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Obstbauer/Obstbäuerin

Berufsbereiche: Lebensmittel / Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft
Ausbildungsform: Schule
Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.370,- bis € 1.890,- * Arbeitsmarkttrend: gleichbleibend
* Die Gehaltsangaben entsprechen Bruttogehältern bzw. Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Obstbauern/Obstbäuerinnen sind LandwirtInnen oder GartenbauerInnen, die sich auf Kultivierung, Anbau und die Zucht von Obstsorten spezialisieren.

Obstbauern/ObstbäuerInnen übernehmen die standortgemäße Sortenwahl, bereiten den Boden auf, bringen das Saatgut oder die Jungpflanzen in die Anzuchtfläche, kultivieren diese in offener Feldzucht oder in Form von Intensivzucht in Glashauskulturen und Folienhausflächen. Sie sorgen für die sachgerechte Reinigung, Sortierung und Einlagerung des Obstes.

Sie präsentieren ihre Ernte auf Wochenmärkten, direkt im Hofladen oder in Online-Shops. Zudem sind sie in der Vermarktung und dem Verkauf von Saatgut, Jungpflanzen, Spezialitäten (Apfel Chips, Liköre, Essige) und der verarbeiteten Produkte (Obstsäfte, getrocknetes oder eingelegtes Obst) tätig.

Sie wenden unterschiedliche Konservierungsmethoden an, um einen Teil der Produktion durch Einkochen, Trocknen oder Einfrieren haltbar zu machen. Das konservierte Obst gelangt in Form von Halbfertigprodukten oder Obstmischungen auf den Markt.

Obstbauern/Obstbäuerinnen sind oft auf den Anbau bestimmter Obstarten, wie Beeren-, Kern-, Stein- oder Schalenobst spezialisiert. Sie können sich auch auf bestimmte Obstsorten, im speziellen auf sogenannte alte Sorten, spezialisieren. Obst ist ein Sammelbegriff für die essbaren Früchte oder Samen mehrjähriger Pflanzen, dazu zählen auch Nüsse.

Dementsprechend beherrschen sie die Handhabung und Wartung von Erntemaschinen, Pflanzenölpressmaschinen und Pflegegeräten.

Obstbauern/Obstbäuerinnen bieten auch verschiedene Programme für Reisegruppen oder Schulklassen (Verkostungen, Exkursionen, Backworkshops) und vermitteln Informationen über Kreislaufwirtschaft und Ernährung.

Obstbauern/Obstbäuerinnen kennen nationale Gesetzte und EU-Verordnungen (Bio Verordnung, Düngeverordnung etc.) und pflegen den Umgang mit Statistiksoftware.

Trends und Herausforderungen bestehen z.B. in der Beikrautregulierung; mittels GPS-Steuerung der Maschinen und Geräte soll diese schneller, kostengünstiger und präziser durchgeführt werden. Ein weiterer Trend besteht in der modernen Applikationstechnik: Reduktion der Abdrift, des Zeitaufwandes für die Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln, Boden- und CO2 Belastung und des Wasseraufwandes.

Obstbauern/Obstbäuerinnen sind LandwirtInnen oder GartenbauerInnen, die sich auf Kultivierung, Anbau und die Zucht von Obstsorten spezialisieren.

Obstbauern/ObstbäuerInnen übernehmen die standortgemäße Sortenwahl, bereiten den Boden auf, bringen das Saatgut oder die Jungpflanzen in die Anzuchtfläche, kultivieren diese in offener Feldzucht oder in Form von Intensivzucht in Glashauskulturen und Folienhausflächen. Sie sorgen für die sachgerechte Reinigung, Sortierung und Einlagerung des Obstes.

Sie präsentieren ihre Ernte auf Wochenmärkten, direkt im Hofladen oder in Online-Shops. Zudem sind sie in der Vermarktung und dem Verkauf von Saatgut, Jungpflanzen, Spezialitäten (Apfel Chips, Liköre, Essige) und der verarbeiteten Produkte (Obstsäfte, getrocknetes oder eingelegtes Obst) tätig.

Sie wenden unterschiedliche Konservierungsmethoden an, um einen Teil der Produktion durch Einkochen, Trocknen oder Einfrieren haltbar zu machen. Das konservierte Obst gelangt in Form von Halbfertigprodukten oder Obstmischungen auf den Markt.

