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Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

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* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

VerkehrsplanerInnen beschäftigen sich mit der Analyse, Planung und Gestaltung von Verkehrsströmen. Ziel ist es, einen reibungslosen und sicheren Ablauf der Verkehrssysteme und einen optimierten Verkehrsfluss zu gewährleisten. Dafür sammeln und analysieren sie Daten über Verkehrsdichte, -ströme sowie -geschwindigkeiten, um dann Verkehrskonzepte zu entwickeln, beispielsweise für Straßennetze, öffentliche Verkehrsmittel, Bus- und Bahnstrecken.

VerkehrsplanerInnen verwenden für ihre Analysen spezielle Softwaremodelle, mit denen sie das Verkehrsaufkommen simulieren und daraus Prognosen ableiten können. Dabei kommt teilweise auch Software mit Künstlicher Intelligenz (KI) zum Einsatz, die die Analysen und die Optimierung von Verkehrsströmen und Routen unterstützen.

Im Bereich des öffentlichen Verkehrs sind VerkehrsplanerInnen dafür zuständig, Routen zu entwerfen, Haltestellen zu definieren und die Fahrpläne zu optimieren. Sie arbeiten meist eng mit anderen Fachleuten zusammen, wie z.B. StadtplanerInnen, ArchitektInnen und ExpertInnen der zuständigen Behörden. 

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Daten über Verkehrsdichte und Verkehrsströme sammeln und analysieren
  • Verkehrskonzepte entwickeln
  • Softwaremodelle verwenden
  • Verkehrsprognosen erstellen
  • Routen im öffentlichen Verkehr entwerfen
  • Haltestellen definieren
  • Fahrpläne optimieren
  • Freude am Kontakt mit Menschen
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Logisch-analytisches Denken
  • Organisationstalent
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Serviceorientierung
  • Sinn für Zahlen
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B.:

  • Öffentlicher Dienst
  • Autobahngesellschaften
  • Straßenbauunternehmen
  • Verkehrsplanungsbüros 
  • Verkehrsbetriebe

Österreich verfügt über ein dichtes Verkehrsnetz sowie eine gut ausgebaute Infrastruktur für den Transport von Personen und Gütern. Ob Straße, Schiene oder Luftweg – die Berufsaussichten im Bereich Verkehr und Transport sind insgesamt positiv. Sowohl im öffentlichen Verkehr als auch für die Beförderung von Gütern wird regelmäßig Personal gesucht. Der Bereich Gütertransport ist jedoch stark von der wirtschaftlichen Entwicklung anderer Branchen abhängig. Allgemein gewinnen die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Verkehrs- und Transportwesen stark an Bedeutung. Daher werden nachhaltige Konzepte und Technologien benötigt, um den CO2-Ausstoß langfristig zu reduzieren und natürliche Ressourcen zu schonen. Auch die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung im Verkehrsbereich stellen veränderte Anforderungen an die Beschäftigten.

VerkehrsplanerInnen müssen über gute geografische Kenntnisse verfügen und mit softwaregestützten Verkehrsmodellen sicher arbeiten können. Je nach Tätigkeitsbereich kann auch der Umgang mit CAD-Systemen (Computer Aided Design) und GIS-Systemen gefragt sein. Mit der zunehmenden Digitalisierung gewinnen Kompetenzen in der Datenanalyse und in der Anwendung von KI-Tools an Bedeutung. Aufgrund des Ausbaus nachhaltiger Verkehrslösungen sind zudem Kenntnisse in den Bereichen Elektromobilität und aktive Mobilität hilfreich. 

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für den Beruf "VerkehrsplanerIn", wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Eine gute Grundlage für diesen Beruf bieten höhere technische Lehranstalten, beispielsweise im Bereich Tiefbau. Neben bauspezifischen Fachkompetenzen beinhaltet eine bautechnische Ausbildung in der Regel auch die Vermittlung von kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Grundkenntnissen, z.B. in den Bereichen Baukalkulation, Baumanagement, Bauabrechnung, Kostenrechnung oder Projektmanagement. Zudem wird oftmals der Umgang mit speziellen Computerprogrammen wie Computer Aided Design (CAD) oder Building Information Modeling (BIM) erlernt. Weiters werden praktische Erfahrungen in schuleigenen Werkstätten sowie im Rahmen von mehrwöchigen betrieblichen Pflichtpraktika erworben.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten für BHS-AbsolventInnen bieten Kollegs und Universitäten. Auch einschlägige Fachhochschul-Studiengänge sind für BHS-AbsolventInnen eine Weiterbildungsperspektive.

Weiterbildungen können bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI und WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. für folgende Bereiche:

  • GIS - Geoinformationssysteme
  • Mobilitätsmanagement
  • Raumplanung
  • Simulationstechnologie
  • Verkehrstelematik
  • Verkehrsökologie
  • Künstliche Intelligenz 

Personen mit technischer Ausbildung und mehrjähriger Berufstätigkeit können den Berufstitel "IngenieurIn" erwerben. Es handelt sich dabei um einen international vergleichbaren Bildungsabschluss, der seit Inkrafttreten des Ingenieurgesetzes 2017 als berufliche Qualifikation, entsprechend dem Bachelor-Niveau (NQR 6), anerkannt ist.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website des Verbands Österreichischer Ingenieure sowie auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft.

Seit Herbst 2023 können an Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen sowie Privatuniversitäten zusätzlich zum bisherigen Studienangebot auch berufsbegleitende Weiterbildungsstudien absolviert werden. Diese bieten auch Personen, die keine Hochschulreife (Matura, Berufsreife- oder Studienberechtigungsprüfung) besitzen, die Möglichkeit den akademischen Titel „Bachelor Professional (BPr)" oder „Master Professional (MPr)" zu erwerben.

Für die Zulassung zu einem Bachelor Professional-Studium ist ein einschlägiger beruflicher Ausbildungsabschluss (z.B. Lehre, BMS-Abschluss) oder eine mehrjährige Berufserfahrung im Studienbereich erforderlich.

Personen, die einen Master Professional abgeschlossen haben, können in der Folge dann auch ein Doktoratsstudium absolvieren.

Je nach Struktur und Größe des Unternehmens bestehen Aufstiegsmöglichkeiten in Funktionen wie Teamleitung, Projektleitung oder Abteilungsleitung.

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen der reglementierten Gewerbe "Unternehmensberatung einschließlich der Unternehmensorganisation" oder "Ingenieurbüros (Beratende IngenieurInnen)" möglich.

Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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