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OrgelbauerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz / Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

OrgelbauerInnen erzeugen, reparieren und renovieren Pfeifenorgeln mit mechanischer, elektropneumatischer und elektrischer Traktur (Steuerung). Ihr Aufgabengebiet umfasst vorbereitende Tätigkeiten (Entwerfen, Konstruieren), die Fertigung der Einzelteile des Instrumentes, Montagearbeiten in der Werkstatt, den Aufbau des Instrumentes am Bestimmungsort, zahlreiche Reparatur- und Wartungsarbeiten sowie die Restaurierung und Renovierung von Orgeln.

Zu den Vorbereitungsarbeiten zählen vor allem das Entwerfen und Konstruieren der Orgel. Dazu führen die OrgenbauerInnen mit ihren Auftraggebern Vorbesprechungen, stellen die akustischen und räumlichen Gegebenheiten fest, fertigen technische Zeichnungen und Berechnungen an und bauen ein Modell der Orgel.

Die verschiedenen Bestandteile der Orgel fertigen die OrgelbauerInnen aus Hölzern, Metallen, Leder, Filz, Kunststoff und anderen Werkstoffen in der Werkstatt an. Nach Vorlagen und Zeichnungen sägen, hobeln und verleimen sie die verschiedenen Gehäuseteile, bauen die Windladen (Verteiler, die die Pfeifen mit Wind versorgen) und bohren und fräsen Windleitungskanäle. Ebenso stellen sie die verschiedenen Teile der Mechanik und den Spieltisch der Orgel her. Die OrgelbauerInnen gießen, hobeln, polieren und schneiden dünne Metallplatten und löten sie zu Pfeifen zusammen. Es gibt Lippen-(Labial-)Pfeifen und Zungen-(Lingual-)Pfeifen; für letztere fertigen die OrgelbauerInnen die Zungen (schwingende Metallplättchen) an und setzen sie in die Pfeifen ein. Das Vorstimmen der Zungen geschieht durch Formen der Zungen mit einem Polierstahl auf einer Zungenstreichplatte. Die Tonhöhe kleiner Pfeifen regulieren sie durch das Biegen der Pfeifenmündung mit einem Stimmhorn nach außen oder innen. Neben Metallpfeifen fertigen sie auch Holzpfeifen an.

Nach der Fertigstellung aller Bestandteile erfolgt die Werkstattmontage der Orgel, das ist die provisorische Zusammensetzung im Betrieb. Die OrgelbauerInnen führen die Vorintonation (grobe Abstimmung von Klangfarbe und -stärke) der Pfeifen durch, indem sie jeweils ein Register, das aus einer Reihe von Pfeifen gleicher Bauart und Klangfarbe besteht, auf die Intonierlade setzen. Sie bringen die Pfeifen auf die gewünschte Klangstärke und -schärfe, indem sie Veränderungen an den Pfeifenteilen vornehmen (z.B. Vergrößerung oder Verkleinerung der Pfeifenöffnung). Hierauf bauen die OrgelbauerInnen das Gebläse mit den Lederbälgen ein. In den Spieltisch setzen sie das Regierwerk (Traktur) ein, womit die Pfeifenventile durch Tasten gesteuert und die Register mit den entsprechenden Registerschaltungen am Spieltisch verbunden werden. Für die am häufigsten verwendete mechanische Traktur setzen die OrgelbauerInnen eine Vielzahl von Winkeln, Wellen, Hebeln und Zügen aus Holz und Metall ein und regulieren sie. Bei elektropneumatischen oder elektrischen Trakturen verlegen sie Schwachstromleitungen nach einem Schaltplan.

Beim Aufbau der Orgel am Bestimmungsort, meist einer Kirche, arbeiten sie oft tage- oder wochenlang im Außendienst. Sie bauen die Einzelteile zusammen und stimmen sie auf die akustischen und architektonischen Gegebenheiten ab. Abschließend erfolgt die endgültige Stimmung und Intonation der Orgel.

Zu den häufigsten Reparaturtätigkeiten der OrgelbauerInnen gehören das Regulieren und Justieren von Spielhilfen (Koppel, Schweller usw.) sowie Arbeiten an der Traktur. Bei einer Restaurierung müssen sie die Orgel komplett zerlegen und funktionsuntüchtige Teile maßgetreu nachgebauen.
OrgelbauerInnen erzeugen, reparieren und renovieren Pfeifenorgeln mit mechanischer, elektropneumatischer und elektrischer Traktur (Steuerung). Ihr Aufgabengebiet umfasst vorbereitende Tätigkeiten (Entwerfen, Konstruieren), die Fertigung der Einzelteile des Instrumentes, Montagearbeiten in der Werkstatt, den Aufbau des Instrumentes am Bestimmungsort, zahlreiche Reparatur- und Wartungsarbeiten sowie die Restaurierung und Renovierung von Orgeln.

