Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.
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VerschieberInnen führen am Schienennetz Verschubarbeiten wie Bremsen, Kuppeln und Sichern von Waggons durch. Sie sind mitverantwortlich für den reibungslosen Bahnbetrieb. Sie stellen Eisenbahnwagen den Zugbildplänen entsprechend zusammen, kuppeln gemeinsam mit KollegInnen die Waggons an und verbinden die Steuerleitungen. Abschließend hängen sie den Zug an das Triebfahrzeug an. Sie bedienen die Weichen sowie technische Einrichtungen wie Vorheizanlagen, Ladegleisschalter oder Bremsprobeanlagen und legen Hemmschuhe, die das Abrollen der Waggons verhindern.
Weiters achten VerschieberInnen auf die Sicherheit und Qualität der Züge und Steuereinrichtungen. Sie überprüfen die Funktion und den Zustand der Bremsen und melden etwaige Schäden sowie Wartungs- und Reparaturbedarf. Ebenso achten sie auf Mängel oder Schäden an Fahrzeugen, Ladungen oder an Anlagen und melden diese an die zuständigen KollegInnen. Da sie sich während ihrer Tätigkeit meist im Gleisbereich aufhalten, sind Sicherheitsvorschriften strikt einzuhalten.
VerschieberInnen stimmen sich bei ihrer Arbeit laufend mit anderen Personen aus dem Eisenbahnvertrieb ab, z.B. mit KollegInnen ihres Verschubteams, der Verschubleitung, TriebfahrzeugführerInnen und der Fahrdienstleitung.
Typische Tätigkeiten sind z.B.:
Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:
Österreich verfügt über ein dichtes Verkehrsnetz sowie eine gut ausgebaute Infrastruktur für den Transport von Personen und Gütern. Ob Straße, Schiene oder Luftweg – die Berufsaussichten im Bereich Verkehr und Transport sind insgesamt positiv. Sowohl im öffentlichen Verkehr als auch für die Beförderung von Gütern wird regelmäßig Personal gesucht. Der Bereich Gütertransport ist jedoch stark von der wirtschaftlichen Entwicklung anderer Branchen abhängig. Allgemein gewinnen die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Verkehrs- und Transportwesen stark an Bedeutung. Daher werden nachhaltige Konzepte und Technologien benötigt, um den CO2-Ausstoß langfristig zu reduzieren und natürliche Ressourcen zu schonen. Auch die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung im Verkehrsbereich stellen veränderte Anforderungen an die Beschäftigten.
Die Berufsaussichten für VerschieberInnen sind aufgrund des anhaltenden Personalbedarfs und zahlreicher Pensionierungen bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) gut. Auch andere Bahnunternehmen, wie z.B. Regional- und Privatbahnen, suchen laufend Personal. Zusätzliche Qualifikationen, z.B. in der Verschubleitung, können die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.
Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für das Berufsbündel "Bahn- und GleisarbeiterIn", dem der Beruf "VerschieberIn" zugeordnet ist, wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:
Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):
Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.
Die Ausbildung zum/zur VerschieberIn erfolgt betriebsintern. Bei den Österreichischen Bundesbahnen dauert sie mehrere Wochen und kann z.B. in Graz, Amstetten, Linz oder St. Pölten absolviert werden. Sie besteht sowohl aus Theorieeinheiten als auch aus Praxisschulungen und vermittelt Kenntnisse in den Bereichen Verschub, Fahrzeugsicherung und Bremsprobe.
Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung sind unter anderem ein Mindestalter von 18 Jahren zu Beginn der Ausbildung, bevorzugt eine abgeschlossene Berufs- oder Schulausbildung, keine Vorstrafen, abgeleisteter Präsenz- oder Zivildienst bei männlichen Bewerbern, sehr gute Deutschkenntnisse, sehr gutes Gehör sowie keine Nacht- oder Farbenblindheit. Für Brillen- und KontaktlinsenträgerInnen sind maximal +5 oder -8 Dioptrien zulässig. Weiters müssen die eignungspsychologische Untersuchung und die medizinische Tauglichkeitsuntersuchung positiv absolviert werden.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB).