Ausbildungsform auswählen

FahrzeugelektronikerIn

Berufsbereiche: Elektrotechnik, Elektronik und Telekommunikation / Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

FahrzeugelektronikerInnen beschäftigen sich mit der Analyse komplexer Aufgabenstellungen der Kraftfahrzeugelektronik und kraftfahrzeugspezifischer Systeme der Informations- und Kommunikationstechnik.

Die Entwicklung, Konstruktion und Fertigung elektronischer Bauteile, welche zur Erhöhung des Fahrkomforts sowie zur Sicherheit des Fahrzeugs beitragen, sind ihr Kernaufgabengebiet.

FahrzeugelektronikerInnen bestücken Leiterplatten (Platinen) mit elektronischen Bauelementen, Chips und sog. ICs und bauen elektronische Einheiten in Fahrzeuge ein. Sie verdrahten Schaltgeräte und Automatierungssysteme, programmieren und konfigurieren diese. Zuden rüsten sie Fahrzeuge - auch Luftfahrzeuge mit elektronischen Geräten aus und setzen diese instand.

Weiters führen sie Funktions- und Leistungstests an den verschiedenen Fahrzeugen durch. Sie testen und analysieren diese auf Fehler und führen Wartungsarbeiten durch; dazu wenden sie Methoden der Mess- und Prüftechnik an. Die Elektronik spielt zunehmend auch beim Antrieb von Fahrzeugen eine große Rolle (Elektromotoren).

FahrzeugelektronikerInnen verfügen über Kenntnisse im Bereich der Halbleitertechnologien, Sie nutzen Softwaretools für Layout-Design, Analyse und Simulation (CAD, EAGLE u.a.)

Spezialisierungsgebiete: Z.B. Hybridfahrzeugbau, Nutz- oder Sonderfahrzeugbau (z.B. Feuerwehrautos, Wasserfahrzeuge), Straßen-, Schienen-, Geländefahrzeuge, landwirtschaftlicher Maschinenbau (Bagger, Traktoren), Luftfahrzeuge.

Siehe auch den Beruf MikoelektronikerIn und MikrotechnikerIn.

Freude an Technik, grundsätzliches naturwissenschaftlich-technisches Verständnis, wissenschaftliche Neugierde und Kreativität, Handgeschicklichkeit, logisch-analytisches Denkvermögen, Kontakt- und Teamfähigkeit, Umgang mit Softwaretools (z.B. Autocad, CATIA V5), gute Englischkenntnisse.

ElektronikerInnen finden in fast allen Industrie- und Gewerbeunternehmen sowie in den Bereichen Forschung und Entwicklung Beschäftigung. Auch in Verkauf, Vertrieb und Marketing sowie Beratung und Service können ElektronikerInnen arbeiten.

FahrzeugelektronikerInnen sind in Kfz-Werkstätten beschäftigt (Klein- und Mittelbetriebe des Kraftfahrzeugtechniker-Gewerbes), in der Kraftfahrzeugindustrie oder deren Zulieferbetrieben, in Service- und Reparaturabteilungen von Tochterbetrieben und Generalvertretungen in-/ausländischer KFZ-Hersteller, Fuhrparks öffentlicher Institutionen und Verkehrsbetriebe (z.B. Post, Bahn, Bundesheer, Polizei) und in den Serviceeinrichtungen großer Kraftfahrerorganisationen.

Die meisten Beschäftigungsbetriebe gibt es in Ballungszentren, vor allem in Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark und in Wien.

Für AbsolventInnen technischer Studienrichtungen besteht darüber hinaus die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als IngenieurkonsulentIn.

Die Europäische Union fördert die Elektromobilität - in Österreich ist im Nationalen Aktionsplan bis 2020 als Ziel definiert, dass jedes fünfte Fahrzeug einen zumindest teilelektrifizierten Antrieb hat. Bis dahin wird allein im Bereich Elektrofahrzeuge ein Bedarf von rund 3.600 Vollzeitbeschäftigten prognostiziert.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "MechatronikerIn", dem der Beruf "FahrzeugelektronikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Uni: Z.B. Maschinenbau mit Schwerpunkt Automotive Engineering bzw Fahrzeugtechnik.

FH: Z.B. Fahrzeugtechnik/Automotive Engineering, EntwicklungsingenieurIn Maschinenbau, Green Mobility (MSc), Mechatronik -Spezialisierung Surface Engineering & Tribology (MSc), Maschinenbau -Leichtbau (MSc), Mechatronics -Mechanical Engineering (MSc), Aerospace Engineering (MSc).

Studienrichtungen, die ähnliche Module enthalten:
FH: Z.B. Elektrotechnik Dual, Angewandte Elektronik, Advanced Electronic Engineering.

Aktuelle Themen sind u.a. Smart and Green Technologies sowie IT-Security und Safety für Anwendungen im Automotive Bereich.

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Gefragt sind: Managementqualifikationen, z.B. Qualitätsmanagement und Sales-Management u.a.), auch Werkstofftechnik und Sicherheitstechnik.

Weiterbildungsmaßnahmen werden zum Teil betriebsintern angeboten. Darüber hinaus gibt es Kurse und Schulungen für Postgraduierte der technischen Universitäten sowie Veranstaltungen der Ingenieursvereinigungen. Fachmessen sowie Fachzeitschriften sind für die Weiterbildung von Bedeutung. Möglich ist auch ein weiterbildendes Studium im Bereich EntwicklungsingenieurIn oder Automatisierungstechnik, z.B. Automatisierungstechnik mit Vertiefung Intelligente Sensoren & Systeme (FH OÖ).

Formale Aufstiegsmöglichkeiten in industriellen und gewerblichen Betrieben sind z.B. Funktionen wie kaufmännische LeiterIn oder AbteilungsleiterIn, Leiterin von Bereichen wie Technologiemanagement oder Industrial Engineering. Entwicklungsmöglichkeiten sind zudem im Qualitätsmanagement und in der Sicherheitstechnik zu finden.

FahrzeugelektronikerInnen können bei entsprechender (Zusatz)Qualifikation und persönlicher Kompetenz als BetriebsingenieurIn in einem Mittel- oder Großbetrieb tätig sein. Weiters als Entwicklungs-, Sicherheits- oder VersuchsingenieurIn, in der Kontroll- und Abnahmetechnik (Genehmigung und Überprüfung von Fahrzeugen und deren Betriebssicherheit), Unfallforschung und Unfallprävention sowie Schweißtechnik.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen zudem in Funktionen wie LeitendeR KonstrukteurIn oder ProjektleiterIn bzw. ProjektmanagerIn oder eine leitende Tätigkeit eines Bereiches wie Technologiemanagement oder Industrial Engineering.

Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung besteht z.B. als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn in den Handwerken "Kraftfahrzeugtechnik", "Karosseriebau- und Karosserielackiertechniker", "Mechatronik für Maschinen- und Fertigungstechnik", "Metalltechnik für Land- und Baumaschinen", "Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau" oder "Metalltechnik für Schmiede und Fahrzeugbau", "Autoverglasung").

Nähere Infos bietet z.B. Wirtschaftskammer Österreich WKO. Für AbsolventInnen technischer Studienrichtungen besteht darüber hinaus die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als IngenieurkonsulentIn.

Diese Berufe könnten Sie auch interessieren ...
Weitere Berufe aus den Bereichen "Elektrotechnik, Elektronik und Telekommunikation" und "Maschinen, Kfz und Metall" anzeigen