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FacharbeiterIn Gartenbau

Berufsbereiche: Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

GartenbaufacharbeiterInnen bauen in Gärtnereibetrieben Gemüse und Zierpflanzen an und pflegen die Pflanzenkulturen. Ihre Produkte verkaufen sie an Großhändler oder bieten sie selbst auf Märkten an. Sie arbeiten auch in sogenannten Baumschulen, wo sie mit dem Anbau und der Pflege von Jung- und Obstbäumen und Strauchkulturen befasst sind. Weiters legen sie auch kleinere Grünflächen in Parks und Gärten an und sorgen hier für die Pflege der Pflanzen. An geschädigten Bäumen und Hecken führen sie entsprechende Sanierungsmaßnahmen durch. Mitunter gestalten sie auch Innenräume (z.B. in öffentlichen Gebäuden) mit Zierpflanzen.

Die GartenbaufacharbeiterInnen legen die Pflanzenkulturen entweder auf Freilandflächen oder in Glashäusern an. Sie pflegen die Kulturen durch Düngung, Bewässerung und Unkraut- bzw. Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen. Die ausgewachsenen Pflanzen ernten sie entweder händisch oder mit speziellen Erntemaschinen, lagern sie ein oder verkaufen sie an Großhändler bzw. an die EndverbraucherInnen.

Gemüse- und Zierpflanzen werden vielfach in Glashäusern gezogen, um während des gesamten Jahres frische Pflanzen anbieten zu können. Bei der Aufzucht von Zierblumen im Glashaus beginnen die GartenbaufacharbeiterInnen bereits während des Winters mit der Aussaat der Samen. Hiezu füllen sie Saatkistchen mit Erde, die durch Nährstoffe angereichert wurde, und verteilen die Samen gleichmäßig auf der Oberfläche. Sie decken die Samen mit einer dünnen Schicht gesiebter Erde ab und befeuchten diese. Nachdem die Pflanzen gekeimt sind, setzen sie die Keimlinge um ("Pikieren"), wozu sie ein mit Erde gefülltes Pikierkistchen verwenden. Sie stechen in die Oberfläche kleine Löcher, in die sie die Keimlinge einsetzen. Die Jungpflanzen pflegen sie durch regelmäßiges Auflockern der Erde, durch Bewässern und durch Ausjäten des Unkrauts. Die Lichteinwirkung regeln sie durch Abdecken der Beete mit Folien oder Schilfmatten.

Nach einem Zeitraum von etwa vier Wochen setzen sie die herangewachsenen Jungpflanzen in Mistbeete um, die sich im Freien befinden. Mistbeete sind Kästen, die mit Stallmist und Erde gefüllt und mit Glasfenstern abgedeckt werden, um die Verrottungswärme im Inneren zu erhalten. Die Mistbeete müssen regelmäßig bewässert und bei günstiger Witterung abgedeckt werden, um die Belüftung der Pflanzen zu gewährleisten und sie an die normalen Witterungsbedingungen zu gewöhnen. Nachdem die Pflanzen eine bestimmte Größe erreicht haben, werden sie entweder ins Freiland ausgesetzt oder bereits zur Bepflanzung von Grünanlagen verwendet bzw. verkauft.

Neben den gärtnerischen Tätigkeiten ist es auch Aufgabe der GartenbaufacharbeiterInnen, Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten an den verwendeten Werkzeugen und Geräten sowie an den Bewässerungs- und Beheizungsanlagen des Glashauses durchzuführen.

GartenbaufacharbeiterInnen bauen in Gärtnereibetrieben Gemüse und Zierpflanzen an und pflegen die Pflanzenkulturen. Ihre Produkte verkaufen sie an Großhändler oder bieten sie selbst auf Märkten an. Sie arbeiten auch in sogenannten Baumschulen, wo sie mit dem Anbau und der Pflege von Jung- und Obstbäumen und Strauchkulturen befasst sind. Weiters legen sie auch kleinere Grünflächen in Parks und Gärten an und sorgen hier für die Pflege der Pflanzen. An geschädigten Bäumen und Hecken führen sie entsprechende Sanierungsmaßnahmen durch. Mitunter gestalten sie auch Innenräume (z.B. in öffentlichen Gebäuden) mit Zierpflanzen.

Die GartenbaufacharbeiterInnen legen die Pflanzenkulturen entweder auf Freilandflächen oder in Glashäusern an. Sie pflegen die Kulturen durch Düngung, Bewässerung und Unkraut- bzw. Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen. Die ausgewachsenen Pflanzen ernten sie entweder händisch oder mit speziellen Erntemaschinen, lagern sie ein oder verkaufen sie an Großhändler bzw. an die EndverbraucherInnen.

Gemüse- und Zierpflanzen werden vielfach in Glashäusern gezogen, um während des gesamten Jahres frische Pflanzen anbieten zu können. Bei der Aufzucht von Zierblumen im Glashaus beginnen die GartenbaufacharbeiterInnen bereits während des Winters mit der Aussaat der Samen. Hiezu füllen sie Saatkistchen mit Erde, die durch Nährstoffe angereichert wurde, und verteilen die Samen gleichmäßig auf der Oberfläche. Sie decken die Samen mit einer dünnen Schicht gesiebter Erde ab und befeuchten diese. Nachdem die Pflanzen gekeimt sind, setzen sie die Keimlinge um ("Pikieren"), wozu sie ein mit Erde gefülltes Pikierkistchen verwenden. Sie stechen in die Oberfläche kleine Löcher, in die sie die Keimlinge einsetzen. Die Jungpflanzen pflegen sie durch regelmäßiges Auflockern der Erde, durch Bewässern und durch Ausjäten des Unkrauts. Die Lichteinwirkung regeln sie durch Abdecken der Beete mit Folien oder Schilfmatten.

