LehrerIn (Fachbereich Mode und Design an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen)

Berufsbereiche: Wissenschaft, Bildung, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.200,- bis € 2.520,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

LehrerInnen für den Fachbereich Mode und Design vermitteln berufskundliche Kenntnisse. Modedesign beschäftigt sich auch mit künstlerisch-kreativen Gesichtspunkten. LehrerInnen vermitteln neben Fach- und Handlungskompetenz auch Selbst- und Sozialkompetenz.

LehrerInnen bereiten den Einsatz verschiedener Unterrichtsmaterialien und -methoden vor. Sie vermitteln ihren SchülerInnen praktische Fertigkeiten und Techniken. Sie unterrichten theoretische Fächer wie Mode- und Designtheorie, Marketing, Modemanagement, Betriebswirtschaftslehre. Sie vermitteln Kenntnisse und Fertigkeiten in den Bereichen Planung, Entwurf und Produktion von Bekleidung, Wohntextilien und Accessoirs. Das umfasst z.B. Schnitt- und Entwurfstechniken, entsprechende Visualisierungstechniken, CAD-Programme sowie Kompetenzen der Werkstoffkunde und der Verarbeitungstechnik.

LehrerInnen organisieren auch Fachexkursionen, z.B. zu Textilverarbeitungsbetrieben und Design-Studios. Gemeinsam mit ihren SchülerInnen führen sie fachspezifische Aktivitäten und Projektarbeiten durch. Typische Tätigkeiten sind z.B.

  • Unterrichtsmaterialien bereitstellen
  • Fachinhalte zu berufsrelevanten Themen vermitteln
  • Zu fachbezogenen Tätigkeiten anleiten
  • Exkursionen organisieren und durchführen
  • Projektplanung und -überwachung
  • Lernzielkontrollen durchführen
  • Administrative Tätigkeiten
  • Besprechungen mit KollegInnen, Klassenvorstand und Erziehungsberechtigten
  • Freude an der Vermittlung von Fähigkeiten und Fertigkeiten
  • Handgeschicklichkeit (für das praktische Unterrichtsfach)
  • Pädagogisches Geschick
  • Organisationsgeschick: Organisation von Veranstaltungen und Aktivitäten
  • Kreativität
  • Soziale Kompetenzen: Empathievermögen, Konfliktlösungsfähigkeit
  • Kommunikative Kompetenzen: Führen von Diskussionen und Gesprächen, Beratung von Erziehungsberechtigten
  • Motivationsfähigkeit: SchülerInnen dazu begeistern, ihre Aufgaben mit Freude und Einsatzbereitschaft zu erledigen

Je nach Ausbildung unterrichten LehrerInnen an allgemeinbildende Fächer an berufsbildenden Schulen oder fachbezogene Fächer.

Mit der entsprechenden Ausbildung (Sonderpädagogik, Inklusive Bildung) können LehrerInnen unterrichtend und beratend (z.B. Lernbehindertenpädagogik oder Körperbehindertenpädagogik) tätig sein.

AbsolventInnen sind zur Ausübung des Lehramtes oder zur Tätigkeit in der außerschulischen Jugenderziehung befähigt. Neben dem Lehramt eröffnen sich weitere Aufgabenfelder, z.B. im Rahmen der

  • Erwachsenenbildung
  • Kultur- und Medienarbeit
  • Freizeitpädagogik
  • Museumspädagogik
  • Außerschulische Projekte (z.B. Workshops, Moderation)
  • Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Bildungsberatung, Publikationen)

Die Arbeitsmarktsituation ist stark von politischen Entscheidungen im Bildungswesen abhängig. Je nach Unterrichtsfach ist der Bedarf an LeherInnen unterschiedlich hoch. Zum Teil bestehen Aussichten auf eine Karriere in unterschiedlichen Bereichen, die einen Bildungsbezug aufweisen, etwa im Verlagswesen, in der politischen Bildungsarbeit oder im Sozialwesen.

