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GlasbläserIn und GlasinstrumentenerzeugerIn

Berufsbereiche: Glas, Keramik und Stein
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen stellen Apparate (z.B. Destillationsapparate) und Instrumente für den Laborbedarf sowie Thermometer und Neonschriften her. Die Erzeugung von Glasprodukten aus der Glasschmelze mit der Glasmacherpfeife fällt nicht in ihren Aufgabenbereich. GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen verarbeiten Glasstäbe und Glasröhren zu bestimmten Endprodukten. Sie fertigen Werkzeichnungen an und wählen die erforderlichen Glasstäbe und Glasröhren aus. Für Neonröhren wird z.B. Normalglas verwendet. Für Apparate und Instrumente, die bei der Verwendung starker Hitze und Chemikalien ausgesetzt sind, dient Hartglas als Ausgangsprodukt. Quarzglas ist besonders hitzebeständig, es wird z.B. für Verbrennungsröhren verwendet. Bei der Glasbearbeitung wenden die GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen verschiedene Techniken der Kalt- und Warmbehandlung an. Bei der Kaltbearbeitung schneiden sie das Glas mit speziellen Glasmessern bzw. Abschneidemaschinen, schleifen es und bohren Löcher in die Werkstücke. Bei der Warmbearbeitung wird das Glas mit einem Gasbrenner in einen zähflüssigen Zustand gebracht, damit es verformbar wird. An der Farbe des erhitzten Glases erkennen die GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen die richtige Bearbeitungstemperatur. Nun nehmen sie mit verschiedenen Werkzeugen (aus Kohle oder Messing) durch Feilen, Blasen, Biegen und anderen Arbeitstechniken die gewünschte Verformung vor. Beim sogenannten "Spitzenziehen" ziehen die GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen die erwärmten Glasröhren unter ständigem Drehen in die Länge. Beim Erweitern von Glasröhren zu Kugeln verschmelzen sie das eine Ende der Röhre und erhitzen die zu erweiternde Stelle. Durch Hineinblasen von Luft dehnen sie das zähflüssige Glas zu einer Kugel. Beim "Auftreiben" erweitern die GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen das erhitzte Ende des Werkstückes mit einem Werkzeug aus Messing oder Kohle trichterförmig. Beim Biegen wird die zu biegende Werkstücklänge über der Flamme geformt, wobei leicht in die am anderen Ende verschlossene Röhre geblasen wird, um einen gleich bleibenden Durchmesser zu gewährleisten. Beim Zusammensetzen von zwei Glasteilen werden die entsprechenden Stellen nach dem Erwärmen sofort aneinandergefügt; nach dem Erstarren sind die Glasteile dauerhaft miteinander verbunden. Die Erzeugung von Apparaten und Instrumenten erfordert die Kombination verschiedener Warmbearbeitungstechniken. Vielfach erzeugen die GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen nicht mehr alle Apparateteile selbst, sondern verwenden Fertigteile aus der industriellen Produktion. Bei der Herstellung von Messgeräten bringen sie auf den fertig geformten Apparaten und Instrumenten Teilungen (Graduierungen, Skalen) an. Zur Beseitigung von Spannungen im Kristallgefüge werden die Werkstücke im Temperofen entspannt, um die Bruchsicherheit zu erhöhen. Mit optischen Spannungsprüfern kontrollieren die GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen die Spannungsfreiheit der gläsernen Werkstücke. Sie verwenden dieses Gerät auch bei Reparaturarbeiten. An der Verfärbung des Glases ist erkennbar, an welchen Stellen Spannungen vorhanden sind (Gelbfärbung) und welche Stellen spannungsfrei sind (Rosafärbung).
GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen stellen Apparate (z.B. Destillationsapparate) und Instrumente für den Laborbedarf sowie Thermometer und Neonschriften her. Die Erzeugung von Glasprodukten aus der Glasschmelze mit der Glasmacherpfeife fällt nicht in ihren Aufgabenbereich. GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen verarbeiten Glasstäbe und Glasröhren zu bestimmten Endprodukten. Sie fertigen Werkzeichnungen an und wählen die erforderlichen Glasstäbe und Glasröhren aus. Für Neonröhren wird z.B. Normalglas verwendet. Für Apparate und Instrumente, die bei der Verwendung starker Hitze und Chemikalien ausgesetzt sind, dient Hartglas als Ausgangsprodukt. Quarzglas ist besonders hitzebeständig, es wird z.B. für Verbrennungsröhren verwendet. Bei der Glasbearbeitung wenden die GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen verschiedene Techniken der Kalt- und Warmbehandlung an. Bei der Kaltbearbeitung schneiden sie das Glas mit speziellen Glasmessern bzw. Abschneidemaschinen, schleifen es und bohren Löcher in die Werkstücke. Bei der Warmbearbeitung wird das Glas mit einem Gasbrenner in einen zähflüssigen Zustand gebracht, damit es verformbar wird. An der Farbe des erhitzten Glases erkennen die GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen die richtige Bearbeitungstemperatur. Nun nehmen sie mit verschiedenen Werkzeugen (aus Kohle oder Messing) durch Feilen, Blasen, Biegen und anderen Arbeitstechniken die gewünschte Verformung vor. Beim sogenannten "Spitzenziehen" ziehen die GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen die erwärmten Glasröhren unter ständigem Drehen in die Länge. Beim Erweitern von Glasröhren zu Kugeln verschmelzen sie das eine Ende der Röhre und erhitzen die zu erweiternde Stelle. Durch Hineinblasen von Luft dehnen sie das zähflüssige Glas zu einer Kugel. Beim "Auftreiben" erweitern die GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen das erhitzte Ende des Werkstückes mit einem Werkzeug au ...
  • Handgeschicklichkeit: Kalt- und Warmbehandeln von Glas
  • Fingerfertigkeit: Bauen von Mikrogeräten
  • Auge-Hand-Koordination: Schneiden, Schleifen und Bohren, Warmbehandeln mit verschiedenen Werkzeugen
  • Sehvermögen: Formen des zähflüssigen Glases, Erkennen von Materialfehlern
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Arbeiten nach Mustern und Zeichnungen
Die Beschäftigungsmöglichkeiten für GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen sind auf wenige hochspezialisierte Betriebe der Hohlglaserzeugung beschränkt. Meist ist ein eigener Handelsbetrieb angeschlossen. Die Arbeitsmarktsituation ist in diesem Beruf ausgeglichen; wenige gelernte GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen stehen einer geringen Nachfrage nach Fachkräften gegenüber. Der anhaltende Bedarf an individuell angefertigten Instrumenten und Apparaten für die Forschung wird auch künftig eine gute Auftragslage der Betriebe sichern. In diesem Beruf sind nur wenige Frauen beschäftigt.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "GlasbläserIn und GlasinstrumentenerzeugerIn", dem der Beruf "GlasbläserIn und GlasinstrumentenerzeugerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

GlasbläserIn und GlasinstrumentenerzeugerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Glasbläser- und Glasinstrumentenerzeugergewerbe (Arbeiter) 01.01.2018
Glas be- und verarbeitende Industrie einschließlich der Flachglasschleiferbetriebe (Arbeiter) 01.06.2017
GlasbläserIn und GlasinstrumentenerzeugerIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 1 1 2 2 4 3 3 2 2 2
weiblich 2 2 1 1 1 0 0 0 0 0
gesamt 3 3 3 3 5 3 3 2 2 2
Frauenanteil 66,7% 66,7% 33,3% 33,3% 20,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
GlasbläserIn und GlasinstrumentenerzeugerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Glasbautechniker/in - Glaskonstruktionen nein
Glasmacher/in nein
Hohlglasveredler/in - Gravur nein
Hohlglasveredler/in - Kugeln nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf: Fachschule für Glastechnik, Ausbildungszweige "Flachglas", "Hohlglas" oder "Technisches Glas" (Kramsach/Mariatal, Tirol).
Eine weiterführende Bildungsmöglichkeit zur Erreichung eines höheren Bildungsabschlusses bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs ist der Aufbaulehrgang für Glastechnik, der an der Glasfachschule in Kramsach/Mariatal (Tirol) geführt wird.
Da die Beschäftigungsbetriebe sehr klein sind, gibt es kaum Aufstiegsmöglichkeiten in diesem Beruf. Nur in seltenen Fällen ist ein Aufstieg in Positionen wie "MeisterIn" und "WerkstättenleiterIn" möglich. Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für GlasbläserInnen und GlasinstrumentenerzeugerInnen in den Handwerken "Glasbläser und Glasinstrumentenerzeugung", "Glaser, Glasbeleger und Flachglasschleifer" oder "Hohlglasschleifer und Hohlglasveredler" (Voraussetzung: Meisterprüfung).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Kunsthandwerk (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Fundstelle: Eher selten ausgebildete Lehrberufe in diesem Bereich
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Holz, Glas, Ton, Seite 84
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