Nach einem Zeitraum von etwa vier Wochen setzen sie die herangewachsenen J ...

  • Kräftiger Körperbau: Transportieren von Pflanzenkisten und Erntebehältern
  • physische Ausdauer: Arbeiten im Freien bei jeder Witterung
  • Handgeschicklichkeit: Umsetzen von Jungpflanzen, Reparieren der Gärtnereigeräte und -anlagen
  • Sehvermögen: Erkennen von Pflanzenkrankheiten und -schäden
  • Unempfindlichkeit der Haut: Arbeiten mit Erde, Düngemitteln und Schädlingsbekämpfungsmitteln
  • Kontaktfähigkeit: Verkaufen der Gärtnereiprodukte

GartenbaufacharbeiterInnen werden vor allem in Klein-, Mittel- und Großbetrieben des Gärtnergewerbes beschäftigt, aber teilweise auch z.B. in Bundes- und Stadtgärten, Botanischen Gärten und in Versuchs- und Forschungsanstalten. Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen weiters in Bereichen der Landschafts- und Friedhofsgärtnerei und im Blumenhandel. Die meisten Gärtnerbetriebe gibt es in Wien, Niederösterreich und der Steiermark.

Die Berufsaussichten für GartenbaufacharbeiterInnen sind günstig. Der wachsende Bedarf an Pflanzen für den Umweltschutz könnte diesem Beruf neue Perspektiven in ökologischer Hinsicht eröffnen.

Dieser Beruf steht Frauen und Männern gleichermaßen offen. Der Lehrberuf wird relativ häufig erlernt, zur Zeit sind etwa zwei Drittel der Lehrlinge Mädchen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "GärtnerfacharbeiterIn", dem der Beruf "FacharbeiterIn Gartenbau" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

FacharbeiterIn Gartenbau
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Gartenbaubetriebe BURGENLAND, NIEDERÖSTERREICH, WIEN (Arbeiter) 01.01.2018
Gartenbaubetriebe KÄRNTEN (Abzug bei voller freier Station: 196,20 Euro) (Arbeiter) 01.01.2018
Gartenbaubetriebe OBERÖSTERREICH (Arbeiter) 01.03.2017
Gartenbaubetriebe SALZBURG (Arbeiter) 01.01.2018
Gartenbaubetriebe und Baumschulen STEIERMARK (Abzug bei voller freier Station: 196,20 Euro) (Arbeiter) 01.01.2018
Gartenbaubetriebe TIROL (Arbeiter) 01.03.2017
Gartenbaubetriebe VORARLBERG (Arbeiter) 01.01.2018
GRAZ - Versorgungsbetriebe (Wasser, Abfall, Stadtraum, Freizeit, Bestattung) der Holding Graz - Kommunale Dienstleistungen GmbH (mit Ausnahme der Verkehrsbetriebe "Graz Linien") (Angestellte+Arbeiter) 01.01.2018
Gemeinde WIEN (gemäß Dienstvorschrift für Lehrlinge); die angeführten Werte enthalten die monatliche Pauschalabgeltung für Nebengebühren (Gemeindebedienstete) 01.03.2017
FacharbeiterIn Gartenbau (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 345 352 352 319 328 317 259 251 303 296
weiblich 498 510 463 415 423 419 361 319 329 296
gesamt 843 862 815 734 751 736 620 570 632 592
Frauenanteil 59,1% 59,2% 56,8% 56,5% 56,3% 56,9% 58,2% 56,0% 52,1% 50,0%
Quelle: ÖLAKT - Österreichischer Landarbeiterkammertag
FacharbeiterIn Gartenbau
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Land- und forstwirtschaftliche Fachschulen mit Fachrichtung Gartenbau; Höhere Lehranstalt für Gartenbau (Ausbildungszweige "Garten- und Landschaftspflege" oder "Erwerbsgartenbau").

Zur Weiterbildung der GartenbaufacharbeiterInnen bieten sich vor allem Kurse der Landwirtschaftskammer und der Landesinnungen der Gärtner an. Die Höhere Lehranstalt für Gartenbau in Wien bietet im Rahmen der "Schönbrunner Akademie" Kurse zu verschiedenen Themen des Gartenbaus an.

Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für GartenbaufacharbeiterInnen im Handwerk "Gärtner" (Voraussetzung: Meisterprüfung). Auch im landwirtschaftlichen Bereich können GartenbaufacharbeiterInnen ihren Beruf selbständig ausüben. Die selbständige Berufsausübung in der Land- und Forstwirtschaft ist zwar an keinen Befähigungsnachweis gebunden, jedoch ist es für den Betriebserfolg günstig, die Meisterprüfung abzulegen; die Zulassungsvoraussetzungen sind nach Bundesländern unterschiedlich; in Niederösterreich sind z.B. ein Mindestalter von 21 Jahren sowie eine mindestens dreijährige Verwendung als FacharbeiterInnen und der erfolgreiche Besuch eines Meisterlehrgangs oder einer gleichwertigen schulischen Ausbildung erforderlich. Die Meisterprüfung berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung "GärtnermeisterIn" und zur Ausbildung von Lehrlingen. Die Chancen einer selbständigen Berufsausübung in der Gärtnerei sind allerdings eher schlecht (schwankende wirtschaftliche Situation); Chancen bestehen vor allem bei entsprechender Spezialisierung in der Produkt- und Angebotspalette (z.B. seltene Gemüse- und Blumenarten, Biologischer Anbau).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Garten-, Land- und Forstwirtschaft (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Tiere und Pflanzen, Seite 142
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Natur, Pflanzen, Tiere, Umwelt, Seite 112
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