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Religionspädagoge/Religionspädagogin

Berufsbereiche: Soziales, Kinderpädagogik und Bildung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.520,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Religionspädagogen/Religionspädagoginnen arbeiten im Umfeld von religiösen Entwicklungs- und Lernprozessen. Sie nehmen Funktionen in der Bildung, Erziehung und Beratung wahr. Das kann in nahen kichlichem Umfeld, in der Schule oder in der pastoralen Praxis stattfinden.

Religionspädagogen/Religionspädagoginnen bieten Ortientierung im Rahmen des Religionsunterrichts oder engagieren sich in der Eltern- und Erwachsenenbildung. Sie versuchen, die grundlegenden Inhalte der jeweiligen Religion bzw. Konfession (Bekenntnis) zu vermitteln, wobei sie sowohl den lebenspraktischen, alltäglichen Umgang mit den Glaubensinhalten als auch theologisch-wissenschaftliche Problemstellungen thematisieren.

Sie organisieren und gestalten Schulgottesdienste und Gottesdienste für Familien. Sie führen Kinder, Jugendliche und Erwachsene in die Sakramente ein und bereiten sie auf Taufe, Erstkommunion, Firmung oder Konfirmation vor.

Zudem können sie, je nach Qualifikation, im Rahmen der Seelsorge mitwirken. Sie planen, gestalten und leiten kirchliche Programme, wie z.B. Erlebnisreisen, Jugendcamps und Familienfreizeitangebote. Darüber hinaus arbeiten sie in der Planung und Organisation innerhalb der kirchlichen Institutionen bzw. im Pfarrbüro mit.

  • Fähigkeit andere zu Motivieren
  • Organisationsgeschick: Organisation von Veranstaltungen und Aktivitäten
  • Kreativität
  • Soziale Kompetenzen und Empathievermögen
  • Offenes Wesen
  • Kommunikative Kompetenzen: Führen von Diskussionen und Gesprächen
  • Selbständiger Arbeitsstil: Erstellen und Durchführen von Programmen

 

Der Tagesablauf ist oft mit rascher Abfolge geprägt (Religionsunterricht, Gespräche mit Vertretern der Kommune, Beerdigung, Telefongespräche verschiedenen Inhaltes, Konfirmandenunterricht und Vorbereitung.

Die Arbeit in der Seelsorge setzt auch Konfliktfähigkeit, Dialog- und Kommunikationsfähigkeit voraus.

Religionspädagogen/Religionspädagoginnen arbeiten in kirchlichen und nichtkirchlichen Institutionen. Aufgabenfelder bestehen im Rahmen der kirchlichen Gemeindearbeit oder in öffentlichen Einrichtungen.

Im Dienst des Staates können sie z.B. als ReligionslehrerIn an öffentlichen Schulen und außerschulischen Bildungseinrichtungen tätig sein.

Im Dienst der Kirche stehende ReligionspädagogInnen nehmen vielfältige Aufgaben wahr, etwa in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit. Sie können auch als theologisch-pädagogische Fachkraft in der Erwachsenenbildung tätig sein. Darüber hinaus bieten sich Aufgaben in der Öffentlichkeitsarbeit und in den Medien, z.B. in der kirchlichen Pressestelle oder im Fachjournalismus.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen bei Vereinen, Verbänden, Jugendzentren, bei caritativen, sozialen und diakonischen Einrichtungen; auf überregionaler Ebene in Kirchenkreisen, bei den Landeskirchen, Dekanaten und Diözesen.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Arbeit bzw. Forschung und Lehre an den theologischen Fakultäten der Universitäten.

Mit einer zusätzlichen nichttheologischen Qualifikation wie etwa Sozialmanagement, Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Heimleiterqualifikation, Erwachsenenbildung oder Öffentlichkeitsarbeit wird das Tätigkeitsspektrum deutlich größer (vgl. https://stefanhund.pdf, S.28).

