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TelekommunikationstechnikerIn

Berufsbereiche: Elektrotechnik, Elektronik und Telekommunikation
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.220,- bis € 3.170,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Kommunikation ist ein Prozess der Bedeutungsvermittlung und geschieht immer über eine Instanz, also über ein Transportmittel, das als Medium bezeichnet wird. In der Technik sind Medien üblicherweise elektronische, also digitale Kommunikationsmittel (Telefon, Computer, Satelliten-TV). Digitale Kommunikationsmittel werden auch als tertiäre Medien bezeichnet.

Der frühere Begriff „Telekommunikation“ bzw. „Fernmeldewesen“ wird seit den 1990er Jahren fast nur noch für militärische Einrichtungen verwendet. Verstärkt greift aber auch hier der Begriff „Informations- und Kommunikationstechnik“ (IuK).

Tätigkeitsmerkmale

TelekommunikationstechnikerInnen befassen sich mit nachrichtentechnischen Systemen (Telefonnetz, Internet) für Sprach-, Video- und Datendienste.

Es geht um die Anwendung von Techniken, die es ermöglichen über weite Strecken miteinander zu kommunizieren. Telekommunikation leitet vom griechischen "tele" ab, und bedeutet "weit" oder "entfernt".

Die Tätigkeit umfasst die Beratung und Projektierung über alle Phasen, von der Planung bis zur Inbetriebnahme von Telekommunikationsanlagen samt den Endgeräten. Sie sorgen für die Installation von Telefonanlagen, Alarm- und Überwachungssysteme (Zutrittskontrolle) als Festnetz-, Mobilfunk- und Internetsysteme. Sie übernehmen auch den Entwurf von Kommunikationsnetzwerken für Sprach-, Video- und Datendienste. Sie verlegen Kommunikations- und Hochfrequenzleitungen und sorgen für die entsprechende Anbindung an die Netzwerkkomponenten (z.B. Schaltleisten, Kabel, Anschlussdosen).

Die Aufgaben umfassen auch die Assistenz oder Leitung in den Entwicklungsabteilungen (Hardware, Software) von elektronischen Telekommunikations-Systemen. Sie sind häufig für bestimmte Regionen verantwortlich, in denen sie alle notwendigen Arbeiten (Installation, Messtechnik) planen und betreuen.

TechnikerInnen kommen meist aus dem Bereich Informatik, Kommunikationstechnik bzw. Netzwerktechnik.

Der Beruf erfordert Interesse an Elektrotechnik und Messtechnik sowie eine gewisses Maß an mathematischer Begabung (Angewandte bzw. diskrete Mathematik).

  • Freude an Technik
  • Analytisches Denkvermögen
  • Abstraktionsvermögen: Zur Modellbildung
  • Teamfähigkeit
  • Fehlersuche erfolgt auch Abends und am Wochenende
  • Bereitschaft zur regelmäßigen Weiterbildung: Neue Technologien, rechtliche Aspekte
  • Technisches Englisch: Erstellen und Lesen von Schaltplänen
  • Business Englisch: Lesen von Fachliteratur und für internationale Projekte

 

Der Beruf erfordert die Kenntnis berufsspezifischer Rechtsgrundlagen (Patente, Datenschutz) und die Anwendung von Programmiersprachen.

TelekommunikationstechnikerInnen finden bei Telekommunikationsunternehmen und in der IT-Branche Beschäftigung, die beruflichen Schwerpunkte können dabei sowohl im Festnetzbereich, im Mobilfunk oder im Internet

Sie arbeiten z.B. bei Anbietern von Geräten, Anlagen und Dienstleistungen aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), bei einschlägigen Servicebetrieben in der Elektronik-Branche (z.B. als Support-TechnikerIn für vernetzte Gebäudetechnik), in Reparatur- und Serviceabteilungen von Industriebetrieben oder in Sachverständigenbüros.

Laut Expertenmeinung werden die Übertragungssysteme von Telefonie, Fernsehen und Datendiensten tendentiell zu einem universellen System zusammenwachsen.

Ein zunehmend wichtiger Bereich ist die industrielle Kommunikation. Hier geht es um die Digitalisierung in der Industrie 4.0. und die Planung einer Kommunikations-Infrastruktur zwischen allen beteiligten Systemen (Maschinen, Server, Geräte).

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Informations- und KommunikationstechnikerIn", dem der Beruf "TelekommunikationstechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Telekommunikationstechnik ist ebenso wie Informationstechnik und Netzwerktechnik Teil der Informationstechnologie und erfordert Kenntnisse in den Bereichen Mathematik, Informatik, Digitaltechnik und Elektronik. Die Telematik verknüpft den Bereiche Telekommunikation und Informatik.

In Jobinseraten werden häufig Fachkenntnisse im Bereich Embedded Systems/Mikrocontroller sowie gute Kenntnisse in der Programmiersprache C, C# oder C++ gewünscht.

Beispiele für Studiengangsbezeichnungen:

  • Informationstechnologien und Telekommunikation
  • Telekommunikation und Internettechnologien
  • Smart Homes & Assistive Technologies (Medizintelematik)
  • Verkehr und Umwelt (Verkehrstelematik, Informations-, Telekommunikations- und Sensortechnologien)
Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen werden zum Teil betriebsintern angeboten, große Bedeutung kommt darüber hinaus Kursen und Schulungen einschlägiger Hard- und Softwareanbieter zu. Auch Fachmessen und Fachzeitschriften informieren über aktuelle Trends und Entwicklungen.

Darüber hinaus bieten die (technischen) Universitäten, Fachhochschulen und Ingenieursvereinigungen Kurse, Seminare und Lehrgänge. Relevante Bereiche sind z.B. IP-Datennetze, Routing und Switching-Infrastruktur (Breitbandnetze), Zugriffssteuerung und Security Infrastruktur (z.B. Firewalls), Funktechnik, Messtechnik und Kostenermittlung für Projektplanungen.

Im Beruf sind entsprechende Zertifizierungen von Vorteil, etwa "Cisco Certified Networking Associate CCNA", Prozessmanagement und Qualitätsmanagement. Wichtig sind Kenntnisse der Standards und Richtlinien sowie ISO-Zertifizierungen für den Kommunikationssektor.

Je nach Qualifikation bieten sich Aufstiegsmöglichkeiten als ProjektleiterIn, Team- oder AbteilungsleiterIn, SicherheitsmanagerIn, ApplikationsmanagerIn oder als TestingenieurIn zur Prüfung und Überwachung von Anlagen angestrebt werden.

Je nach Beufserfahrung können KommunikationstechnikerInnen als SachverständigeR tätig sein. Sie übernehmen die Fehlersuche an entsprechenden Geräten, bewerten die Messergebnisse, erstellen technische Spezifikationen (formale Produktbeschreibungen) und Gutachten.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Technik/Ingenieurwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Informatik, Informatikmanagement, Informationstechnik, Telematik
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