Start | KulturvermittlerIn

Tätigkeitsmerkmale

KulturvermittlerInnen konzipieren, koordinieren und leiten kulturelle Vermittlungsprogramme, wie z.B. Ausstellungen in Museen oder Galerien. Zudem organisieren sie kulturelle Veranstaltungen für verschiedene Zielgruppen. Ihre Aufgabe ist es, Ausstellungsstücke wie Bilder, Gemälde, Skulpturen oder Installationen sowie Informationen zu Kunst und Kultur zielgruppengerecht und anschaulich zu vermitteln. 

KulturvermittlerInnen konzipieren Führungen durch Museen oder Einzelausstellungen mit Hilfe von didaktischen Methoden und passen die Inhalte an das Zielpublikum, z.B. Kinder oder Jugendliche, an. Dazu lesen und recherchieren sie alle wichtigen Informationen zum jeweiligen Thema, zu den Objekten und den KünstlerInnen der Ausstellung. Sie führen BesucherInnen meist in Gruppen durch die Ausstellungen, erklären ihnen die Ausstellungsstücke und geben interessante Hintergrundinformationen, z.B. zur Entstehung oder Herkunft eines Kunstwerkes sowie zu den ausstellenden KünstlerInnen. Zudem leiten sie BesucherInnen an, ausgestellte Geräte oder Installationen selbst auszuprobieren, sofern dies vorgesehen ist.

Weiters erstellen KulturvermittlerInnen Kataloge und Beschreibungstafeln, die Informationen zu den Ausstellungen enthalten. Dabei kommen auch zunehmend digitale Vermittlungsformate wie Video, Audio oder Virtual Reality zum Einsatz. Teilweise unterstützen KulturvermittlerInnen auch die AusstellungskuratorInnen bei der Vorbereitung und dem Aufbau einer Ausstellung. Zudem können sie auch in der Öffentlichkeitsarbeit für Museen und Galerien tätig sein. 

Typische Tätigkeiten sind z.B.: 

  • Führungen durch Ausstellungen konzipieren 
  • Informationen zu Kunst und Kultur recherchieren
  • BesucherInnen durch Ausstellungen führen
  • Ausstellungsstücke erläutern
  • Vorträge halten 
  • Fragen der BesucherInnen beantworten
  • Kulturelle Veranstaltungen organisieren
Siehe auch:
  • Begeisterungsfähigkeit
  • Bereitschaft, am Wochenende zu arbeiten 
  • Didaktische Fähigkeiten 
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Englischkenntnisse
  • Freude am Kontakt mit Menschen 
  • Gerne kreativ arbeiten
  • Interesse für Kunst und Kultur
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Selbstständiges Arbeiten 

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Institutionen:

  • Museen
  • Galerien
  • Ausstellungsveranstalter
  • Staatsarchive
  • Kulturveranstalter

Die Anziehungskraft von kulturellen Berufen ist für viele Menschen groß, daher ist der Konkurrenzdruck in diesem Bereich allgemein hoch. Viele Berufe im Kulturbereich werden häufig auf freiberuflicher bzw. selbstständiger Basis ausgeübt, auch sogenannte prekäre Arbeitsverhältnisse sind keine Seltenheit. Frühzeitige Branchenkontakte, z.B. über Praktika in Museen, können in Hinblick auf den Berufseinstieg vorteilhaft sein. Die Berufsaussichten für KulturvermittlerInnen sind, abhängig vom jeweiligen Schwerpunkt, unterschiedlich.

Viele Kunst- und Kulturbetriebe waren aufgrund der Corona-Pandemie von teils existenzbedrohenden Herausforderungen betroffen. Auch auf die Tätigkeit von KulturvermittlerInnen wirkten sich die besonderen Umstände während der Corona-Pandemie aus. So mussten spezifische Sicherheitskonzepte sowie Möglichkeiten zu Online-Veranstaltungen und -Vermittlungsformate erarbeitet werden. Der Kulturbetrieb konnte mittlerweile weitgehend wieder wie gewohnt aufgenommen werden. 

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "KulturwissenschafterIn", dem der Beruf "KulturvermittlerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bilden Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten in den Bereichen Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte, Geschichte oder Bildungswissenschaften. Bachelorstudien im Bereich Kunstgeschichte vermitteln meist Fachwissen zu den verschiedenen kunsthistorischen Epochen, Kunstformen, zur Zeitgeschichte und auch im Bereich Museologie sowie Techniken zur Analyse und Interpretation von Kunstwerken und Texten. 

Voraussetzung für ein Universitätsstudium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann.

Weiters besteht die Möglichkeit, am Institut für Kulturkonzepte den Lehrgang Kulturvermittlung zu absolvieren, der mit einem Zertifikat abschließt.  

Der Österreichische Verband der KulturvermittlerInnen im Museums- und Ausstellungswesen bietet für KulturvermittlerInnen die Möglichkeit zur Zertifizierung. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der  Webseite des Verbands.

Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen an Universitäten, z.B. in Form von Lehrgängen und Seminaren in Bereichen wie Kulturvermittlung, Pädagogik, Ausstellungsdesign, Kulturmanagement oder Medienpädagogik. 

Die Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz bietet einen berufsbegleitenden Hochschullehrgang zu Kulturvermittlung im Ausmaß von 60 ECTS-Punkten an. 

Informationen zu weiteren Weiterbildungsmöglichkeiten im Museumsbereich finden Sie auf der Webseite des Museumsbundes Österreich.

Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI und WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. in den Bereichen Fremdsprachen, Kommunikation, Fremdenführung oder Mediendesign. 

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen z.B. in der Leitung einer Galerie oder als leitendeR KuratorIn von Ausstellungen. Ebenso besteht mit entsprechender Weiterbildung die Möglichkeit, im Kulturmanagement tätig zu werden. 

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen der freien Gewerbe "Ausstellungsgestaltung" und "Erstellung von museumspädagogischen Konzepten unter Ausschluss der Unternehmensberatung einschließlich Unternehmensorganisation vorbehaltenen Tätigkeiten" möglich. 

Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich die Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen zur Anmeldung eines Gewerbes. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der freien Gewerbe (BMDW).

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