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FacharbeiterIn Fischereiwirtschaft

Berufsbereiche: Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

FischereiwirtschaftsfacharbeiterInnen betreuen und züchten verschiedene Arten von Speisefischen, vor allem Karpfen, Forellen und forellenartige Fische (Salmoniden). Die ausgewachsenen Speisefische werden nach dem Abfischen entweder lebend an Groß- und Kleinabnehmer geliefert oder geschlachtet und von den FischereiwirtschaftsfacharbeiterInnen weiterverarbeitet (z.B. Filetieren, Räuchern).

Weitere wichtige Aufgaben der FischereiwirtschaftsfacharbeiterInnen sind der Besatz von Sportfischereiteichen mit Jungfischen (Setzlingen), der Transport von lebenden Fischen sowie in geringerem Ausmaß das Abfischen von Seen oder Fließgewässern mit Netzen oder elektrischen Fischfangvorrichtungen (Elektrofischen).

Bedingt durch die unterschiedlichen Ansprüche von Karpfen und Forellen an ihre Umwelt unterscheiden sich die Tätigkeiten der FischereiwirtschaftsfacharbeiterInnen in der Forellen- bzw. Karpfenhaltung und -zucht in vielen Bereichen. Bei der Karpfenhaltung, die meist in Naturteichen durchgeführt wird, düngen die FischereiwirtschaftsfacharbeiterInnen regelmäßig die Teiche, indem sie von einem Düngerboot oder mit einer Sprühvorrichtung von den Teichufern aus Kalk oder Phosphatdünger ausbringen. Die in den Teichen wachsenden Wasserpflanzen mähen sie regelmäßig ab. Das Fischfutter wird entweder mit einem Kescher auf der Teichoberfläche ausgesetzt oder mit einem zeituhrgesteuerten Futterautomaten ausgegeben. Im Spätherbst lassen die FischereiwirtschaftsfacharbeiterInnen einen Großteil des Wassers aus den Teichen ab, fischen die Karpfen heraus und sortieren sie nach Größe und Alter. Ausgewachsene Speisefische, meist zwei- bis dreijährige Tiere, transportieren sie in Verkaufsteiche, wo sie von den Abnehmern abgeholt werden; jüngere Tiere bringen sie in eigene Überwinterungsteiche. Karpfen müssen im Winter nicht gefüttert werden. Im nächsten Frühjahr transportieren sie die Fische wieder in die Zuchtteiche.

Die Forellenzucht wird meist in künstlichen Fließteichanlagen unter ausschließlicher Verwendung von Kunstfutter durchgeführt. Da Forellen im Gegensatz zu Karpfen kaltes, sehr sauerstoffreiches Wasser zum Wachstum brauchen, kontrollieren die FischereiwirtschaftsfacharbeiterInnen laufend den Zu- und Abfluss des Wassers und dessen Qualität. Sie reinigen regelmäßig die Becken, um das Ansetzen von Algen zu verhindern. Mit Futterautomaten füttern sie die Tiere zwei- bis dreimal täglich; hierbei kontrollieren sie regelmäßig ihren Entwicklungs- und Gesundheitszustand. Kranke Fische entfernen sie, falls notwendig, leiten sie eine medikamentöse Behandlung des Fischbestandes ein. Zum Verkauf ausgewachsener Fische nehmen die FischereiwirtschaftsfacharbeiterInnen mit einem Kescher oder einem Netz die nötige Anzahl an Fischen aus dem Becken, sortieren diese nach ihrer Größe und liefern sie mit einem Transportfahrzeug an die AbnehmerInnen.

Forellen werden zuweilen auch in Großgewässern in Netzgehegen gehalten, wobei die Netze, in denen sich die Fische befinden, an Bojen befestigt werden. Dieses Verfahren bietet den Vorteil der natürlichen Wassererneuerung durch die Strömung des Gewässers. Zur Intensivzucht werden Salmoniden auch in Silos unter Einpressung von Sauerstoff gehalten. Bei der Forellenzucht können die Tiere auch über den Winter im selben Gewässer verbleiben.

Zur Fischvermehrung entnehmen die FischereiwirtschaftsfacharbeiterInnen laichreifen Tieren Eier und Samenflüssigkeit, vermischen diese zur Befruchtung und setzen die befruchteten Eier in Aufzuchtbehälter ein. Sie betreuen die geschlüpften Jungtiere, bis sie in die Teiche ausgesetzt werden können.

FischereiwirtschaftsfacharbeiterInnen betreuen und züchten verschiedene Arten von Speisefischen, vor allem Karpfen, Forellen und forellenartige Fische (Salmoniden). Die ausgewachsenen Speisefische werden nach dem Abfischen entweder lebend an Groß- und Kleinabnehmer geliefert oder geschlachtet und von den FischereiwirtschaftsfacharbeiterInnen weiterverarbeitet (z.B. Filetieren, Räuchern).

