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Hardware-SpezialistIn

Berufsbereiche: Informationstechnologie
Ausbildungsform: Schule
∅ Einstiegsgehalt: € 2.040,- bis € 2.450,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

HardwaretechnikerInnen befassen sich mit Entwicklung, Herstellung, Aufbau und Wartung des technischen Equipments von Systemen für die digitale Signalverarbeitung.

Jedes System ist über Schnittstellen in eine Umgebung (Peripheriegeräte) eingebettet: Arbeitsspeicher, Peripheriegeräte (Tastatur, Bildschirm, Scanner, Ein-/Ausgabeprozessoren sowie Busse (Verbindungswege), die alle Rechnerkomponenten miteinander verbinden und Steuersignale (z.B. Befehle) übertragen.

Das Zusammenspiel von Hardware mit der geeigneten Software ermöglicht es letztendlich, vernetzte Geräte zu entwickeln und einzusetzen. HardwaretechnikerInnen sind hier für die Auslegung der Komponenten, für die Abklärung der Schnittstellen sowie für die sicherheitstechnischen Betrachtungen zuständig.

HardwaretechnikerInnen konzipieren Baugruppen für informationstechnische Geräte. Sie entwerfen Steuerungssysteme für Gesamtsysteme, wie etwa für verfahrenstechnische Anlagen oder medizintechnische Geräte (z.B. Fertigungsmaschinen, Kanaloszilloskope, sensorgesteuerte Roboter, Telemedizin- und Health-Assistenzsysteme).

Sie begleiten das jeweilige Projekt von der Erstellung des Pflichtenheftes über den Aufbau der Geräte, der Konfiguration von Hardware- und Netzwerkkomponenten bis zum Abschlusstest und der Inbetriebnahme vor Ort.

HardwaretechnikerInnen verfügen über Kenntnisse im Bereich Nachrichtentechnik, Signalverarbeitung und Schaltungsdesign (Analog- und Digitaltechnik) sowie über Grundkenntnisse in der Anfertigung von Elektroplänen und computergestützten Simulation. Für die Fehleranalyse im Falle einer Störung benötigen sie Kenntnisse in der Messtechnik.

Siehe auch die Berufe InformatikerIn, Softwarearchitect und Steuerungs- und RegelungstechnikerIn.

Freude an Technik und Mathematik, gute Englischkenntnisse, Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten (abends, Wochenende), Bereitschaft zur Mobilität, in Jobausschreibungen wird meistens die Bereitschaft zu internationalen Dienstreisen gefordert.

HardwaretechnikerInnen arbeiten u.a. in IT-Systemhäusern, in Herstellerbetrieben für ganzheitliche Intralogistiklösungen und Systemen im Bereich Lagerautomation und Lagerlogistik-Software, in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen (Elektronik-, Anlagenbau, Steuer- und Regelungstechnik).

Je nach beruflicher Ausrichtung und Schwerpunktsetzung bestehen darüber hinaus auch Möglichkeiten zu noch weitergehender Spezialisierung und daraus resultierender beruflicher Entwicklungsmöglichkeiten: Beispiele sind Tätigkeiten im Bereich Qualitätsmanagement, Datensicherung, Fuzzy Logic, Neuronale Netzwerke, Lokale und Globale Netze, speicherprogrammierbare Steuerungen u.v.a.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "InformatikerIn", dem der Beruf "Hardware-SpezialistIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Hardwaretechnik und Hardwaredesign verbindet die Bereiche Informatik, Informationstechnik und Elektronik. Eine gute Grundlage für diesen Beruf bildet eine technische Ausbildung (z.B. HTL) im Bereich Elektrotechnik, Elektronik, Mechatronik, Automatisierungstechnik bzw. in der Fachrichtung: Computer u. Leittechnik o.Ä.

 

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Personen mit einer breit gefächerten IT-Kompetenz (Hardware und Software) können sich auf den Bereich „Embedded Systems“ spezialisieren, z.B. Sensorik und Vernetzung zum Umfeld. 

Möglich ist zudem eine weitergehende Spezialisierung im hardwaretechnischen Gebiet der Informatik (Technische Informatik): Mikroprozessoren, Speicherkomponenten, Bussysteme oder Spezialrechnerbau; der fließende Übergang zur Elektrotechnik (Schaltungstechnik) ist hier kennzeichnend.

Je nach Ausbildung und Qualifikation können sich HardwaretechnikerInnen auf eine Anwendung der Angewandten Informatik für andere Wissenszweige (Bindestrich-Informatik) spezialisieren: Z.B. Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Umweltwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Medizin. 

Wissenschaftsdisziplinen sind auch Robotik, Sprachverarbeitung, Bildverarbeitung, Mustererkennung, Computergrafik.

 

 

Aufstiegsmöglichkeiten für EDV-SpezialistInnen bestehen z.B. in Abteilungsleitungsfunktionen; berufliche Entwicklungsmöglichkeiten bieten z.B. Bereiche wie Technologiemanagement oder Industrial Engineering. Mit mehrjähriger beruflicher Vorerfahrung sowie einem hohen Maß an Erfahrung, Reisebereitschaft und Belastbarkeit ist auch der Aufstieg zur/zum ProjektleiterIn möglich. Gängige Berufsbezeichnungen für fortgeschrittene oder leitende Funktionen im EDV-Bereich sind z.B. System Engineer, Technical Support SpezialistIn, Senior-BeraterInnen u.a.m.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Fachhochschulstudiengänge (Broschüre)
Reihe: Jobchancen Studium
IT - Informationstechnologie (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Fundstelle: Hardware (Seiten 56-67), Seite 60
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Computer, IT, EDV, Seite 40
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