Angebote im AMS Berufslexikon

Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Beruf kann nur ausgeübt werden, wenn die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung abgeschlossen wurde. Auch die beruflichen Tätigkeiten orientieren sich an den gesetzlich vorgegebenen Inhalten der Ausbildung. Darüber hinaus ist für die Ausübung dieses Berufs die Eintragung in die PsychotherapeutInnen-Liste erforderlich.

Tätigkeitsmerkmale

PsychotherapeutInnen begleiten und behandeln Menschen, die unter psychischen, psychosozialen oder psychosomatisch bedingten Beschwerden leiden. Sie unterstützen ihre KlientInnen beispielsweise bei persönlichen oder beruflichen Krisen, Konflikten in Partnerschaften und Familien sowie bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen oder Suchterkrankungen. Auch bei chronischen körperlichen Erkrankungen, belastenden Lebensveränderungen und schwierigen Entscheidungssituationen bieten sie professionelle Unterstützung. Ziel ihrer Arbeit ist es, seelisches Leiden zu lindern, persönliche Ressourcen zu stärken und die Lebensqualität der KlientInnen zu verbessern.

Am Beginn der Behandlung stehen ausführliche Gespräche mit den KlientInnen, um die individuelle Situation, die Beschwerden und deren mögliche Hintergründe besser zu verstehen. Auf dieser Grundlage nehmen sie eine psychotherapeutische Einschätzung vor, vereinbaren gemeinsam mit den KlientInnen konkrete Therapieziele und entwickeln einen passenden Behandlungsplan. Je nach Spezialisierung und Qualifikation wenden sie unterschiedliche psychotherapeutische Methoden an, beispielsweise Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, systemische Psychotherapie oder Bewegungstherapie. Die Behandlung kann in Form von Einzel-, Paar- oder Familientherapien sowie in Gruppen stattfinden. Während des gesamten Prozesses überprüfen sie regelmäßig die Entwicklung und passen die therapeutischen Maßnahmen bei Bedarf an.

Abhängig von der jeweiligen Situation beziehen PsychotherapeutInnen auch Angehörige oder andere wichtige Bezugspersonen in die Behandlung ein und kooperieren mit weiteren Berufsgruppen, insbesondere mit ÄrztInnen, PsychologInnen und sozialen Einrichtungen. Zu ihren Aufgaben gehören außerdem die sorgfältige Dokumentation der Therapieverläufe und die Beurteilung der Behandlungsergebnisse. PsychotherapeutInnen können bei entsprechender Qualifikation auch in der Forschung, Lehre oder in der Erstellung psychotherapeutischer Gutachten tätig sein.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Menschen mit psychisch bedingten Beschwerden behandeln
  • Lebensqualität der KlientInnen verbessern
  • Ausführliche Gespräche mit den KlientInnen führen
  • Konkrete Therapieziele vereinbaren
  • Behandlungspläne entwickeln
  • Unterschiedliche psychotherapeutische Methoden anwenden
  • Angehörige einbeziehen
  • Therapieverläufe dokumentieren
  • Behandlungsergebnisse beurteilen

 

Zu diesem Beruf gibt es folgende Spezialisierung:

Siehe auch:

PsychotherapeutInnen begleiten und behandeln Menschen, die unter psychischen, psychosozialen oder psychosomatisch bedingten Beschwerden leiden. Sie unterstützen ihre KlientInnen beispielsweise bei persönlichen oder beruflichen Krisen, Konflikten in Partnerschaften und Familien sowie bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen oder Suchterkrankungen. Auch bei chronischen körperlichen Erkrankungen, belastenden Lebensveränderungen und schwierigen Entscheidungssituationen bieten sie professionelle Unterstützung. Ziel ihrer Arbeit ist es, seelisches Leiden zu lindern, persönliche Ressourcen zu stärken und die Lebensqualität der KlientInnen zu verbessern.

Am Beginn der Behandlung stehen ausführliche Gespräche mit den KlientInnen, um die individuelle Situation, die Beschwerden und deren mögliche Hintergründe besser zu verstehen. Auf dieser Grundlage nehmen sie eine psychotherapeutische Einschätzung vor, vereinbaren gemeinsam mit den KlientInnen konkrete Therapieziele und entwickeln einen passenden Behandlungsplan. Je nach Spezialisierung und Qualifikation wenden sie unterschiedliche psychotherapeutische Methoden an, beispielsweise Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, systemische Psychotherapie oder Bewegungstherapie. Die Behandlung kann in Form von Einzel-, Paar- oder Familientherapien sowie in Gruppen stattfinden. Während des gesamten Prozesses überprüfen sie regelmäßig die Entwicklung und passen die therapeutischen Maßnahmen bei Bedarf an.