Vermehrt werden sogenannte „Freie Theologische Praxen“ eröffnet. Zu den Dienstleistungen zählen neben allgemeinen seelsorgerliche Angeboten auch Passage-Riten, Sterbe- und Trauerbegleitung. Als Dienstleistende übernehmen sie etwa für Pfarrgemeinden diverse Ausarbeitungen und Durchführung von Gemeindeveranstaltungen und Freizeiten.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Theologe/Theologin", dem der Beruf "Religionspädagoge/Religionspädagogin" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Das Studium Religionspädagogik wird an den Universitäten Graz, Innsbruck, Linz und Wien angeboten sowie an den Kirchlichen Pädagogischen Hochschulen (KPH).

Das Masterstudium Religionspädagogik (Uni Wien) bietet drei Schwerpunkte: Katholische Religionspädagogik, Evangelische Religionspädagogik und Orthodoxe Religionspädagogik.

Die Universitäten Salzburg, Graz und Linz bieten jeweils das Studium Katholische Religionspädagogik. Das Studium Katholische Religionspädagogik der katholischen Privatuniversität Linz qualifiziert ebenfalls für die Tätigkeit als ReligionslehrerIn. Die Universität Innsbruck führt das Studium Islamische Religionspädagogik.

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Lehramtsstudien

Darüber hinaus gibt es das Bachelor/Masterstudium Lehramt Katholische Religion. Ebenso gibt es das Studium Evangelische Religion - Unterrichtsfach in Form des Bachelor/Masterstudiums. Lehramtsstudien für katholische Religion (Primarstufe oder Sekundarstufe) werden auch von den Pädagogischen Hochschulen angeboten.

Für das Lehramt an Pflichtschulen bieten die Pädagogischen Hochschulen entsprechende Bachelor/Masterstudien. Lehramtsstudien mit Schwerpunkt "Religionsbildung" werden unter anderem von der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz (Abschluss: Master of Education) angeboten.

Infos über Lehramtsstudien oder entsprechende Ergänzungsstudien bietet die Website des Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, URL: www.studienwahl.at

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Nach der theologischen Grundausbildung stehen Fort- und Weiterbildungskurse, etwa für spezielle Bereiche der Seelsorge offen. ReligionspädagogInnen können sich auch in Richtung Psychotherapie oder Supervision fortbilden.

Im theologischen Bereich werden Universitätslehrgänge angeboten: Z.B. Kommunikative Theologie, Pastoraljahr, Spirituelle Theologie im interreligiösen Prozess, Gemeindepastoral (Veranstalter Diözese Graz-Seckau).

Zudem werden Masterprogramme und Doktoratsstudien angeboten: Z.B. Theologische Spezialisierung - Advanced Theological Studies; Lizentiat - im Rahmen des Masterstudiums Theologische Spezialisierung; Evangelische Fachtheologie; Ethik für Schule und Beruf; Religionswissenschaft.

AbsolventInnen mit nichttheologischem Abschluss (Bachelorstudium oder höher), können sich in einem interdisziplinären Gebiet der Theologie vertiefen: Z.B. Religionsphilosophie, Medizinethik, Fragen des Religionenrechts, Supervision, Moderation, Public Relations.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen entsprechend der kirchlichen Hierarchie, in den anderen kirchlichen Arbeitsfeldern entsprechend der jeweils geltenden Organisationsschemata (z.B. Abteilungsleitung, Management).

Eine selbstständige Tätigkeit im Beratungs- und Schulungsbereich ist grundsätzlich möglich, etwa in einer Kommunikationsagentur. Üblicherweise ist dazu eine weitere Qualifikation oder Berufserfahrung - neben oder nach dem Studium - erforderlich.

Je nach Interesse und Qualifikation kann eine Position im kategorialen Seelsorgedienst (Krankenhaus, Gefängnis, Bundesheer) angestrebt werden. So bieten etwa SpezialseelsorgerInnen am Flughafen Aussprachemöglichkeiten oder Gottesdienste für Reisende, Asylsuchende und Flugpersonal an.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Kultur- und Humanwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Katholische und Evangelische Fachtheologie
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