Weitere wichtige Aufgaben der FischereiwirtschaftsfacharbeiterInnen sind der Besatz von Sportfischereiteichen mit Jungfischen (Setzlingen), der Transport von lebenden Fischen sowie in geringerem Ausmaß das Abfischen von Seen oder Fließgewässern mit Netzen oder elektrischen Fischfangvorrichtungen (Elektrofischen).

Bedingt durch die unterschiedlichen Ansprüche von Karpfen und Forellen an ihre Umwelt unterscheiden sich die Tätigkeiten der FischereiwirtschaftsfacharbeiterInnen in der Forellen- bzw. Karpfenhaltung und -zucht in vielen Bereichen. Bei der Karpfenhaltung, die meist in Naturteichen durchgeführt wird, düngen die FischereiwirtschaftsfacharbeiterInnen regelmäßig die Teiche, indem sie von einem Düngerboot oder mit einer Sprühvorrichtung von den Teichufern aus Kalk oder Phosphatdünger ausbringen. Die in den Teichen wachsenden Wasserpflanzen mähen sie regelmäßig ab. Das Fischfutter wird entweder mit einem Kescher auf der Teichoberfläche ausgesetzt oder mit einem zeituhrgesteuerten Futterautomaten ausgegeben. Im Spätherbst lassen die FischereiwirtschaftsfacharbeiterInnen einen Großteil des Wassers aus den Teichen ab, fischen die Karpfen heraus und sortieren sie nach Größe und Alter. Ausgewachsene Speisefische, meist zwei- bis dreijährige Tiere, transportieren sie in Verkaufsteiche, wo sie von den Abnehmern abgeholt werden; jüngere Tiere bringen sie in eigene Überwinterungsteiche. Karpfen müssen im Winter nicht gefüttert werden. Im nächsten Frühjahr transportieren sie die Fische wieder in die Zuchtteiche.

Die Forellenzucht wird meist in künstlichen Fließteichanlagen unter ausschließ ...

  • Kräftiger Körperbau: Teichabfischen, Transportieren gefüllter Fischbehälter
  • physische Ausdauer: Betreuen der Fische im Winter, Arbeitsspitzen
  • körperliche Wendigkeit: Abfischen der Teiche, Fischsortieren
  • Handgeschicklichkeit: Sortieren und Verarbeiten der Fische
  • Geruchs- und Geschmackssinn: Kontrollieren der Qualität und Frische
  • Unempfindlichkeit der Haut: Arbeiten im kalten Wasser und mit Desinfektionsmitteln
  • Kontaktfähigkeit: Verkaufen der Fische
  • Reaktionsfähigkeit: Lenken von Transportfahrzeugen

Betriebe/Lehrbetriebe: FischereiwirtschaftsfacharbeiterInnen sind häufig Selbstständige oder mithelfende Familienangehörige in kleinen Familienbetrieben. Die meisten unselbstständig Erwerbstätigen sind bei Privatbetrieben der Fischereiwirtschaft, oft landwirtschaftliche Gutsbetriebe, beschäftigt. Ein Teil der Beschäftigten arbeitet auch in größeren Fischzuchtanstalten der Landesfischereiverbände und bei den Österreichischen Bundesforsten. Die meisten Betriebe gibt es in Niederösterreich, in Oberösterreich, in der Steiermark, in Kärnten und in Vorarlberg.

Lehrstellensituation: Das Lehrstellenangebot ist sehr klein. In den letzten Jahren wurden insgesamt weniger als 20 Lehrlinge pro Jahr in dem Beruf ausgebildet.

Unterschiede nach Geschlecht: In der Fischereiwirtschaft sind überwiegend Männer tätig. Auch unter den Lehrlingen ist der Frauenanteil gering.

Berufsaussichten: Die Nachfrage nach Speisefisch ist in den letzten Jahren gestiegen. Rund 3.500 Tonnen Speisefisch werden in Österreich jährlich produziert. Die Fische werden meist direkt von den Erzeugerbetrieben vermarktet. Die österreichischen FischzüchterInnen profitieren von der gestiegenen Nachfrage.

