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HolzdesignerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.830,- bis € 2.090,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

HolzdesignerInnen sind KunsthandwerkerInnen - ihr Tätigkeitsfeld umfasst Bildhauerei- und Schnitzarbeiten, Tischlerarbeiten für individuell angefertigte Möbel und Einrichtungsgegenstände, die Erzeugung von Ziergegenständen und Ornamenten bis hin zum Musikinstrumentenbau und der Restaurierung.

Oft finden dabei alte Handwerkstechniken und traditionelle Materialien Verwendung. HolzdesignerInnen beherrschen verschiedene Darstellungstechniken (Geometrisches Skizzieren, Renderingtechnik) und verfügen über fundierte Kenntnisse im Umgang mit berufsspezifischer 3D-Programme, wie CAD und Adobe Creative (z.B. Illustrator, InDesign, Photoshop).

KunsttischlerInnen planen und fertigen Möbelstücke (Stilmöbel) und Kunstgegenstände an und restaurieren alte Möbel (Antiquitäten) und diverse Kunstgegenstände aus Holz (z.B. Schatullen); dabei verwenden sie oft alte Handwerkstechniken und traditionelle Materialien. Möbel, die zu restaurieren sind, werden zuerst auf ihre Schäden hin untersucht. Oft ist eine komplette Zerlegung in alle Bestandteile notwendig, etwa wenn die Verleimungen nicht mehr intakt sind. Dazu sind viel Gefühl und Erfahrung notwendig.

DrechslerInnen stellen Holzgegenstände durch Bearbeitung an einer Drehbank her: Dabei wird das zu bearbeitende Material in Drehung versetzt und mit Hilfe von Stahlmessern in die gewünschte Form gebracht. Die wichtigsten Erzeugnisse sind Bestandteile für Möbel und Spielwaren sowie Kunstgegenstände und Souvenirartikel.

Auch Reparatur- und Restaurierungsarbeiten werden von Kunsthandwerkern durchgeführt. Ebenfalls gedrechselt sind Holzblasinstrumente, wie z.B. Flöten, Klarinetten, Oboen.

Siehe auch die Berufe HolztechnikerIn, Industrial DesignerIn und die Lehrberufe HolztechnikerIn oder HolzblasinstrumentenerzeugerIn.

Berufe im Bereich der Materialgestaltung und des Kunsthandwerks erfordern vor allem ausgeprägtes Formbewusstsein und Materialgefühl sowie eine Kombination von technischem Verständnis als auch ästhetisch-kreativen Fähigkeiten. Notwendige Eigenschaften sind daher z.B. Hand- und Fingergeschicklichkeit (Entwürfe, praktische Gestaltung), Sehvermögen (Detailarbeiten), Form- und Raumgefühl (plastische Gestaltung) sowie technisches Verständnis (Techniken der Materialbearbeitung, industrielle Produktionsprozesse).

Dazu kommen einige physische Anforderungen, die sich aus den zu bearbeitenden Materialien ergeben (unter Umständen physische Stärke in der Metallbearbeitung, Freisein von Allergien wegen des Umgangs mit Lacken u.ä.).

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen sowohl in Form selbständiger Tätigkeit (Kunst oder Kunstgewerbe) oder als Angestellte; Arbeitgeber für Kunstschaffende, die im Gebrauchsgüterbereich tätig sind (z.B. Material- und ProduktgestalterInnen) sind größere und große Industrieunternehmen (insbesondere Konsumgüterindustrie), wo sich Beschäftigungsmöglichkeiten entweder in eigenen Design-Abteilungen oder aber im Umfeld der Marketing-Abteilungen bieten.

Tätigkeiten im Bereich von Werbung und Marketing, EDV- und Internet-Präsentation, bei Verlagen, aber auch bei Museen, Stiftungen usw. möglich. Weitere Arbeitsmöglichkeiten bieten z.B. Unterricht (z.B. an Volkshochschulen), Kulturabteilungen in Presse, Rundfunk und Fernsehen. Ein wichtiges Aufgabengebiet stellt auch der Bereich der Kunsttherapie dar.

KunsthandwerkerInnen arbeiten zum Teil mit Galerien oder Museen zusammen (Verkaufsausstellungen) und übernehmen Auftragsarbeiten der Industrie oder öffentlicher Stellen (meist architektonische Baugestaltung, freie Plastik). Personen mit entsprechender Qualifikation (z.B. Metallurgie, Spezialkeramiken) können auch in Gewerbe- oder Industriebetrieben Beschäftigung finden. Anstellungsmöglichkeiten bieten diverse größere Erzeugungsbetriebe der Industrie, vereinzelt auch kleinere Betriebe des Kunstgewerbes.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Industrial DesignerIn", dem der Beruf "HolzdesignerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

HolzdesignerInnen verfügen - je nach Tätigkeit - entweder über eine künstlerische Ausbildung, z.B. Interior Design, Holzdesign o.a.

Eine spezifische technische Ausbildung bietet auch eine gute Voraussetzung für eine spätere Tätigkeit im Umfeld Design und Gestaltung, z.B. Holztechnik, Tischlerei, Innenarchitektur, Raumgestaltung, Möbeldesign, Produktdesign, Industrial Design, o.Ä.

AbsolventInnen einer höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalt (HLFL) oder HTL kann die Standesbezeichnung Ingenieur / Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen durch den Besuch von Meisterschulen oder einer künstlerischen Universität oder Akademie (Meisterklassensystem). Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es darüber hinaus durch Universitätsstudien wie Industrial Design, Bildhauerei, Produktgestaltung, Restaurierung und Konservierung sowie Medailleurkunst und Kleinplastik u.a.m.

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