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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

VermessungstechnikerInnen erfassen und analysieren Geodaten von Landschaften, Grundstücken und Bauwerken. Sie führen im Gelände Lage- und Höhenvermessungen durch und bestimmen dabei beispielsweise Entfernungen, Winkel oder Höhenunterschiede. Dafür setzen sie moderne Messgeräte wie elektronische Distanzmessgeräte, Präzisionsnivellierer oder GPS-gestützte Systeme ein. Zunehmend werden auch Drohnen verwendet, um aus der Luft hochauflösende Bilder und Messdaten zu gewinnen. Diese Daten sind eine wichtige Grundlage für Bauprojekte sowie für die Verkehrsplanung, Flächenwidmung oder die Festlegung von Grundstücksgrenzen.

Die erhobenen Messdaten werden mit spezieller Software am Computer ausgewertet und weiterverarbeitet. VermessungstechnikerInnen übertragen die Ergebnisse in digitale Karten, Pläne oder dreidimensionale Modelle, häufig mithilfe von CAD-Programmen oder Geoinformationssystemen. Dabei führen sie auch mathematische und geodätische Berechnungen durch, prüfen mögliche Messfehler und dokumentieren die Ergebnisse. 

Die Arbeit von VermessungstechnikerInnen bildet eine wichtige Grundlage für viele Bereiche des Bau- und Infrastrukturwesens. Sie stehen in engem Austausch mit ArchitektInnen, BauingenieurInnen sowie Behörden. Neben der präzisen Datenerfassung spielt auch der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Informationen eine wichtige Rolle, insbesondere in Bezug auf Datensicherheit und Datenschutz bei der Speicherung und Weitergabe von Geodaten.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Geodaten analysieren
  • Lage- und Höhenvermessungen durchführen
  • Moderne Messgeräte bedienen
  • Messdaten am Computer auswerten
  • Mathematische Berechnungen ausführen
  • Messfehler prüfen 
  • Ergebnisse dokumentieren

 

Zu diesem Beruf gibt es folgende Spezialisierungen:

  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Englischkenntnisse
  • Gute Kenntnisse in Mathematik
  • Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • Interesse für Chemie und Physik
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Logisch-analytisches Denken
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Technisches Verständnis

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Vermessungsbüros
  • Ziviltechnikbüros
  • Ingenieur- und Planungsbüros
  • Hoch- und Tiefbauunternehmen 
  • Bauämter
  • Bauunternehmen mit Vermessungsabteilungen
  • Forschungseinrichtungen

Das Planungswesen übernimmt eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung des ökologischen und digitalen Wandels. Der Bereich entwickelt sich weg von der rein baulichen Gestaltung hin zu einer ganzheitlichen, datenbasierten Modellierung von Lebensräumen. Angesichts knapper werdender Flächen und strenger Klimaschutzvorgaben stehen komplexe Konzepte für die Stadt- und Raumplanung sowie eine effiziente Wasser- und Infrastrukturbewirtschaftung im Vordergrund. Die Planung von Projekten findet dabei immer häufiger in einem digitalen Zwilling statt, was die gesamte Prozesskette von der ersten Vermessung bis zum fertigen Bauentwurf präziser und ressourcenschonender macht. Da fundierte Planungsleistungen das Fundament für jedes nachhaltige Bauvorhaben bilden, bleibt dieser Bereich krisenresistent und bietet gute Aussichten für Fachkräfte.

Die Arbeit von VermessungstechnikerInnen bietet eine wichtige Grundlage für viele Bau- und Infrastrukturprojekte. Gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben vor allem Fachkräfte, die neben der klassischen Vermessung auch fundierte digitale Kompetenzen mitbringen. Kenntnisse in CAD-Programmen, Geoinformationssystemen (GIS), digitaler Datenauswertung oder GPS-gestützten Messverfahren werden zunehmend vorausgesetzt. 

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für den Beruf "VermessungstechnikerIn", wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Basis für diesen Beruf bilden Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten oder Fachhochschulen in den Bereichen Geodäsie und Geoinformation. Ebenso besteht die Möglichkeit, ein Doktoratsstudium zu absolvieren.

Bachelorstudien in Geodäsie und Geoinformation umfassen meist Ausbildungsinhalte wie beispielsweise Mathematik, Geometrie, Physik, Informatik, Angewandte Geodäsie, Geoinformation, Kartographie, Höhere Geodäsie, Photogrammetrie und Fernerkundung sowie Geophysik. Im Rahmen von aufbauenden Masterstudien werden die Kompetenzen im jeweiligen Fachgebiet nochmals vertieft, spezialisiert und erweitert.

Voraussetzung für ein Bachelorstudium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder eine Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen. 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen insbesondere an Universitäten, z.B. in Form von Lehrgängen sowie Seminaren in Bereichen wie Geographische Informationssysteme.

Die BAUAkademien bieten ebenfalls Weiterbildungen zu verschiedenen Themen an, wie z.B. den Einsatz von Drohnen am Bau.

Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI oder WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. in den Bereichen Projektmanagement oder Technisches Qualitätsmanagement.

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen in leitende Funktionen, z.B. im Projektmanagement oder in der Abteilungsleitung. 

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen des reglementierten Gewerbes "Ingenieurbüros (Beratende IngenieurInnen)" möglich. Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe.

Die Ablegung der Ziviltechnikerprüfung ermöglicht eine selbstständige Tätigkeit als ZiviltechnikerIn (IngenieurkonsulentIn). Nähere Informationen zur Ziviltechnikerprüfung finden Sie auf der Website der Kammer der ZiviltechnikerInnen, ArchitektInnen und IngenieurInnen.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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