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Medizinischer Mikrobiologe/Medizinische Mikrobiologin

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.520,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Die Mikrobiologie ist eine Teildisziplin der Biologie. Die medizinische Mikrobiologie beschäftigt sich in erster Linie mit den Effekten von pathogenen (krankmachenden) Mikroorganismen auf den menschlichen Organismus und seine Gesundheit.

Mikrobiologen/Mikrobiologinnen erforschen auf mikroskopisch kleinster Ebene Bakterien, Viren, Pilze, einzellige Parasiten und andere Mikroorganismen. Dazu untersuchen sie das mikrobiologische Probenmaterial in Laboren. Sie führen Experimente, Tests und Analysen durch. Das umfasst z.B. auch die Mikroskopie und die Züchtung von Keimkulturen.

Aufgabengebiete sind zum Beispiel im Rahmen der Erforschung, Identifikation, Analyse und Beschreibung von

  • Krankheitserregern
  • Pathogenitätsmechanismen (krankheitsmachende Mechanismen)
  • Methoden zur Prävention (Vorbeugung, Behandlung)
  • Immun-Evasionsmechanismen (Umgehung der Immunfunktion) und Erreger-Wirts-Interaktionen
  • Mikroorganismen in der Lebensmittelverarbeitung wie etwa krankmachende Produktions- und Fermentationsorganisme und Verderbniserreger
  • Organisation der Prüfungen von pharmazeutischen Produkten

 

Gemeinsam mit VererinärmedizinerInnen arbeiten sie z.B. in Fachgruppen an der Bekämpfung von bakteriellen, viralen und parasitären Zoonoseerregern. Zoonosen sind Infektionskrankheiten, die unter anderem von Bakterien, Pilzen oder Prionen (Proteine) verursacht und wechselseitig zwischen Tieren und Menschen (z.B. durch Eier, Milben, Fleisch) übertragen werden können.

Spezialbereiche sind beispielsweise die medizinische Bakteriologie, die medizinische Mykologie und die Virologie.

Siehe auch:
  • Analytisches Denkvermögen
  • Verantwortungsvoller, selbstständiger Arbeitsstil
  • Genauigkeit
  • Geduld: Langfristig angelegte Beobachtungs- und Versuchsprogramme
  • Gutes Sehvermögen
  • Technisches Verständnis: Apparateeinsatz
  • Englischkenntnisse

 

In Jobinseraten wird oft die Kenntniss der Arzneimittelbetriebsordnung gefordert (z.B. Berechtigung zur Ausübung der Funktion einer Sachkundigen Person gemäß AMBO §7)

Beschäftigungsmöglichkeiten finden sich je nach beruflicher Ausrichtung in den Laboratorien bzw. in den radiologischen Abteilungen und den nuklearmedizinischen Abteilungen der Krankenhäuser, Kuranstalten, Rehabilitationsanstalten und bei (spezialisierten) Ärztinnen/Ärzten, auch in der pharmazeutischen Industrie und in Gesundheitsagenturen.

 

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Molekularbiologe/-biologin", dem der Beruf "Medizinischer Mikrobiologe/Medizinische Mikrobiologin" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Eine naturwissenschaftliche Ausbildung bildet eine gute Grundlage für diesen Beruf. Die Universitäten bieten verschiedene Studiengänge:

  • Biomedizinische Analytik
  • Biologie mit Schwerpunkt Mikrobiologie und MolekularbiologieBiochemie
  • Medizin
  • Veterinärmedizin

 

Eine erste praktische berufliche Laborerfahrung, etwa in einem medizinisch -bakteriologischen Labor erleichtert meistens den Berufseinstieg.

Studiengänge aus dem Bereich Biotechnologie verbinden Biologie mit Ingenieurwesen (Physik, Chemie, Verfahrenstechnik, Materialwissenschaften, Informatik). Beispiele für Fachhochschulstudiengänge:

  • Biomedizinische Analytik
  • Bioengineering
  • Biomedizinisches Ingenieurwesen
  • Biotechnische Verfahren
Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten in der Regel die entsprechenden Berufsverbände an. Aber auch Universitätslehrgänge und Lehrgänge universitären Charakters ermöglichen eine fachliche Vertiefung bzw. Erweiterung

  • Medical Writing
  • Gynäkologische Zytodiagnostik
  • Pädagogik für Gesundheitsberufe
  • Public Health
  • Clinical Research

 

Die FH Kufstein bietet den (kostenpflichtigen) Masterlehrgang Bio Inspired Engineering. Die MedUni Wien bietet das Masterprogramm Forensische Wissenschaften (Master of Forensic Science). für NaturwissenschafterInnen, ArchäologInnen, AnwärterInnen für allgemein beeidete und gerichtlich zertifizierte Sachverständige in Gesundheitsberufen. 

Engagierte Fachleute können eine Position als LaborleiterIn anstreben oder als BeraterIn oder VerkaufsleiterIn für mikrobiologischen Testsysteme und Services (Geräte, Reagenzien, Nährmedien). Solche Testsysteme werden z.B. an medizinisch-mikrobiologische Laboratorien in Krankenanstalten, Hygieneinstituten und Privatlabors verkauft.

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