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Betriebspädagoge/Betriebspädagogin

Berufsbereiche: Soziales, Kinderpädagogik und Bildung / Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.440,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Der Begriff Betriebspädagogik wird oft als Teilgebiet der Wirtschaftspädagogik betrachtet und manchmal auch synonym verwendet. Als Wissenschaft von der betrieblichen Bildungsarbeit hat die Betriebspädagogik die einzelnen MitarbeiterInnen zum Gegenstand und weniger die betrieblichen Organisations- und Funktionszusammenhänge (vgl. bwp@ Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online).

Tätigkeitsmerkmale

Die Betriebspädagogik umfasst die betriebliche Bildungsarbeit.

Betriebspädagogen/Betriebspädagoginnen sind leitend, analysierend, forschend oder beratend im Bildungsbereich von Unternehmen beschäftigt. Sie untersuchen, beschreiben und gestalten betriebliche Lernvorgänge. Meistens sind sie im Personalwesen in größeren Betrieben beschäftigt, wo sie sich mit der Organisation von Schulungsmaßnahmen und Fortbildungskursen befassen. Sie erstellen Bedarfsanalysen um MitarbeiterInnen auf neue Anforderungen vorbereiten. Dieund suchen geeignete Lernsoftware.

Betriebspädagogen/Betriebspädagoginnen evaluieren Lern- und Lehrprozesse, äussern zum Teil auch Kritik und geben Vorschläge für Verbesserungen. Sie arbeiten entsprechend auch im Bildungscontrolling und im Qualitätsmanagement.

Siehe auch den Kernberuf Pädagoge/Pädagogin sowie ArbeitswissenschafterIn.

  • Organisationsgeschick: Organisation von Veranstaltungen und gemeinsamen Aktivitäten
  • Offenes Wesen
  • Kommunikative Kompetenzen: Führen von Diskussionen und Gesprächen
  • Selbständiger Arbeitsstil: Erstellen und Durchführen von Programmen
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Soziale Kompetenzen: Empathievermögen, Konfliktbewältigung

PädagogInnen sind z.B. in Unternehmen der Wirtschaft und Industrie, bei Behörden Weiterbildungsträgern und in der der öffentlichen Verwaltung tätig.

PädagogInnen leiten oft Einrichtungen der Erwachsenenbildung, organisieren dort Veranstaltungsreihen und führen diese selbst durch (z.B. Kompetenz- und Persönlichkeitsentwicklung). Sie arbeiten auch im Rahmen des Management- und Führungstrainings.

Heil- und SonderpädagogInnen sind an Rehabilitationszentren, in Wohn- und Arbeitsstätten für Personen mit Behinderung und in heilpädagogischen Abteilungen von Krankenhäusern tätig.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Pädagoge/Pädagogin", dem der Beruf "Betriebspädagoge/Betriebspädagogin" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Universitäten bieten den Studiengang Wirtschaftspädagogik als Masterstudium jeweils mit dem Modul Betriebspädagogik. Manche führen zusätzlich das Vertiefungs-Wahlfach Betriebspädagogik oder andere Wahlfächer wie z.B. Schulpädagogik.

Das Studium Wirtschaftspädagogik ist ein sozial- und wirtschaftswissenschaftliches Studium mit Inhalten der Wirtschaftsinformatik. Voraussetzung für das Masterstudium ist z.B. ein wirtschaftswissenschaftliches oder anderes Bachelorstudium.

  • Wirtschaftspädagogik: Masterstudium, WU Wien, 150 ECTS
  • Wirtschaftspädagogik: Masterstudium, JKU Linz, 270 ECTS
  • Wirtschaftspädagogik: Masterstudium, Uni Graz, 150 ECTS
  • Wirtschaftspädagogik: Masterstudium, Uni Innsbruck, 150 ECTS

 

Zudem gibt es das Grundstudium Pädagogik mit unterschiedlichen Moduen und Vertiefungsrichtungen.

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten z.B. Bereiche wie Projektmanagement, Sozialmanagement, Medienpädagogik oder Politische Pädagogik. Pädagogische Hochschulen bieten Lehrgänge wie Freizeitpädagogik und Gestaltpädagogik an.

Neben der Arbeit im Personalwesen besteht die Möglichkeit zur Übernahme einer Führungsposition im Bereich Forschung und Lehre, in der Organisations-, Managementberatung.

Betriebspädagogen/Betriebspädagoginnen können eine selbstständige Tätigkeit im Bereich Unternehmensberatung anstreben. Die selbstständige Ausübung des Berufs im Bereich Unternehmensberatung bzw. Unternehmensorganisation gehört zum sogenannten reglementierten Gewerbe und ist an gesetzlich geregelte Voraussetzungen gebunden. Siehe die aktuelle Unternehmensberatungs-Verordnung.

Betriebspädagogen/Betriebspädagoginnen können sich in der Sozialforschung, Arbeits- und Organisationspsychologie oder in der Lernforschung engagieren. Sie können sich auch im Bereich der Kognitionspsychologie weiterbilden.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Kultur- und Humanwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Pädagogik
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