Seit dem Schuljahr 2018/2029 gilt der verordnete Lehrplan zur verbindlichen Übung "Digitale Grundbildung" in den österreichischen Schulen. Diese Neuerung vergrößert den Bedarf an professionell ausgebildeten LehrerInnen in diesem Bereich. Infos bietet z.B. auch die Website themen.schule.at und das Tiroler Bildungsservice.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "LehrerIn für die Sekundarstufe Berufsbildung", dem der Beruf "LehrerIn (Fachbereich Mode und Design an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen)" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Die Ausbildung der Lehrpersonen an berufsbildenden Schulen ist, bedingt durch den differenzierten Fächerkanon, sehr unterschiedlich. Es gibt grundsätzlich drei Arten von Lehrpersonen an berufsbildenden Schulen:

  • Lehrpersonen allgemeinbildender Unterrichtsgegenstände – Lehramtsausbildung Sekundarstufe Allgemeinbildung

Bei Eintritt in den Schuldienst ist eine 1-jährige Induktionsphase vorgesehen

  • Lehrpersonen fachtheoretischer Unterrichtsgegenstände – Lehramtsausbildung Sekundarstufe Berufsbildung

Diese Lehrpersonen verfügen über eine universitäre Fachausbildung sowie eine einschlägige Berufspraxis.

  • Lehrpersonen fachpraktischer Unterrichtsgegenstände – Lehramtsausbildung Sekundarstufe Berufsbildung

Diese Lehrpersonen verfügen über eine einschlägige Berufsausbildung sowie eine Berufspraxis.

 

Nähere tagesaktuelle Infos zur Lehramtsausbildung bietet die Website des Bundesministeriums: BMBWF. Link zum Österrreichischen Bildungssystem.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Es besteht die Möglichkeit, ein oder mehrere Erweiterungsstudien zu absolvieren. So kann ein bereits absolviertes Studium um zusätzliche Kompetenzen erweitert werden.

Fortbildungen können nur mit laufenden Vertrag absolviert werden. Die meisten Lehrgänge werden zertifiziert und sind meist auch mit neuen Berechtigungen verbunden. Ansonsten gibt es Weiterbildungsprogramme und Zusatzqualifikationen (meist in Seminarform). Bereiche sind zum Beispiel:

  • Digitale Kompetenzen für Berufseinsteiger/innen (Rahmenlehrgang): PH NÖ
  • Escape Room: Den Unterricht zum Abenteuer machen (Wahlfach für den Hochschullehrgang Digitale Kompetenzen für Berufseinsteiger/innen): PH NÖ
  • <Lehrer/in für Digitale Grundbildung (30 ECTS): PH NÖ
  • E-Learning - E-Pädagogik: (Lehrgang, 15 ECTS): PH NO
  • Social Media Statistik: Inferenz und Datenanalyse (Erweiterungscurriculum, 15 ECTS): UNI Wien
  • MSc in School Building Leadership (Online-Fortbildung): PH Wien
  • Integrative Berufspädagogik (Lehrgang, 30 ECTS): PH NÖ
  • Lehrgang: Verhaltensauffälligkeiten und Schule (MEd, 120 ECTS): PH Linz
  • Sucht- und Gewaltprävention in pädagogischen Handlungsfeldern (MA, 120 ECTS): FH OÖ in Kooperation mit der PH OÖ, der JKU Linz und dem Institut Suchtprävention der pro mente Oberösterreich

 

Infos über Fort- und Weiterbildungsangebote sowie Angebote zur Nachqualifizierung bietet die Website des Bundesministeriums: BMBWF sowie die Website nachqualifizierung.at.

Lehrpersonen können eine Position als Schulleiterin/Schulleiter anstreben. Zu einem sehr geringen Teil bestehen Beschäftigungsmöglichkeiten in den Bildungsdirektionen der Länder. Entsprechende Stellenausschreibungen finden sich auf der Website des Bundesministeriums BMBWF.

Grundsätzlich bestehen berufliche Entwicklungsmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen, z.B.

  • Bildungsverwaltung
  • Bildungspolitik
  • Medienpädagogik
  • Gutachtertätigkeit für Lehrmittel (z.B. Schulbücher, Medien)
  • Freizeitpädagogik
  • Wissenschaft und Forschung

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