Obstbauern/Obstbäuerinnen sind oft auf den Anbau bestimmter Obstarten, wie Beeren-, Kern-, Stein- oder Schalenobst spezialisiert. Sie können sich auch auf bestimmte Obstsorten, im speziellen auf sogenannte alte Sorten, spezialisieren. Obst ist ein Sammelbegriff für die essbaren Früchte oder Samen mehrjähriger Pflanzen, dazu zählen auch Nüsse.

Dementsprechend beherrschen sie die Handhabung und Wartung von Erntemaschinen, Pflanzenölpressmaschinen und Pflegegeräten.

Obstbauern/Obstbäuerinnen bieten auch verschiedene Programme für Reisegruppen oder Schulklassen (Verkostungen, Exkursionen, Backworkshops) und vermitteln Informationen über Kreislaufwirtschaft und Ernährung.

Obstbauern/Obstbäuerinnen kennen nationale Gesetzte und EU-Verordnungen (Bio Verordnung, Düngeverordnung etc.) und pflegen den Umgang mit Statistiksoftware.

Trends und Herausforderungen bestehen z.B. in der Beikrautregulierung; mittels GPS-Steuerung der Maschinen und Geräte soll diese schneller, …

Freude am Umgang mit Pflanzen und Interesse an Lebensvorgängen in der Natur. Bei der Pflege und Ernte von Obst ist oft Handarbeit gefragt, dies erfordert in gewisses Maß an körperlicher Fitness und Ausdauer (bestimmte Arbeiten im Freien müssen auch trotz Hitze und Regen erledigt werden), technisches und kaufmännisches Verständnis ist für die Vermarktung nötig.

Obstbauern/Obstbäuerinnen arbeiten meist selbstständig im eigenen Betrieb; in großen Betrieben sind sie auch angestellt tätig. Sie können zudem in oder für die Zulieferindustrie arbeiten (Züchtung, Gewächshaustechnik, Pflanzenschutz, Dünger, Substrate, Landmaschinen) oder in der Vermarktung (Handelsbetriebe, Gartencenter, Genossenschaften).   

Je nach Ausbildung oder (Zusatz)Qualifikation können sie eine Tätigkeit in oder für Versuchs-, Forschungs- oder Lebensmitteluntersuchungsanstalten anstreben - dort im Bereich Qualitätsprüfung und Zertifizierung arbeiten oder als Sachverständige die Risiken von Sorten, Saat- und Pflanzgut begutachten und bewerten.

Sie können auch für die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit - AGES tätig sein, welche Lebensmittel auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. Die AGES ist in Österreich an sechs Standorten vertreten, unterhält Versuchsparzellen und Forschungsglashäuser, führt Weiterbildungen durch und bietet jährlich Praktikumsplätze, Infolink der AGES.

Das Personalbeschaffungsunternehmen HortiRecruiter vermittelt Personal für Gartenbau und Agrarwirtschaft aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Beschäftigungsmöglichkeiten oder Projektarbeiten gibt es auch an Instituten für Saat- und Pflanzgut oder im Pflanzenschutzdienst oder in einem Labor an einem Institut für Tierernährung und Futtermittel.

Gemüse und Obst gehören zwar zu den kleineren Sektoren innerhalb der landwirtschaftlichen Produktion, gleichen dies aber durch eine entsprechend höhere Wertschöpfung aus.

Während in Österreich bei Gemüse die Zwiebeln das wichtigste Produkt sind, halten bei Obst die Äpfel den ersten Platz.

Das Thema Verpackung gewinnt auch im Obstbau (Vertrieb von Frischobst und Obstprodukten) zunehmend an Bedeutung, nämlich in Bezug auf Sparsamkeit und Nachhaltigkeit bzw. Umweltschutz (Behälter aus nachwachsenden Rohstoffen, die auch biologisch abbaubar sind anstatt Kunststoffschalen- und Plastiksäcke).

Bereits mehr als 20% der landwirtschaftlichen Betriebe Österreichs sind Biobetriebe und 22 % der landwirtschaftlichen Flächen werden biologisch bewirtschaftet; Infolink zu aktuellen Daten auf www.bmnt.gv.at.

AbsolventInnen können sich in div. Projekten engagieren, z.B. in der Untersuchung der Auswirkungen einer Naturschutzmaßnahme in Agrar- und Gartenbau-Betrieben. Produktionsgartenbau findet in geschlossenen Flächen bzw. im geschützten Bereich statt - Gartenbaubetriebe werden daher bei der Planung von Baulichkeiten und Trassen oft „übersehen“. Projekte zu Untersuchung der Auswirkungen auf die gartenbauliche Produktion bei der Ausweisung von Wasserschutzgebieten und Bauvorhaben bieten hier die Möglichkeit zur Mitarbeit.