Zu den Vorbereitungsarbeiten zählen vor allem das Entwerfen und Konstruieren der Orgel. Dazu führen die OrgenbauerInnen mit ihren Auftraggebern Vorbesprechungen, stellen die akustischen und räumlichen Gegebenheiten fest, fertigen technische Zeichnungen und Berechnungen an und bauen ein Modell der Orgel.

Die verschiedenen Bestandteile der Orgel fertigen die OrgelbauerInnen aus Hölzern, Metallen, Leder, Filz, Kunststoff und anderen Werkstoffen in der Werkstatt an. Nach Vorlagen und Zeichnungen sägen, hobeln und verleimen sie die verschiedenen Gehäuseteile, bauen die Windladen (Verteiler, die die Pfeifen mit Wind versorgen) und bohren und fräsen Windleitungskanäle. Ebenso stellen sie die verschiedenen Teile der Mechanik und den Spieltisch der Orgel her. Die OrgelbauerInnen gießen, hobeln, polieren und schneiden dünne Metallplatten und löten sie zu Pfeifen zusammen. Es gibt Lippen-(Labial-)Pfeifen und Zungen-(Lingual-)Pfeifen; für letztere fertigen die OrgelbauerInnen die Zungen (schwingende Metallplättchen) an und setzen sie in die Pfeifen ein. Das Vorstimmen der Zungen geschieht durch Formen der Zungen mit einem Polierstahl auf einer Zungenstreichplatte. Die Tonhöhe kleiner Pfeifen regulieren sie durch das Biegen der Pfeifenmündung mit einem Stimmhorn nach außen oder innen. Neben Metallpfeifen fertigen sie auch Holzpfeifen an.

Nach der Fertigstellung aller Bestandteile erfolgt die Werkstattmontage der Orgel, das ist die provisorische Zusammensetzung im Betrieb. Die OrgelbauerInnen führen die Vorintonation (grobe Abstimmung von Klan ...
  • Physische Ausdauer: Aufstellen großer Orgeln
  • Körperliche Wendigkeit: Beheben von Fehlern im Orgelinneren
  • Handgeschicklichkeit: handwerkliches Fertigen der Orgelteile
  • Fingerfertigkeit: Arbeiten an der Mechanik und an Kleinteilen
  • Tastsinn: Prüfen von Biegung und Stärke der Zungen
  • Auge-Hand-Koordination: Anbringen von Ventilen und Federn
  • Sehvermögen: Fehlersuche bei Reparaturen
  • Hörvermögen: Stimmen
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Anfertigen und Umsetzen von Entwürfen
  • mathematisch-rechnerische Fähigkeit: Berechnen von Hebelübersetzungen, statische Berechnungen
  • technisches Verständnis: Einbauen der Traktur
  • Kontaktfähigkeit: Betreuen und Beraten von Kunden
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten im Team
  • Sprachfertigkeit mündlich: Beraten von Kunden
  • logisch-analytisches Denken: Anpassen der Orgel an räumliche und akustische Gegebenheiten, Beheben von Fehlern
  • Selbständigkeit: eigenverantwortliches Durchführen sämtlicher Arbeiten
  • generelle Lernfähigkeit: Bewältigen neuer Aufgabenstellungen bei individuellen Kundenwünschen, räumlichen und akustischen Besonderheiten
Der Großteil der wenigen Beschäftigungsbetriebe für OrgelbauerInnen sind gewerbliche Kleinbetriebe, die sich gleichmäßig auf ganz Österreich verteilen.

Die Berufsaussichten sind gut, da Nachfrage nach qualifizierten FacharbeiterInnen besteht.

Der Frauenanteil ist in diesem Beruf sehr gering, es bestehen aber keine gesetzlichen Einschränkungen für die Beschäftigung von Frauen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "MusikinstrumentenerzeugerIn", dem der Beruf "OrgelbauerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

OrgelbauerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Holz und Kunststoff verarbeitendes Gewerbe, Lohnschema für das Musikinstrumentenerzeugergewerbe (Arbeiter) 01.05.2017
OrgelbauerIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 14 13 13 12 11 7 8 9 11 11
weiblich 3 3 3 3 4 2 3 3 3 5
gesamt 17 16 16 15 15 9 11 12 14 16
Frauenanteil 17,6% 18,8% 18,8% 20,0% 26,7% 22,2% 27,3% 25,0% 21,4% 31,3%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
OrgelbauerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Harmonikamacher/in nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
Kein Eintrag
In Österreich werden für OrgelbauerInnen keine außerbetrieblichen Weiterbildungsveranstaltungen durchgeführt. Möglichkeiten zur Weiterbildung im Ausland bietet z.B. die Fachschule für Orgelbau in Ludwigsburg bei Stuttgart (BRD), wo auch Vorbereitungskurse auf die Meisterprüfung besucht werden können.
In diesem Beruf gibt es auf Grund der kleinbetrieblichen Struktur des Gewerbes kaum Aufstiegsmöglichkeiten.

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für OrgelbauerInnen in den Handwerken "Orgelbauer" oder "Harmonikamacher" (Voraussetzung: Meisterprüfung).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Kunsthandwerk (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Kunst und Kunsthandwerk, Seite 94
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