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Biologe/Biologin

Berufsbereiche: Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
Ausbildungsform: Uni/FH/PH
Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.120,- bis € 2.960,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Biologen/Biologinnen untersuchen Erscheinungsformen des Lebens in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen und auf unterschiedlichen Ebenen.

Die Biologie teilt sich in verschiedene Fachgebiete: ZoologInnen untersuchen sogenannte niedere Tiere, wie etwa Einzeller und Würmer genauso wie Säugetiere. BotanikerInnen beschäftigen sich mit der Pflanzenwelt. MolekularbiologInnen und MikrobiologInnen hingegen setzen sich auf kleinster Ebene (z.B. Zellstrukturen) mit den Bausteinen und Grundprozessen des Lebens auseinander.

Biologen/Biologinnen beobachten, messen und systematisieren; auch das Simulieren und Berechnen am Computer zählen zu den wissenschaftlichen Methoden um neue Einsichten und Erkenntnisse zu gewinnen. Diese Methoden wenden BiologInnen in Experimenten am Versuchsfeld, im Labor oder auch in der freien Natur an.

Interdisziplinarität, also die Kommunikation und Zusammenarbeit mit verwandten wissenschaftlichen Disziplinen stellt einen wichtigen Aspekt vieler Tätigkeiten in der Biologie dar. Solche Disziplinen sind z.B. Medizin, Physik, Chemie, Pharmazie und Ökologie. Siehe auch HolztechnikerIn.

Ein Trend geht auch in Richtung Life Sciences (Biowissenschaften) siehe dazu BiotechnologIn

Die Arbeit als Biologe/Biologin erfordert eine interdisziplinäre Vorgangsweise sowie

  • Analytisches Denkvermögen
  • Fitness und Ausdauer: Langfristig angelegte Beobachtungs- und Versuchsprogramme in freier Natur
  • Gute Wahrnehmung und Beobachtungsgabe
  • Technisches Verständnis: Apparateeinsatz
  • Manchmal ist eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber Chemikalien (Labortätigkeit) nötig
  • Englischkenntnisse: Literatur, Forschung

 

Es gibt Überschneidungen zu anderen Wissenschaften, wie Chemie, Pharmazie, Physik und Medizin, zu denen die BiologInnen aber auch in einem Konkurrenzverhältnis stehen.

Biologen/Biologinnen sind vor allem in Lehre und Forschung tätig - an Universitäten, Weiterbildungseinrichtungen, im privatwirtschaftlichen Labor der Biomedizin oder der Pharma- oder Kosmetikindustrie.

Im Bereich Kommunikation und Information bietet der Wissenschaftsjournalismus, die Wissenschaftskommunikation und die Politikberatung weitere Beschäftigungsmöglichkeiten.

BiologInnen arbeiten zudem in der Natur wie zum Beispiel in Reservaten, Nationalparks und Tiergärten. Im öffentlichen Dienst sind sie an Museen, Bundes- und Landeseinrichtungen (z.B. Bundesanstalt für Pflanzenschutz, Forstwirtschaftliche Bundesanstalt) tätig.

Weitere Möglichkeiten sind z.B.

  • Biomonitoring
  • Artenschutzprogramme der EU
  • Humanbiologische Untersuchungsstellen
  • Bioinformatische und biostatistische Erhebungsstellen
  • Biomarketing

Ein wichtiges Tätigkeitsfeld im Bereich Biologie ist auch die Bioinformatik, etwa in Biotechnologie-Unternehmen weltweit. Eine oder mehrere Programmiersprachen zu beherrschen gewinnt als Zusatzqualifikation immer mehr an Bedeutung. Neue Technologien wie Internet of Things und Data Intelligence sind mit der Informatik (Systeme und Methoden) und deren Schnittstellen verbunden.