Um die sogenannte Koexistenz-Problematik (natürliche Pflanzen in der Nähe von gentechnisch veränderten) in den Griff zu bekommen, wird ein rechtlicher Rahmen benötigt. Hier können sich qualifizierte LandwirtInnen und GartenbauerInnen ebenfalls engagieren.

Derzeit ist zwar in Österreich der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen noch nicht möglich (Stand: 2018). Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass in Zukunft der Anbau von einzelnen, gentechnisch veränderten Pflanzen gesetzlich ermöglicht wird.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "GärtnerfacharbeiterIn", dem der Beruf "Obstbauer/Obstbäuerin" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

Grundsätzlich wird zwischen Produktionsgartenbau (Obstbau in geschlossenen Flächen) und Feldobstanbau (im Freiland) unterschieden. Der Produktionsgartenbau spielt teilweise eine untergeordnete Rolle und ist auf die Grundversorgung mit Obst und Gemüse ausgerichtet - hier ist eine Ausbildung zur Gartenbauerin/zum Gartenbauer möglich oder als GärtnerIn (Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau).

Die Ausbildung zum/zur LandwirtIn erfolgt üblicherweise an landwirtschaftlichen Fachschulen (Fachbereich Obstbau) oder an Land- und forstwirtschaftlichen Schulen mit Schwerpunkt Ackerbau und Freilandobstbau oder Schwerpunkt Obst- und Gemüsebau.

Zudem gibt es Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalten für Landwirtschaft, Landtechnik und Lebensmitteltechnologie und Höhere Lehranstalten für Gartenbau.

AbsolventInnen einer Höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalt (HLFL) kann die Standesbezeichnung Ingenieur/Ingenieurin verliehen werden (Nachweis über Ausbildung und Praxis erforderlich!). Zuständig für die Verleihung ist das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus.bmnt.gv.at.

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildung- und Spezialisierungsmöglichkeiten bestehen im biologischen, produktionstechnischen, technischen und ökonomischen Bereich.

Obstbäuerinnen/Obstbauern informieren sich laufend über neue Maschinen, ökologische Bearbeitungsmethoden, Optimierung der Bodenfruchtbarkeit und biologische Schädlingsbekämpfungsmittel sowie über aktuelle Entwicklungen in der Landwirtschaft, insbesondere im Pflanzenbau.

Es bestehen Weiterbildungsangebote für eine Spezialisierung im speziellen Obstbau (z.B. Unterglas-Gartenbau), für den Anbau von Sonderkulturen oder in der marktgerechten Aufbereitung verschiedener Obstarten.

Ein relevanter Bereich ist die Lebensmitteltechnik – qualifizierte Fachleute unterstützen z.B. Behörden bei der Proben- und Revisionsplanung an Lebensmitteln (v.a. Obst und Gemüse), die in Supermärkten, Gasthäusern oder andere Verkaufsstellen angeboten werden.

Eine Aufwertung der Ausbildung kann mit Lehrgängen, Spezialkursen, Seminaren oder einer akademischen Ausbildung angestrebt werden: Z.B. Agrarwissenschaften, Horticulture Sciences, Nutzpflanzenwissenschaften, Umwelt- und Bioressourcenmanagement (alle BOKU Wien), Bioverfahrenstechnik (FH Campus Wien), Lebensmitteltechnologie und Ernährung (FH OÖ), Weinmarketing (FH Burgenland).

 

Obstbauern/Obstbäuerinnen können eine Stelle als Account-ManagerIn, VerkaufsleiterIn, BeschaffungsmanagerIn, BereichsleiterIn im Handel und in Produktionsbetrieben anstreben.

Sie können im allgemeinen Management, in der Betriebsleitung, Buchhaltung oder im Einkauf tätig sein. Zudem können sie als „FunktionsanalystIn“ in der Ertragswertermittlung, technischen Beratung, Planung, (Weiter)Entwicklung und Optimierung von Maschinen und Installationstechnik für Gartenbau und Agrarwirtschaft tätig sein.

Eine selbstständige Tätigkeit als „SektorspezialistIn“ im Marketing oder als BeraterIn für Agrarbetriebe, in Speziellen für Arbeitsschutz und Umwelt, als ManagerIn für die Versorgungskette, Logistik und Lager (Frischware, Saatgut, Pflanzenschutzmittel etc.) oder als VersuchsleiterIn in der Veredelung und Züchtung von Pflanzen ist ebenfalls möglich.

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