Angebote im AMS Berufslexikon

Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Facility-ManagerInnen planen und überwachen die Bewirtschaftung von Gebäuden. Dabei sind sie für technische und administrative Aufgaben zuständig. Sie sind verantwortlich für die Wartung des Gebäudes sowie für anfallende Reparaturen. Außerdem koordinieren sie den Reinigungsdienst und gegebenenfalls die Sicherheitskräfte. Sie organisieren auch Umbauarbeiten, führen Protokolle über sämtliche Arbeiten im und am Gebäude und erstellen Kostenrechnungen. In Wohngebäuden sind Facility-ManagerInnen außerdem für das Verrechnen der Mieten zuständig.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Wartungs- und Reparaturarbeiten überwachen
  • Reinigungs- und Sicherheitsdienste einteilen
  • Protokolle führen
  • Mieten verrechnen
  • Kostenrechnungen erstellen
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kundenorientierung
  • Logisch-analytisches Denken
  • Organisationstalent
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Serviceorientierung
  • Sinn für Zahlen

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Haus- und Gebäudeverwaltungen
  • Immobilienunternehmen
  • Wohnbaugesellschaften
  • Unternehmen mit großen Gebäudeflächen
  • Öffentliche Organisationen

Die Immobilienbranche befindet sich in einem Wandel. Belastungen im Wohnneubaubereich, hohe Baukosten sowie steigende Preise führen zu einer angespannten Marktlage. Diese Entwicklungen wirken sich auch auf den Arbeitsmarkt aus. Gleichzeitig werden mehr Aufgaben in der Immobilienwirtschaft – von der Erstellung der Exposés über die Verwaltung von Mietverträgen und Gebäudedaten bis zur Terminkoordination – vermehrt durch digitale Technologien und Künstliche Intelligenz unterstützt. Dies steigert einerseits die Effizienz vieler Prozesse, reduziert andererseits jedoch tendenziell den Personalbedarf. Dennoch besteht eine stabile Nachfrage in den Bereichen Immobilienberatung und -verwaltung, da Immobilien sowohl zur Nutzung von Wohnraum als auch als finanzielle Anlageobjekte weiterhin stark nachgefragt werden.

Durch die fortschreitende Digitalisierung und den verstärkten Fokus auf nachhaltiges Gebäudemanagement verändern sich die Anforderungen an Facility-ManagerInnen. Als zentrale Ansprechpersonen für Gebäude und Anlagen müssen Facility-ManagerInnen über sehr gute kommunikative Fähigkeiten verfügen. Vertiefte Kenntnisse in Bereichen wie elektronischer Sicherheitstechnik, Brandschutz oder Automatisierungstechnik sowie Erfahrung im Umgang mit digitalen Gebäudemanagementsystemen können die Chancen am Arbeitsmarkt zusätzlich verbessern.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für das Berufsbündel "GebäudetechnikingenieurIn", dem der Beruf "Facility-ManagerIn" zugeordnet ist, wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Als Ausbildung für Berufe in diesem Bereich kommen vor allem berufsbildende höhere Schulen mit kaufmännischem oder technischem Schwerpunkt in Betracht. Weiters sind Qualifikationen in den Bereichen Gebäudetechnik, Immobilienwirtschaft, Energiemanagement oder Betriebswirtschaft vorteilhaft.
 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten für AbsolventInnen von Fachschulen und Handelsschulen bieten Aufbaulehrgänge, die zur Matura führen, sowie eine Studienberechtigungsprüfung oder die Berufsreifeprüfung, die den Zugang zu Kollegs und Universitäten ermöglichen. Auch Fachhochschul-Studiengänge bieten eine Weiterbildungsperspektive.

Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungsinstitutionen wie BFI und WIFI sowie privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. in den folgenden Bereichen:

  • Facility Management
  • Gebäudetechnik
  • Projektmanagement
  • Qualitätsmanagement
  • Rechnungswesen

Seit Herbst 2023 können an Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen sowie Privatuniversitäten zusätzlich zum bisherigen Studienangebot auch berufsbegleitende Weiterbildungsstudien absolviert werden. Diese bieten auch Personen, die keine Hochschulreife (Matura, Berufsreife- oder Studienberechtigungsprüfung) besitzen, die Möglichkeit den akademischen Titel „Bachelor Professional (BPr)" oder „Master Professional (MPr)" zu erwerben.

Für die Zulassung zu einem Bachelor Professional-Studium ist ein einschlägiger beruflicher Ausbildungsabschluss (z.B. Lehre, BMS-Abschluss) oder eine mehrjährige Berufserfahrung im Studienbereich erforderlich.

Personen, die einen Master Professional abgeschlossen haben, können in der Folge dann auch ein Doktoratsstudium absolvieren.

Je nach Struktur und Größe des Unternehmens bestehen Aufstiegsmöglichkeiten in Funktionen wie Teamleitung, Projektleitung oder Abteilungsleitung. Zudem ergeben sich, mit entsprechender Weiterbildung, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten als HausverwalterIn oder GebäudetechnikerIn.

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen der reglementierten Gewerbe "Ingenieurbüros (Beratende IngenieurInnen)" und "ImmobilientreuhänderIn (ImmobilienverwalterIn)" möglich. Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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