Die Fähigkeit, mit digitalen Techniken Probleme zu lösen und mithilfe von Computern die Welt zu gestalten bedarf Informatikkenntnisse. Österreich hat dazu im Jänner 2017 ein Strategiepapier, die Digital Roadmap beschlossen, URL: digitalroadmap.gv.at. Demnach reichen nicht nur simple Anwenderkenntnisse sondern Informatikkenntnisse als zentrale Kulturtechnik neben Lesen, Schreiben und Rechnen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "BiowissenschafterIn", dem der Beruf "Biologe/Biologin" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Biologen/Biologinnen aus allen Teilbereichen konkurrieren stark mit AbsolventInnen anderer (technischer, medizinischer, pharmazeutischer) Studienrichtungen und sollten sich daher bereits während des Studiums entsprechend spezialisieren!

Uni: Z.B. Biologie, Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie, Physiologie/Zellbiologie, Molekulare Biologie, Molekulare Biowissenschaften, Zoologie, Pflanzenwissenschaften, Botanik, Anthropologie, Genetik.

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Die Entwicklungen in der Biologie gehen allgemein in Richtung Life Sciences (Biowissenschaften):

Biotechnologie ist die Anwendung von Naturwissenschaft und Technik auf lebende Organismen und verbindet Biologie mit Ingenieurwesen (Physik, Chemie, Verfahrenstechnik, Informatik):

FH: z.B. Bio- und Umwelttechnik, Bio- und Lebensmitteltechnologie, Bioengineering, Biomedizinische Analytik, Biomedizinisches Ingenieurwesen, Biotechnische Verfahren, Data Science und Engineering - Vertiefung Biomedizinische Datenanalyse.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten vor allem Lehrgänge und Seminare. Im wissenschaftlichen Bereich ist das Studium von Literatur und Fachzeitschriften sowie der Besuch von Symposien und Fachtagungen zu empfehlen.

Arbeitsmarktrelevante Zusatzqualifikationen bieten z.B. postgraduale Angebote in den Bereichen Management, Technologie und Verfahren, Einsatz von IT-Tools (z.B. für Datenauswertungen, Diagnose, Biomonitoring).

Zudem gibt es Seminare, Lehrgänge und Masterprogramme in den Bereichen Umweltanalytik und Gefahrenbewertung, Tier und Pflanzenkultur (z.B. Artenschutz), Fischereiwirtschaft; Technischer Umweltschutz (vor allem in den Bereichen Entsorgung und Recycling); Überschneidungen bestehen zur Biotechnologie, Pharmazie und Medizintechnik.

Beispiel: Forensische Wissenschaften (Master of Forensic Science). Zielgruppe: NaturwissenschafterInnen, MedizinerInnen, AnwärterInnen für allgemein beeidete und gerichtlich zertifizierte Sachverständige in Gesundheitsberufen (MedUni Wien).

Die FH Kufstein bietet den (kostenpflichtigen) Masterlehrgang „Bio Inspired Engineering".

Mit entsprechender beruflicher Erfahrung kann eine Position in der Planung, Organisation und Durchführung interdisziplinärer Forschungsprojekte angestrebt werden.

Voraussetzungen für eine entsprechende Karriere ist meistens eine mehrjährige Berufserfahrung sowie Managementkenntnisse. Auch sehr gute Englischkenntnisse sind sowohl aufgrund der fachlichen Kommunikation, aber auch der starken internationalen Ausrichtung dieses Bereiches unumgänglich.

Die Biologie bietet eine Vielfalt an Spezialisierungsmöglichkeiten, z.B. Mikrobiologie, Zellbiologie, Humanbiologie oder auch in der biomedizinischen Analytik.

Für AbsolventInnen bestimmter Studienrichtungen besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als ZiviltechnikerIn.

Es besteht die Möglichkeit zur selbstständigen Berufsausübung im Rahmen des reglementierten Gewerbes der Handwerke in Ingenieurbüros (Beratende IngenieurInnen), oder in Laboratorien. Nähere Infos bietet z.B. Wirtschaftskammer Österreich WKO.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Naturwissenschaften (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
Fundstelle: Biologie
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