Abhängig von der jeweiligen Situation beziehen PsychotherapeutInnen auch Angehörige oder andere wichtige Bezugspersonen in die Behandlung ein und kooperieren mit weiteren Berufsgruppen, insbesondere mit ÄrztInnen, PsychologInnen und sozialen Einrichtungen. Zu ihren Aufgaben gehören außerdem die sorgfältige Dokumentation der Therapieverläufe und die Beurteilung der Behandlungsergebnisse. PsychotherapeutInnen können bei entsprechender Qualifikation auch in der Forschung, Lehre oder in der Erstellung psychother…

  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Einfühlungsvermögen
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Logisch-analytisches Denken
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Psychische Belastbarkeit
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Einzel- und Gemeinschaftspraxen
  • Psychosoziale Einrichtungen
  • Einrichtungen der Gesundheitsförderung
  • Krankenhäuser
  • Universitäten
  • Forschungseinrichtungen

Der Bereich Therapie und Psychologie wandelt sich vor dem Hintergrund steigender psychosozialer Belastungen, einem stärkeren Bewusstsein für mentale Gesundheit und veränderter gesetzlicher Rahmenbedingungen – wie etwa durch die Reform der Psychotherapieausbildung in Österreich. Digitale Angebote und Online-Beratung ergänzen zunehmend die persönliche Betreuung. Gleichzeitig besteht weiterhin ein hoher Bedarf an qualifizierten Fachkräften in der psychologischen, psychotherapeutischen und kreativen Therapie. Die Berufsaussichten im Bereich Therapie und Psychologie sind daher gut.

PsychotherapeutInnen benötigen neben fundiertem Fachwissen und diagnostischer Kompetenz insbesondere Empathie, Kommunikationsfähigkeit und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Entscheidend ist die Fähigkeit, vertrauensvolle therapeutische Beziehungen aufzubauen. Ebenso wichtig sind digitale Kompetenzen, interdisziplinäre Zusammenarbeit, wissenschaftliche Orientierung und kontinuierliche Weiterbildung. 

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für den Beruf "PsychotherapeutIn", wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Die Psychotherapieausbildung in Österreich wird nach einem dreistufigen Modell angeboten. Den ersten Abschnitt bildet ein facheinschlägiges Bachelorstudium, beispielsweise in Psychotherapie, Psychologie, Sozialer Arbeit oder Sozialpädagogik. Weitere Informationen zu geeigneten Studienmöglichkeiten finden Sie auf der Website Psychotherapiestudieren.at. Voraussetzung für ein Bachelorstudium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. 

An das Bachelorstudium schließt das Masterstudium Psychotherapie an. Sowohl für die Zulassung zum Bachelor- als auch zum Masterstudium Psychotherapie ist ein Aufnahmeverfahren zu absolvieren. Die Studieninhalte umfassen unter anderem psychotherapeutische Grundlagen und Behandlungsmethoden, die Diagnostik psychischer Erkrankungen, Gesprächsführung sowie rechtliche und ethische Aspekte des Berufs. 

Im anschließenden dritten Ausbildungsabschnitt erwerben die Studierenden im Rahmen einer methodenspezifischen Fachausbildung praktische Erfahrungen unter fachlicher Anleitung und Lehrsupervision. Den Abschluss der Ausbildung bilden eine staatliche psychotherapeutische Approbationsprüfung und die Eintragung in die PsychotherapeutInnen-Liste. Dies berechtigt zur eigenständigen Berufsausübung.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Für PsychotherapeutInnen besteht eine Weiterbildungspflicht. Demnach müssen innerhalb von 5 Jahren Fortbildungen im Umfang von mindestens 150 Stunden absolviert werden, z.B. in Form von Seminaren, Lehrgängen oder Kongressen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Österreichischen Bundesverbands für Psychotherapie (ÖBVP).

Weiterbildungen können etwa in folgenden Bereichen absolviert werden: Notfallpsychotherapie, Tiergestützte Psychotherapie, Praxisgründung und Online-Psychotherapie. 

Weiterbildungsmöglichkeiten bieten auch Lehrgänge an Universitäten, z.B. in den Bereichen Traumapädagogik, Mediation, Psychosomatik, Sexualtherapie, Kunsttherapie oder Gartentherapie.

Aufstiegsmöglichkeiten für in Einrichtungen tätige PsychotherapeutInnen bestehen z.B. als TeamleiterIn oder AbteilungsleiterIn einer psychotherapeutischen Abteilung oder als LeiterIn einer therapeutischen Einrichtung.

Eine selbstständige Berufsausübung ist nach dem Eintrag in die PsychotherapeutInnen-Liste möglich. 

Der Beruf PsychotherapeutIn zählt zu den freien Berufen (Neue Selbstständige). Freie Berufe unterliegen nicht der Gewerbeordnung. Für manche freie Berufe, wie z.B. Arzt/Ärztin oder ArchitektIn, ist die Berufsausübung in eigenen Rechtsvorschriften gesetzlich geregelt und die selbstständige Tätigkeit muss bei der zuständigen Berufsvertretung gemeldet werden. Andere freie Berufe, z.B. KünstlerIn oder JournalistIn, sind nicht gesetzlich geregelt und können ohne Meldung ausgeübt werden. Wie bei jeder selbstständigen Tätigkeit muss diese jedoch beim Finanzamt bzw. bei der Sozialversicherung gemeldet werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Bundeskonferenz der Freien Berufe Österreichs sowie auf der Website des Österreichischen Bundesverbands für Psychotherapie (ÖBVP).

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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