artenschutzbestimmungen zuerst dessen Herkunft. Beim anschließenden Abbalgen durchtrennen sie zuerst die Haut auf der Bauchseite mit einem Längsschnitt und lösen sie hierauf von der Bauchdecke ausgehend vom Tierkörper ab, wobei besonders bei der Häutung des Kopfes größte Genauigkeit und Vorsicht geboten ist. Sie entfernen mit Schabern Fleisch- und Fettreste von der Innenseit ...
  • Handgeschicklichkeit: Abbalgen, Herstellen von Modellen
  • Fingerfertigkeit: Modellieren, Näharbeiten
  • Tastsinn: Nachstopfarbeiten
  • Sehvermögen: Modellieren, Bemalen
  • Unempfindlichkeit der Haut: Arbeiten mit Chemikalien
  • räumliche Vorstellungfähigkeit: Anfertigen von Modellen
  • gestalterische Fähigkeit: naturgetreues Gestalten der Tierpräparate hinsichtlich Haltung, Farbe und Ausdruck
  • Selbständigkeit: eigenverantwortliches Herstellen von Tierpräparaten

Betriebe/Lehrbetriebe: PräparatorInnen arbeiten in kleinen gewerblichen Präparationsbetrieben, Museen oder wissenschaftlichen Instituten und Universitäten, z.B. Zoologie-Abteilungen.

Lehrstellensituation: Die Zahl der Lehrlinge lag in den letzten Jahren bei weniger als insgesamt 5 Personen pro Jahr und sinkt tendenziell.

Unterschiede nach Geschlecht: Unter den wenigen Lehrlingen der letzten Jahre waren sowohl Frauen als auch Männer.

Berufsaussichten: Es gibt nur wenige gewerbliche Präparationsbetriebe, die zudem oft Familienbetriebe sind und keine Beschäftigungsmöglichkeiten für familienfremde ArbeitnehmerInnen bieten. Außerdem geht die Zahl der Aufträge infolge verschärfter Artenschutzregelungen zurück. Auch die Beschäftigungsmöglichkeiten bei Museen, wissenschaftlichen Instituten und Universitäten sind sehr eingeschränkt.

Beschäftigungsaussichten: Sowohl der Bedarf an Fachkräften als auch das Lehrstellenangebot sind sehr gering.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "GerbereitechnikerIn und PräparatorIn", dem der Beruf "PräparatorIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

PräparatorIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Kürschner-, Handschuhmacher- und Gerber-Gewerbe (Arbeiter) 01.03.2018
PräparatorIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich 4 2 3 4 4 3 3 1 0 0
weiblich 1 1 0 0 0 2 2 3 2 2
gesamt 5 3 3 4 4 5 5 4 2 2
Frauenanteil 20,0% 33,3% 0,0% 0,0% 0,0% 40,0% 40,0% 75,0% 100,0% 100,0%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
PräparatorIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
GerberIn nein
SchädlingsbekämpferIn nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
Kein Eintrag
Wegen der geringen Anzahl an PräparatorInnen werden in Österreich keine Weiterbildungskurse angeboten.

Aufstiegsmöglichkeiten:

Für die PräparatorInnen besteht zwar die Möglichkeit, zu WerkstättenleiterInnen aufzusteigen, die Chancen für einen beruflichen Aufstieg sind jedoch sehr gering, da die Beschäftigungsbetriebe meist kleine Familienbetriebe sind.

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für PräparatorInnen im freien Gewerbe "PräparatorIn". Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Kunst und Kunsthandwerk, Seite 94
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