Ausbildungsform auswählen

HundetrainerIn

Berufsbereiche: Sicherheitsdienste / Soziales, Kinderpädagogik und Bildung
Ausbildungsform: Kurz-/Spezialausbildung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

HundetrainerInnen richten Hunde aller Rassen ab und entwickeln Ausbildungspläne basierend auf bewährten Ausbildungsmethoden. Sie halten in Hundeschulen Gruppen- und Einzeltrainings ab oder arbeiten als mobile HundetrainerInnen direkt bei ihren KundInnen vor Ort. Im Training vermitteln sie grundlegende Befehle, üben mit den Hunden und geben den HundebesitzerInnen Ratschläge für den artgerechten Umgang mit den Tieren. HundetrainerInnen können sich auch auf die Ausbildung von Assistenzhunden, z.B. Blinden-, Signal- und Therapiehunden, spezialisieren, die besondere Voraussetzungen erfüllen müssen. Weiters können sie Schimmelsuchhunde dazu abrichten, einen Schimmelpilzbefall in Gebäuden anzuzeigen.
 

  • Bereitschaft am Wochenende zu arbeiten
  • Bereitschaft in den Abendstunden zu arbeiten
  • Durchsetzungsvermögen
  • Interesse für Tiere
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Körperliche Fitness
  • Organisationstalent
  • Reaktionsfähigkeit
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Hundeschulen
  • Hundetrainings- und -sportvereine
  • Pflege- und Sozialeinrichtungen, die Therapiehunde einsetzen, z.B. Österreichisches Rotes Kreuz, Caritas
  • Österreichische Schimmel-Suchhunde-Staffel

Da es in Österreich eine relativ konstante Anzahl von HundehalterInnen gibt und die Ausbildung von Hunderassen mit erhöhtem Gefährdungspotential seit einigen Jahren gesetzlich verpflichtend ist, können HundetrainerInnen auch künftig mit einer stabilen Nachfrage nach ihren Dienstleistungen rechnen. Allerdings sind gut bezahlte Anstellungsverhältnisse schwer zu finden und der Konkurrenzdruck zwischen den selbstständig tätigen HundetrainerInnen ist groß.
Eine selbstständige Tätigkeit als HundetrainerIn ist zum Beispiel mit einem Gewerbeschein für das freie Gewerbe "Ausbildung, Betreuung, Pflege und Vermietung von Tieren sowie die Beratung hinsichtlich artgerechter Haltung und Ernährung von Tieren mit Ausnahme der den Tierärzten vorbehaltenen diagnostischen und therapeutischen Tätigkeiten" möglich.

Spezialisierungen können die Berufsperspektiven von HundetrainerInnen verbessern. Beispiele dafür sind das Training von Assistenzhunden oder gesetzlich vorgeschriebene Kurse wie der Wiener Hundeführerschein oder der Sachkundenachweis in den Bundesländern. Auch die Absolvierung der freiwilligen Zusatzprüfung zum/zur tierschutzqualifizierteN HundetrainerIn oder zusätzliche Ausbildungen etwa im Bereich Hundegesundheit oder Hundeverhaltenstraining können zu besseren Chancen am Arbeitsmarkt beitragen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "TierpflegerIn", dem der Beruf "HundetrainerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Es gibt keine gesetzlich geregelte Ausbildung für den Beruf. Die nötigen Kenntnisse und Fertigkeiten werden meist in Hundeschulen und im Rahmen von Spezialausbildungen vermittelt.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat die Koordinierungsstelle "TierschutzqualifizierteR HundetrainerIn" geschaffen, die eine qualitativ hochwertige und tierschutzkonforme Hundeausbildung sicherstellen soll.

Tierschutzqualifizierte HundetrainerInnen müssen 2 Jahre praktische Erfahrung in der Arbeit mit Hunden nachweisen, eine kommissionelle Prüfung ablegen und 40 Stunden Weiterbildung innerhalb von 2 Jahren absolvieren.

Beispiele für tierschutzqualifizierte HundetrainerInnen- und -assistenzausbildungen:

  • Pfotenassistenz: "Ausbildung zum (tierschutzqualifizierten) Hundetrainer"
    Dauer: 2 Jahre (Theorie und Praxis)
  • Ilztaler REHA Hundeschule: Assistenzhunde-Trainer-Lehrgang
    Dauer: 2 Jahre (Theorie und Praxis)
  • Verein Tiere als Therapie: "Diplomlehrgang zur geprüften Fachkraft für tiergestützte Therapie und tiergestützte Fördermaßnahmen"
    Dauer: 16 Wochenenden (1x pro Monat), 2 Prüfungs- und 1 Präsentationstermin
Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Berufe mit Kurz- oder Spezialausbildung (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: TIERE UND UMWELT - Tierliebe als Beruf, Seite 118
Diese Berufe könnten Sie auch interessieren ...
Weitere Berufe aus den Bereichen "Sicherheitsdienste" und "Soziales, Kinderpädagogik und Bildung" anzeigen