Beschäftigungsaussichten: Da es in Österreich nur sehr wenige größere Fischzuchtanstalten gibt, sind die Beschäftigungsmöglichkeiten eingeschränkt.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "FischereifacharbeiterIn", dem der Beruf "FacharbeiterIn Fischereiwirtschaft" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

FacharbeiterIn Fischereiwirtschaft
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Bäuerliche Betriebe BURGENLAND (Arbeiter) 01.01.2018
Bäuerliche Betriebe KÄRNTEN (Arbeiter) 01.05.2018
Bäuerliche Betriebe NIEDERÖSTERREICH (Arbeiter) 01.06.2018
Bäuerliche Betriebe OBERÖSTERREICH (Arbeiter) 01.09.2017
Bäuerliche Betriebe SALZBURG (einschließlich der monatlichen Schmutzzulage) (Arbeiter) 01.01.2018
Bäuerliche Betriebe STEIERMARK (Arbeiter) 01.01.2018
Bäuerliche Betriebe TIROL (Arbeiter) 01.01.2018
Bäuerliche Betriebe VORARLBERG (Arbeiter) 01.01.2018
Landwirtschaftliche Gutsbetriebe und andere nichtbäuerliche Betriebe BURGENLAND, NIEDERÖSTERREICH, WIEN (Arbeiter) 01.03.2018
Landwirtschaftliche Gutsbetriebe und andere nichtbäuerliche Betriebe KÄRNTEN (Arbeiter) 01.05.2018
Landwirtschaftliche Gutsbetriebe und andere nichtbäuerliche Betriebe OBERÖSTERREICH (Arbeiter) 01.09.2017
Landwirtschaftliche Gutsbetriebe und andere nichtbäuerliche Betriebe SALZBURG (einschließlich der monatlichen Schmutzzulage) (Arbeiter) 01.01.2018
Landwirtschaftliche Gutsbetriebe und andere nichtbäuerliche Betriebe STEIERMARK (Arbeiter) 01.01.2018
Landwirtschaftliche Genossenschaften TIROL (Arbeiter) 01.04.2018
Bundesforste (Angestellte) 01.01.2018
Privatforstbetriebe (alle Bundesländer mit Ausnahme von Tirol und Vorarlberg) (Arbeiter) 01.01.2018
Privatforstbetriebe TIROL (Achtung: nicht nach Lehrjahren, sondern nach Alter gestaffelt: 1. Lehrjahr = unter 16, 2. Lehrjahr = 16-18, 3. Lehrjahr = ab 18) (Arbeiter) 01.03.2018
Privatforstbetriebe VORARLBERG (Achtung: nicht nach Lehrjahren, sondern nach Alter gestaffelt: 1. Lehrjahr = unter 16, 2. Lehrjahr = 16-18, 3. Lehrjahr = ab 18) (Arbeiter) 01.01.2018
FacharbeiterIn Fischereiwirtschaft (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich 12 14 15 16 18 17 18 14 13 8
weiblich 0 0 0 0 0 0 2 3 1 0
gesamt 12 14 15 16 18 17 20 17 14 8
Frauenanteil 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 10,0% 17,6% 7,1% 0,0%
Quelle: ÖLAKT - Österreichischer Landarbeiterkammertag
FacharbeiterIn Fischereiwirtschaft
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* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Kein Eintrag.

Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich der Fischerei bietet das Institut für Gewässerökologie, Fischerei, Biologie und Seenkunde in Scharfling/Salzburg. Da FischereiwirtschaftsfacharbeiterInnen auch Fahrzeuge lenken, ist der Besitz des Führerscheins für PKW Voraussetzung, der Besitz des Führerscheins für LKW günstig für die Ausübung des Berufes. Bei der Seefischerei ist auch das Schiffsführerpatent erforderlich.

Aufstiegsmöglichkeiten:

Da es sich bei den meisten Fischereibetrieben um Kleinbetriebe handelt, bestehen nur selten Chancen für einen innerbetrieblichen Aufstieg.

Selbstständige Berufsausübung:

FischereiwirtschaftsfacharbeiterInnen können ihren Beruf selbstständig ausüben. Die selbstständige Berufsausübung in der Land- und Forstwirtschaft ist an keinen Befähigungsnachweis gebunden. Es ist möglich, eine Meisterprüfung abzulegen. Die Meisterprüfung berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung "FischereimeisterIn" und zur Ausbildung von Lehrlingen.

Weiters besteht die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) für FischereiwirtschaftsfacharbeiterInnen in folgenden freien Gewerben:

  • Vermittlung von Fischerei- und Jagdgelegenheiten
  • Erzeugung von Lebensmitteln mit Ausnahme der reglementierten Nahrungsmittelerzeugung
  • Direktvertrieb

Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde.

Weitere freie Gewerbe finden Sie hier: https://www.bmdw.gv.at/Unternehmen/Gewerbe/Documents/Bundeseinheitliche_Liste_der_freien_Gewerbe.pdf

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Tiere und Pflanzen, Seite 141
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